CD/DVD Reviews
| UNHERZ - Unherzlich willkommen |
geschrieben von: Chris vom 30.08.10 |
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Künstler: UNHERZ Album: Unherzlich Willkommen Genre: Deutschrock Label: Massacre Records Rel.Date: 27.08.2010 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei LABEL/PROMO-AGENTUR für das zur Verfügung stellen des Albums. |
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TRACKLISTE: |
| BAND: Felix (Gesang, Gitarre) Andy (Gitarre) Locke (Bass, Gesang) Bogi (Schlagzeug) |
| REVIEW: Das ist es also - das Debüt der Kaiserslauterner UNHERZ. Nachdem das Cover schon positiv wirkte, wollte ich natürlich wissen, was sich auf dieser Scheibe befindet. Wer hier abgrundtief bösen Gothic Rock oder gar eine Megaherz-Coverband vermutet ist falsch gewickelt. Die Jungs legen klar strukturierten Deutschrock der Marke Böhse Onkelz und Frei.Wild in die Waagschale. Die Stimme erinnert an Kevin Russell, gar keine Frage. Die Texte der 2008 gegründeten Band haben, bis auf die Fußball-Mitgröhl-Hymne Zwanzigzehn, einen stets sozialkritischen Unterton. Aber das kann man für dieses Genre zwischen Punk und deutscher Rockkunst ja durchaus als Normalität bezeichnen. Positiv wirken auch die immer wieder eingeschmissen Soli, die fast ein wenig an guten alten Heavy Metal erinnern. Die Melodien paaren sich mit den lyrischen Ergüssen von UNHERZ durchaus zu dem ein oder anderen Mitwipper, auch wenn das Album zum Ende etwas eintönig erscheinen mag. Besonders zu erwähnen ist die selbstbenannte Hymne "Unherz", die bei mir am meisten hängengeblieben ist. Spass macht auf jeden Fall der Titel "Sünder vor dem Herrn", der zum mitgröhlen animiert. Die Ballade "Die Zeit heilt alle Wunden" schafft es mit relativ simplen Mitteln mit Sicherheit bei dem ein oder anderen eine Gänsehaut zu erzeugen. "Therapie" ist ein guter Rockstampfer. Einzig und allein der WM-Song "Zwanzigzehn" hätte ein paar Wochen nach Turnierende fehlen dürfen. Vor allem gab es da aus anderen Deutschrock-Fabriken wesentlich bessere Produktionen zu diesem Thema. |
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FAZIT: |
| WERTUNG: 7/10 |
| Offizielle Homepage: www.unherz.de MySpace: www.myspace.com/unherz |
| Jack's Family - One Big Disguise |
geschrieben von: vom 25.07.10 |
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Künstler: Jack's Family Album: One Big Diguise (EP) Genre: Gothic/Progressive Metal Label: Eigenproduktion Rel.Date: 2008 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei LABEL/PROMO-AGENTUR für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. Falling 02. Pretty 03. Please be Still 04. Round and Round 05. Ideal Me 06. Cruelty on Pedestal |
| BAND: Kelly (vocals, violin) Jean Paul (guitar) Darren (keyboards) Rich (bass) Nicholas (drums) |
| REVIEW: Mit One Big Disguise legen Jacks Family ihre Debut-EP vor. Welche sich in der Schnittmenge von Female Fronted Gothic Metal und leichten Progressive Metal Einschüben bewegt. Das ganze wird sehr detailverliebt und atmosphärisch verpackt. Die Instrumentalen Fähigkeiten sind gut und auch das Songwriting bietet genügend Abwechslung, zwischen hart riffenden Passagen und ruhigen Passagen, welche dann von Violine und Keyboard begleitet werden. Das funktioniert für eine Debut EP schon ausserordentlich gut und lässt einiges an Potential erahnen, allerdings fehlt ihnen da noch etwas die Eigenständigkeit und der Mut diese Parts weiter auszuloten. Was aber weiter auffällt ist das die Stimme der Sängerin Kelly doch abfällt im Gegensatz zur Instrumentalen Fraktion. Sie versucht zwar die ansprechenden Kompositionen ansprechend umzusetzen, ihr fehlt es aber am letzten Ausdruck an der letzten Power um die Emotionen im Sound zu transportieren. |
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FAZIT: Was ich noch anmerken mag. Der Drummer Nicholas ist wohl vor kurzen an einer schweren Krankheit gestorben und auf seinen Wunsch hin gehen alle Einnahmen der CD an einen Stiftung. |
| WERTUNG: 7/10 |
| Offizielle Homepage: www.jacksfamily.co.uk MySpace: www.myspace.com/jacksfamilyuk |
| Magna Mortalis - Onward [Death Metal] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 25.06.10 |
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Künstler: Magna Mortalis Album: Onward Genre: Death Metal Label: Firefild Records Rel.Date: 04.06.2010 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Firefield Records für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. Intro 02. Man's Defeat 03. Radiative Benediction 04. Flaming Rain 05. Antithesis Of Creation 06. Crypts Of Knowledge 07. See Me No More 08. False Crusade 09. Holme's Sweet Home 10. The Impact 11. Onward 12. Alive But Dead |
| BAND: Arnheim (vocals) Moppel (lguitar) Jens (bass) Komisch (drums) |
| REVIEW:
Magna Mortalis: die deutsche Death-Metal-Hoffnung - zumindest wird die Band so vom eigenen Label angepriesen. Im Großen und Ganzen würde ich diese Aussage nicht unterschreiben, aber dies ist ja jedem selbst überlassen. Das Album „Onward“ entstand in gekonnter Eigenregie und man kann davon ausgehen, dass es auf der Longplayerliste landen wird. Es ist sehr selten geworden, dass das Cover zur Musik, dem Albumtitel und der Band passt, doch genau das haben wir hier. An dieser Stelle ein Lob an Magna Mortalis. Das „Intro“ sorgt für eine düstere Einstimmung und „Man's Defeat“ greift diese Stimmung auf, haut noch ein bisschen Untergangsstimmung dazu und treibt ordentlich mit Midtempoparts auch den letzten Death-Metaller an die Boxen. Bei „Radiative Benediction“ hören wir die groovige Seite der Vernichtung und erhalten den kurzen und schmerzvollen Todesstoß durch „Flaming Rain“. „Antihesis Of Creation“ ist mächtig und zerstörerisch, was man nicht direkt als Lob sehen kann, denn nach diesem Track geht Magna Mortalis die Power aus. Die folgenden Tracks sind zwar qualitativ hochwertig, doch sie reißen einen einfach nicht mehr vom Hocker. Der Titelsong „Onward“ mobilisiert noch einmal die Kräfte des Quartetts und hoppelt in feiner und rohen Death-Metal-Manier durch die Boxen. |
| FAZIT:
Das Album „Onward“ bietet zwar einen gewissen Facettenreichtum, doch für meinen Geschmack etwas zu wenig. Magna Mortalis bietet zum Großteil kraftvollen, groovenden Metal mit einem guten Schuss an aggressiven Riffs an. Ich vermisse den Wiedererkennungswert, davon aber abgesehen kann sich „Onward“ sehen lassen. |
| WERTUNG: 8/10 |
| Offizielle Homepage: www.magnamortalis.de MySpace: www.myspace.com/magnamortali |
| Noctem - Divinity [Melodic Death Metal] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 19.06.10 |
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Künstler: Noctem Album: Divinity Genre: Melodic Death Metal Label: Noisehead Records Rel.Date: 20.04.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Noctem für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 1. Atlas Death 2. In the Path of Heleim 3. Realms in decay 4. The sanctuary 5. The call of Oricalco`s horn 6. Across Heracles towards 7. In the aeons of time 8. Necropolys of Esther`s ruins 9. Divinity(orchestral version) feat. Christos Antoniou 10. Religious plagues 11. Under seas of silence 12. Divinity |
| BAND: Exo (Guitars) Beleth (Vocals) Alasthor (Guitars) Ul (Bass) Darko (Drums) |
| REVIEW:
An so regnerischen Tagen wie heute freut man sich doch über Post aus Spanien, vor allem wenn sich die „Post“ auch noch gut anhört. Da meine persönlichen Eindrücke nur musikalisch relevant sind, will ich direkt zur Sache kommen. Bei den 5 Spaniern handelt es sich um Noctem, eine Melodic Black – Death Metal Band, die ihr Album „Divinity“ auf den deutschen Musikmarkt geworfen haben. Da mir Noctem bisher nicht bekannt war (... wie den meisten unter uns), legte ich neutral „Divinity“ ein und wurde von „Atlas Death“ sehr melodiös empfangen, gekonnter Opener. „In The Path Of Heleim“ zeigt direkt, dass der Opener nicht ansatzweise versprochen hat, was Noctem zu bieten hat. Nach „Realms In Decay“ bin ich mir sicher, dass wir noch einiges von Noctem hören werden. Noctem legen viel Wert darauf keinen Einheitsbrei zu fabrizieren und so sorgen sie immer wieder für gekonnte Abwechslung – zu diesem Thema ist auch das Solo bei „The Sanctuary“ sehr nennenswert. Verschiedene Einflüsse prägen das Album, doch führt uns eine düstere Stimmung mit einem Haut von Tod durch das ganze „Divinity“. Das Herzstück des Albums ist leider nicht der Titelsong „Divinity“, sondern „Religious Plagues“ - dieser Track frisst sich regelrecht in den Gehörgang, nistet sich ein und legt seine melodiös geshouteten Eier direkt neben das Gehirn. Man bekommt einfach nur Lust auf mehr! |
| FAZIT:
Fazit: Die Suche nach einem Label war für Noctem nicht leicht, was ich gerade nicht ganz nachvollziehen kann. Interessanter und sehr abwechslungsreicher Death Metal weht mit einer frischen Priese durch Deutschland. |
| WERTUNG: 7,5/10 |
| MySpace: www.myspace.com/noctemofficial |
| Placenta - Fixed Action Pattern [Death Metal | Deathcore] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 23.04.10 |
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Künstler: Placenta Album: Fixed Action Pattern Genre: Death Metal | Deathcore Label: Noizegate Records Rel.Date: 30.11.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Placenta für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. White Chicks Even Chug A Lug 02. Fixed Action Pattern 03. Fame By Name 04. Brutal: 5 on 1 05. 3 Minutes Rape 06. Pinochio Stretches Woodenly In The Forrest 07. Simon Says 08. Interlude 09. Puking In Reverse Is A Slow Motion Massacre 10. The Shape Of Death To Come 11. Human Abyss 12. Prison Prism 13. Our Lovely Middlefingers |
| BAND: Sven Berlin (vocals) Jens Fischer (guitars) Michael Hoge (guitars) Florian Kerber (bass) Tobias Stein (drums, backing vocals) |
| REVIEW: ... bei dem Namen Placenta denke ich nun nicht zwingen an 5 Berliner, aber das lassen wir jetzt einfach mal außen vor. Das Albumcover sagt mir schonmal, dass es sich nicht um harmonische oder melodiöse Musik handelt und ich drehe meine Boxen leiser während ich „Fixed Action Pattern“ einlege. Hossa! - Die Jungs von Placenta gehen wirklich direkt zur Sache und prügeln mit dem Opener „White Chicks Even Chug A Lug“ auf mein Hirn ein, als wäre es ihr Erzfeind. Wer sich jetzt schon eine Auszeit wünscht sollte die Finger von dem Album lassen, denn mit dem Titelsong „Fixed Action Pattern“ geht es mit sehr grenzwertigen Moshparts weiter. Bei „Fame By Name“ wird klar, dass Placenta nicht nur eine recht brutale Form des Metals produzieren, sonder das sie sich auch für melodiöse Einflüsse begeistern können. Falls eure Boxen jetzt noch nicht durchgeblasen und sauber sein sollten, habe ich keine bedenken das sie es gleich sind - „Brutal: 5 On 1“ ist verdammt schnell, unglaublich brachial und auf seine Art und Weise lieblich. „What has become of our old passion ... abused by a great, blunt, greedy industry ... trading profit for quality ... turn on your radio – and this is what you get: 3 minutes rape [...]“ wie oft haben wir das schon gehört? - Doch ich denke, so derb wie bei „3 Minutes Rape“ hat uns das noch keiner „gesagt“. Liegt noch das richtige Album im Player? - „Pinocchio Stretches Woodenly In The Forest“ lässt daran zweifeln. Der Track kommt sehr elektrolastig um die Ecke und verwirrt nicht nur mich, wie ich annehme. Ohne Vorbehalt stürze ich mich in „Simon Says“ und bin bei der nächsten Überraschung angekommen. Ich lausche dem dem gesprochenen Vocelpart, bis mich höllisches Geballer zurückbringt. Mit „Interlude“ erhalten wir von Placenta ein kleines Instrumentales und sehr ruhig gehaltenes Intermezzo. Die Grundfrage ist gerade, ob es Placenta wirklich darauf angelegt haben ihren Fans einen Herzinfarkt zu bescheren, denn mit „Puking Reverse Is a Slow Motion Massacer“ bekommen wir wieder brutales Geknüppel mit verlegenen Metalcore einlagen. „The Shape Of death To Come“ bietet nichts, was wir nicht schon von Placenta kennen würden und so ist es auch mit den 3 Bonustracks. Diese Bonusansammlung stammt im übrigen von der 2007er Demo Human Abyss. |
| FAZIT: Placenta wollen scheinbar anders sein und in meinen Augen haben sie das mit „Fixed Action Pattern“ auch geschafft. Härte und Brachialität stehen mit Gefühl und Groove auf einer Ebene und dieses Paradoxon lässt Placenta nicht nur anders wirken, sondern auch wirklich anders sein. Ab in den Plattenladen eures Vertrauen und die Scheibe kaufen! |
| WERTUNG: 7,5/10 |
| MySpace: myspace.com/placentametal |
| Savatage - Still The Orchestra Plays (2CD+DVD Ltd. Ed.) |
geschrieben von: Kai vom 08.04.10 |
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Künstler: Savatage Album: Still The Orchestra Plays Genre: Heavy/Power Metal Label: Ear Music Rel.Date: 19.03.2010 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei cmm für das zur Verfügung stellen des Albums. |
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TRACKLISTE: CD1 CD2 DVD |
| HINTERGRUNDINFO: Das Jahr 1978 war für viele Heavy Metal Fans ein großartiges Jahr, auch wenn es bis Dato wohl noch niemand wusste. Dies sollte sich aber in den darauf folgenden Jahren maßgeblich ändern. Die Band "Savatage", die zu der Zeit noch unter dem Namen "Avatar" bekannt war und sich später wegen namensrechtlichen Gründen umbenennen musste, erblickte in diesem Jahr das Licht der Welt. Ihr späterer Name "Savatage" wurde aus den beiden Worten "Avatar" und "Savage" geformt und war seitdem ausschlaggebend für guten, puren Heavy / Power Metal. Die klare, einmalige Stimmengewalt von Jon Oliva und die sehr gut gespielten Gitarrenparts seines, 1993 bei einem Autounfall verstorbenen Bruders, Criss Oliva waren zu dieser Zeit einzigartig in dem Genre des Heavy / Power Metals. |
| REVIEW: Für alle Fans von Savatage, denen noch ein paar CD's in ihrem Regal fehlen, gibt es nun eine Best Of CD, die auf den Namen "Still The Orchestra Plays" hört. Darauf findet sich eine feine Auswahl ihrer besten Songs, was den Kauf der einzelnen CD's erübrigt. Das Beste aus insgesammt 12 Studioalben ist in diesem Falle auf 2 CD's gepresst, welche sich wunderbar hören lassen. Auch die bis dahin auf noch keiner anderen CD veröffentlichten Akustik-Tracks "Not What You See", "Anymore" und "Out On The Streets", die von Jon Oliva nur mit Akustik-Gitarre & Piano gespielt wurden, sind ein weiterer Kaufgrund. Der Limited Edition wurde auch eine Live-DVD beigefügt, die ein Konzert von 1994 in Japan beinhaltet. [Anm.d.Red.: Konzert im Club Citta in Kawasaki, ursprünglich 1995 auf VHS erschienen und für DVD nicht sonderlich groß nachgearbeitet, aber bei dem geringen Aufpreis für die Limited Edition auf jeden Fall ein toller Griff.] Die DVD beweist, wie bei inzwischen vielen anderen Metal Bands, dass die Japaner den amerikanischen und europäischen Fans in nichts nachstehen, was die Begeisterung und die Hingabe zu super Gitarrenriffs und starken, gesungenen Texten angeht. |
| FAZIT: Die Limited Editon ist für alteingesessene Savatage-Fans, die alles besitzen, was die Band hervorgebracht hat, kein wirkliches Muss, doch für Quereinsteiger und Neuentdecker eine wunderbare und empfehlenswerte Gelegenheit sich die Band in Bild und Ton nach Hause zu holen und die geballte Ladung aus 12 Alben auf 2 CD's und einer Live-DVD zu genießen. |
| WERTUNG: ohne Wertung |
| Offizielle Homepage: http://www.savatage.com/ MySpace: http://www.myspace.com/savataage |
| This is Indie Rock - The Best Bands You've Never Heard (Volume 1) |
geschrieben von: Matze vom 07.03.10 |
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Künstler: Various Album: The Best Bands You've Never Heard (Volume 1) Genre: Indie, Rock, Punk Label: Deep Elm Records Rel.Date: 2004 |
| TRACKLISTE: 1. The Pit That Became A Tower - I Must Save The President (2:44) 2. Clair De Lune - Marionettes (3:34) 3. The Blind King - Indie Pop Song (4:14) 4. Dino Velvet - Weekend Warriors (4:33) 5. Second Hand Stories - Frontiers (2:34) 6. Throat - Saturday (3:21) 7. Winter In Alaska - Puzzle:Part One (2:55) 8. Joanna Erdos - Silver and Gold (2:30) 9. Siva - G (3:09) 10. Lakota - So Simple (4:07) 11. Leaving Rouge - Rooms (4:26) 12. The Kidcrash - Bells and Hammers (5:28) |
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HINTERGRUNDINFO: Den Start der Review Reihe macht hier ein Sampler, der mich allein vom Namen überzeugt hat. Die besten Bands, von denen man noch nie etwas gehört hat? Trifft bei mir auf jeden Fall zu. Und los gehts: |
| REVIEW: 1) Ziemlich simpler College Rock, nicht allzu toll produziert, der Sänger ist dank komischen Effekten und Verzerrungen kaum verständlich. 2/10 2) Von der Band ist auch ein komplettes Album im Paket, der Song hier macht Lust das zu hören. Schicker Indie Rock mit Punk Anleihen, der Song kommt recht flott daher. 7/10 3) Erster Moment: Oh Gott was ist das?? Der Sänger quält sich durch die ersten Zeilen aus dem "Indie Pop Song", eingespielt mit Akustik Gitarre über einen E-Drum Beat. Die Melodie ist ja noch ganz nett, aber der Rest geht echt gar nicht. 1/10 4) Hier bekomme ich Schwierigkeiten zu beschreiben was das sein soll. Progressiver Nintendo-Hardcore-Indie-Punk-Screamo? Ein ganz eigener Stilmix, mal rockig auf die Fresse, dann wieder ruhig gemütlich, der Text mal geschrieen, mal gesungen. Sehr merkwürdiges Stück, aber interessant und die Mischung ist nicht nur gelungen sondern auch sehr einzigartig. 8/10 5) Was brauchts nochmal für ein gutes Lied? Sänger, Gitarre, Bass, Schlagzeug? Streicht die letzten beiden und ersetzt es durch einen leisen Synthie Hintergrund, denkt euch einen sehr ernsten Text dazu und fertig ist ein nettes Liedchen. 6/10 6) Direkt danach gehts rockig weiter, erinnert ein wenig an die Foo Fighters im ersten Augenblick. Nette Kapelle, auch hier gerne mehr davon. 8/10 7) Der Winter in Alaska ist bekannter maßen sehr kalt, die Band ist deshalb anscheinend in den Winterschlaf gegangen. Sehr träger Song, aber ordentlich eingespielt. Zwischendurch gehts mal kurz bisschen schneller zu, das rettet das Lied aber auch nicht aus der Mittelmäßigkeit. 5/10 8) Hui die Frau hat mal eine schöne Stimme, die in dem sehr ruhigen Lied perfekt zur Geltung kommt. Der Text verwirrt mich allerdings sehr, irgendwie gehts um Langeweile und Alkohol, so ganz folgen kann ich dem nicht. Trotzdem nett. 7/10 9) G? Einfallsreicher Titel... Hier gehts Hardcore rockend zur Sache, gefällt auch wenn der Text ähnlich einfallslos ist wie der Titel. 7/10 10) Schöne Rock Nummer, nicht so simpel wie der Titel sagt. Macht Laune. 8/10 11) Das hier könnten Creed sein, der Song plätschert ruhig gemütlich vor sich hin, aber auf hohem Niveau. 8/10 12) Kidcrash kreuzen den Sound von Billy Talent mit Good Charlotte und mischen noch ein paar rockige Einflüsse dazu, gefällt im ersten Moment sehr gut, wirkt aber auch ziemlich beliebig. 7/10 |
| FAZIT: Ja von diesen Bands habe ich vorher tatsächlich noch nie etwas gehört, zumindest bei zweien will ich das jetzt auch nicht mehr. Der Rest ist aber größtenteils sehr gut und gibt mir Lust mich durch den Rest von dem Paket zu hören. Einzelne Songs könnten noch ein bisschen Feinabstimmung in der Produktion vertragen, aber insgesamt klingt das alles ziemlich rund. |
| WERTUNG: 7/10 |
| Offizielle Homepage: www.deepelm.com Amazon: www.amazon.de |
| Saxon - Remasters Teil III |
geschrieben von: Kai vom 22.02.10 |

"Innocence Is No Excuse" (1985)
"Rock The Nations" (1986)
"Destiny" (1988)
Eine der wohl bekanntesten Bands des NWoBM erfährt dieses Jahr eine Aufbereitung einiger ihrer, meiner Meinung nach, größten Glanzleistungen in Alben-Form. Die Scheiben "Innocence Is No Execuse" (1985), "Rock The Nations" (1986) und "Destiny" (1988) von SAXON werden in aufgepäppelter Form neu auf den Markt gebracht!
Innocence Is No Excuse
Den Beginn macht das, aus Bandperspektive gesehen, einst richtungweisende Werk "Innocence Is No Execuse". Die Remastered Edition weiß mit einer feinen Auswahl an Bonustracks zu begeistern, welche das Album auf beachtliche 77 Minuten pures SAXON-Hörvergnügen bringen.
Angefangen mit den Bonustracks "Back in the Streets", der ganz nett anzuhören ist, geht es auch über die harten, rockenden B-Seiten "Give It Everything You´ve Got" und "Krakatoa" die dem Album meiner meiner Meinung nach einen zusätzlichen Kick geben!
Ein absolutes Muss für die Ohren ist auch das Live-Medley, das aus Krachern wie "Heavy Metal Thunder", "Stand Up And Be Counted", "Taking Your Chances" und "Warrior!" besteht. Die Live-Tracks "Gonna Shout", "Devil Rides Out" und "Back on the Streets" stammen vom BBC In Concert Hammersmith aus dem Jahre 1985.
Fazit:
Alles in allem ist die Remastered super anzuhören und die Bonus-Tracks runden die damals schon Ohrwurm-verdächtige Platte wunderbar ab, ohne dass sie ihren Charme von damals verliert. Mein persönlicher Favorit ist das Live-Medley, das ich jedem, der wenigstens ansatzweise etwas mit NWoBM anfangen kann ans Herz lege!
Rock The Nations
Der Gong zur zweiten Runde in der Aufbereitung von drei auf CD gepressten Meilensteinen des NWOBM hat geschlagen. Mit SAXONs "Rock The Nations" von 1986 hat EMI sich wieder eins der besten Alben von den Briten geschnappt und aufgepäppelt. Auch hier begeistert die Remastered Edition mit einer wahren Vielfalt an Bonus-Tracks, die auch dieses Album für eure SAXON-Sammlung zu einem absoluten Muss macht!
Fans des Hardrock dürften mir zustimmen, dass "Rock The Nations" eines ihrer grandiosesten Alben war und immernoch ist, was einen die Neuauflage sicherlich erst mit Skepsis betrachten lässt. Doch einmal gehört bleibt einem die auf der Zunge liegende Kritik förmlich im Hals stecken, denn das Album ist erneut 100% gelungen.
Unter anderem enthält die neue Edition die ausgekoppelten Single B-Seiten "Waiting for the Night" und "Northern Lady" . Dazu kommen vom bombastischen Madrid Konzert, das auch auf der "Live Innocence DVD" zu bestaunen ist, die Hits "Everybody Up" und "Dallas 1 Pm".
Als absolutes Highlight sind sogar 3 bisher unveröffentliche Songs des Reading Festivals von 1986 dabei, wo SAXON als Headliner auftrat.
Fazit:
Sogar Besitzer des Originals sollten nicht lange zögern und die Remastered von "Rock the Nations" in ihre SAXON-Sammlung integrieren. Dabei kann die Remastered ohne sich zu schämen neben den Original eingereiht werden, denn allein die Sammlung an Bonustracks machen das Album zu einem absoluten Muss!
Destiny
Die Dritte Runde des SAXON-Remastered Marathons hat begonnen und bringt uns das 1988 erschienene Album "Destiny" in einer prächtigen Neuauflage. Wie üblich, wurden ein paar gut ausgewählte Bonus-Tracks hinzugefügt und extra für die Neuauflage des Albums das Bandlogo verändert. Es sieht nun aus wie ein altes Kunstwerk, welches in einem Museum ausgestellt werden könnte.
Im Gegensatz zu den vorherigen Alben hat "Destiny" eine eindeutige Ausrichtung die mehr Richtung kommerzieller Melodic-Hardrock geht. Für Fans des Melodic-Rock sicherlich interessanter als für den Headbanger, aber einen echten SAXON-Fan sollte das nicht weiter interessieren. Dieses Re-Release ist auf jedenfall genauso gelungen, wie die Vorgänger!
Den Beginn in der Bonus-Track Sektion macht der Radio-Hit "I Can't Wait Anymore" in einem gelungenen 12"-Mix. Natürlich wurden auch ein paar gut ausgewählte Live-Mitschnitte auf die CD gepresst. Vom Hammersmith kommt der mitreißende Live-Track "Rock The Nations" und auch "Broken Heroes", sowie "Gonna Shout" aus Madrid, wissen zu überzeugen. Die Krone bekommt die Remastered aber durch die beiden Monitor Mixes "Ride Like The Wind" und den Kult-Kracher "For Whom The Bell Tolls" die in ihrer Neuauflage im Gegensatz zu der Galfas-Produktion einen wahren Aufschwung zum Schluss bieten!
Fazit:
Auch die dritte Runde ist absolut gelungen und darf in keinem gut aufgeräumten SAXON-Regal fehlen, denn die Live-Mitschnitte und die Monitor-Mixes machen auch diese Neuauflage unabkömmlich.
| Hatebreed - Hatebreed [Hardcore] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 17.02.10 |
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Künstler: Hatebreed Album: Hatebreed Genre: Hardcore Label: Roadrunner Records Rel.Date: 2.10.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Roadrunner Records für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 1. Become The Fuse 2. Not My Master 3. Between Hell And A Heartbeat <<< Anspieltipp 4. In Ashes They Shall Reap 5. Hands Of A Dying Man 6. Everyone Bleeds Now 7. No Halos For The Heartless 8. Through The Thorns 9. Every Lasting Scar 10. As Damaged As Me 11. Words Became Untruth 12. Undiminished 13. Merciless Tide 14. Pollution Of The Soul |
| BAND: Jamey Jasta (vocals) Wayne Lozinak (lead guitar) Frank „3 Gun“ Novinec (rhythm guitar) Chris Beattie (bass) Matt Byrne (drums) |
| REVIEW: 2009 veröffentlichten Hatebreed ihr gleichnamiges Album „Hatebreed“ ... wie arrogant, nicht wahr? - Doch die Herren können es sich leisten! Wo Hatebreed drauf steht, ist auch Hatebreed drin. 14 Titel mit einer knappen ¾ Stunde Laufzeit, die es in sich haben. Hatebreed gehört zu den wenigen Metalcore-Bands, die sich selbst auch noch nach 17 Jahren treu geblieben sind und ihren Fans geben, was sie nicht nur fordern, sondern auch brauchen. |
| FAZIT: Keine Scheibe ist perfekt. Hatebreed haben sich etwas vom Metalcore distanziert, was der Qualität und der Wirkung aber nichts anhaben kann. Abwechslungsreich, vielseitig & neu kommt „Hatebreed“ um die Ecke und ist definitiv kaufenswert! |
| WERTUNG: 9/10 |
| Offizielle Homepage: hatebreed.com MySpace: myspace.com/hatebreed |
| Toxpack - Epidemie (Streetcore) |
geschrieben von: Thominator vom 04.02.10 |
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Künstler: Toxpack Album: Epidemie Genre: Streetcore Label: People like you Rel.Date:24.08.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Starkult Promotion für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01.Kopfbohrer 02.Ohne mich 03.Für immer in mir 04.No Remorse 05.100% Ich 06.Was gestern war 07.Epidemie 08.Steig ein 09.Beretta 92 10.So viele Tage 11.Aufstehen 12.Outromatik 13.Schmutziger Pakt |
| BAND: Schulle (vocals) Tommi (guitar) Erik (guitar) Martin (bass) Hinni (drums) |
| HINTERGRUNDINFO: Wer sich beim Genre wundert was „Streetcore“ ist, und es noch nie vorher gehört hat, es wurde von Toxpack aus Berlin in den Raum geworfen, die seit ihrem Beginn 2001 ihren Musikstil so nennt. Dahinter verbirgt sich ein Mix aus Hardcore, Punk und Heavy Metal, nach dem Motto: Von der Straße, für die Straße. Wie auch schon auf den Platten davor, dürfen Gastauftritte nicht fehlen. So war bei der CD „Aggressive Kunst“ Roger Miret von Agnostic Front zu hören, und auf „Cultus Interruptus“ waren Atze von den Troopers sowie Koefte von Mad Sin drauf. Auch dieses mal wurde wieder Hochrangig zugeschlagen, Gary Meskil (Sänger von Pro Pain) sowie Sänger Joost de Graaf und Gitarrist Erik Wouters von Discipline geben ihr bestes. |
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REVIEW: Ein wahnsinns Intro erwartet euch bei „Aufstehen“ was definitiv zu den aggressivsten Titeln dieser CD zählt. Ein weiteres ist „Beretta 92“. Worin es da geht erkennt man schon am Titel, wenn man des öfteren Nachrichten schaut. Das sich das Genre rasend Ausbreitet wird im Titelsong „Epidemie“ besungen. Melodiös, hart und pushend, so beschreibt man den Song wohl am besten. Jetzt aber zu den Songs mit Gästen. „No Remorse“ mit Gary Meskil gehört auf jeden Fall zu den Anspieltipps, ein wahrer Hammer. Da kann man kaum den Kopf ruhighalten. Das zweite Lied wäre „Steig ein“, mit den Jungs von Discipline. Dabei steigt man in ein Auto ein und dann gibt’s nur noch VOLLGAS und das hört man auch, es ist schneller und erinnert vom Sound wirklich ans Autofahren. |
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FAZIT: |
| WERTUNG: 8.5/10 |
| Offizielle Homepage: www.toxpack.de MySpace: www.myspace.com/toxpackstreetcore |
| Dead Flesh Fashion - Anchors (Hardcore) |
geschrieben von: Thominator vom 03.02.10 |
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Künstler: Dead Flesh Fashion Album: Anchors Genre: Hardcore Label: Midsummer-Records Rel.Date:2008 |
| TRACKLISTE: 01. A Sick Way To Mute The Chorus Of Gloom 02. Ghost 03. The Morning Brings The Dogs 04. Hyena 05. Stampede (A Dialogue In Minor Key) 06. I Left My Brain At The Gunshow 07. Jealousy Is A Demon That Never Sleeps 08. Apocalypse Accessoir 09. Redneck Toothpick Tragedy 10. Then There Were Ruins 11. Carcass 1 And Vultures 2 In Love |
| BAND: Patrick - (Vocals) Flo - (Guitar) Dan - (Guitar) Miller - (Bass) Christoph - (Drums) |
| REVIEW: Eine Band Namens „Dead Flesh Fashion“ aus NRW, welche sich in dem Genre Hardcore fest sitzt, klingt erstmal nicht spektakulär. Aber wenn man sich das Album anhört beißt es sich förmlich in den Ohren fest. Aggressive, brachial, verstört, so könnte man es wohl am besten beschreiben. Wer mich kennt weiß eigentlich das ich nicht so der Fan brachialer Musikkunst bin, aber hier passt das eine einfach zum anderen. Was der Bass noch nicht zerstört hat wird von den Drums vernichtet. Die Klänge sind relativ unharmonisch, was dem ganzen aber eine richtig gute Note gibt. Der Übergang von Song zu Song scheint nahezu Nahtlos vonstatten zu gehen. Es ist also kein Album das man sich mal kurz anhört. Man muss es sich wahrlich komplett reinziehen. Es heißt ja „die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn“ sei sehr dünn, und hier wurde hin und her gesprungen. Für feinfühlige Menschen ist es aber wohl eher nichts, man muss schon ordentlich harte Ohren haben um das durchzustehen. Aber für die Jenigen ist es eine rund um gelungene Platte. Was man leider sagen muss, es gibt keinen wirklich genialen Ausreißer. Der einzige „Ausreißer“ auf der Scheibe ist der letzte Track, der von den anderen eher Durchschnittlichen Spielzeiten schon etwas abweicht. Dieser geht glatt 16:11, davon 10 Minuten doomlastige Beschallung, welche sich schon nach kurzer Zeit als bedrücktes Gefühl ausbreiten. Die Letzten 6 Minuten sind einfach wirre Gitarrengeräusche und eigentlich nur störend. |
| FAZIT: Dieses Album ist wohl wirklich Geschmackssache der eine mag es der andere hasst es. |
| WERTUNG: 8/10 |
| MySpace: www.myspace.com/deadfleshfashion |
| ROB ZOMBIE - Hellbilly Deluxe 2 [Hard-Rock] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 02.02.10 |
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Künstler: Rob Zombie Album: Hellbilly Deluxe 2 Genre: Hard-Rock Label: Roadrunner Records Rel.Date: 29.01.2010 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Roadrunner Records für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 1. Jesus Frankenstein 2. Sick Bubblegum 3. What? <<< Anspieltipp 4. Mars Needs Women 5. Werewolf, Baby! 6. Virgin Witch 7. Death and Destiny Inside The Dream Factory 8. Burn 9. Cease to Exist 10. Werewolf Women of the SS 11. The Man Who Laughs |
| REVIEW: 1996 entschloss sich Robert Bartleh Cummings die Band „White Zombie“ zu verlassen und das Soloprojekt „Rob Zombie“ ins Leben zu rufen. „Hellbilly Deluxe“ wurde 1998 auf den Musikmarkt geworfen und fuhr direkt eine 3-fache Platinauszeichnung in den USA ein. Gute 12 Jahre nach seinem Debutalbum präsentiert er uns nun „Hellbilly Deluxe 2“ ... ein würdiges Nachfolgealbum? - Sicherlich nicht. Das Cover ist Rob-Zombie-Like und das Booklet ist gut durchdacht und sehenswert, doch das reißt es auch nicht mehr raus. |
| FAZIT:
Vergleicht man also „Hellbilly Deluxe“ und „Hellbilly Deluxe 2“ muss man leider feststellen, das Rob nachgelassen hat. Die besungenen Kreaturen sind zwar noch immer merkwürdig und die Texte noch immer recht nett anzuhören, doch die Verpackung stimmt nicht mehr. Ein Revival ist aus musikalischer Sicht ausgeschlossen. |
| WERTUNG: 5.0/10 |
| Offizielle Homepage: www.robzombie.com MySpace: www.myspace.com/robzombie |
| Superbutt - You And Your Revolution (Heavy Rock / Modern Metal) |
geschrieben von: Andreas vom 09.01.10 |
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Künstler: Superbutt Album: You And Your Revolution Genre: Hard Rock / Metal Label: Tiefdruck Musik Rel.Date: 06.11.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Tiefdruck Musik für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. Last Call 02. Killer 03. Figure 04. In Vain 05. Lift Her 06. With Nails 07. You And Your Revolution 08. Mother's Day 09. Gone Far 10. Blisters |
| BAND: András Vörös (vocals) Tamás Práznek (guitar) Attila Kovacs (guitar) Zoltan Prepelicza (bass) Péter Szücs (drums) |
| HINTERGRUNDINFO: "You And Your Revolution" ist bereits das 4. Studio Album der ungarischen Band. Bisher war mir die Band vollkommen unbekannt, aber laut dem Promozettel, der der CD beilag, sind die Jungs in ihrer Heimat wohl echte Stars. Nominierung beim Hungarian Grammy Award, zwei gewonnene Hungarian Metal Awards (beste Studioproduktion und bestes Albumcover, zweiter Platz in der Kategorie "Album des Jahres 2008", Berichte in der ungarischen BRAVO, Festivalsupport für Clawfinger, Ignite, Soulfly, Pro-Pain, im April 2009 Support für In Flames... und bei der Vorstellung des neuen Albums im heimatlichen Budapest war die Petöfi Hall mit 6000 Leuten ausverkauft. Abgemischt und teilweise aufgenommen wurde "You And Your Revolution" im Fear And Loathing Studio in Stockholm. Die Produktion haben dabei Jocke Skog und Zak Tell von Clawfinger übernommen, womit es dann auch nicht verwundert, das man Zak Tell auf dem ersten Song singen hört. Zum Bandnamen: |
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REVIEW: Der Anfang des Albums dürfte von manchen mit großer Freude und von anderen mit einem Stirnrunzeln aufgenommen werden. Zak Tell von Clawfinger und András teilen sich den Gesang und der Clawfingereinfluss ist deutlich hörbar. Die Superbutt-Trademarks sind vorhanden, aber nimmt man András' Gesang raus, könnte man den Song auch ohne große Schmerzen auf einer der letzten beiden Klauenfinger Scheiben unterbringen. Mir persönlich gefällt der Mix ausgezeichnet und so hab ich von der ersten Sekunde an Spaß! Anspieltipps: Figure, Lift Her, With Nails |
| FAZIT: Alle Songs sind sehr eingängig und auch wenn das Rad nicht neu Erfunden wurde ist das Songwriting alles andere als langweilig. András' Stimme bleibt einem nach dem ersten Durchlauf sofort in Erinnerung. Abgesehen von "You And Your Revolution" und "Mother's Day" kann man auf jeden Song schön abfeiern und selbst diese beiden muss man nicht unbedingt skippen. Hoffentlich hört man noch mehr von Superbutt und bis es soweit ist: Kauft erstmal dieses Album! |
| WERTUNG: 8/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.superbutt.net MySpace: http://www.myspace.com/superbutt Amazon: Superbutt |
| Nemhain - From The Ashes (Rock/Punk/Metal) |
geschrieben von: Andreas vom 06.01.10 |
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Künstler: Nemhain Album: From The Ashes Genre: Rock / Punk / Metal Label: Tiefdruck Musik Rel.Date: 22.01.2010 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Tiefdruck Musik für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. From The Ashes 02. ANA 03. Clear My Eyes 04. Second Skin 05. Girls Like Honey 06. Dirty Weekend 07. Jane Doe 08. Heroin Child 09. Mr Bronson 10. Babylonia 11. The Filth & The Fury 12. Speed Queen |
| BAND: Amber Erlandsson (vocals) Lakis Kyriacou (guitar) Sam Astley (guitar) Lisa Dickinson (bass) Adrian Erlandsson (drums) |
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HINTERGRUNDINFO: 2006 gegründet gabs auch gleich im Gründungsjahr eine EP namens "Blood Runs Free", die im Rock Hard Magazin zum Demo des Monats gekürt wurde: "Wenn der Rest des Materials der Band so eingängig und fetzig wie das der EP daherkommt, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich diese Combo etabliert hat." |
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REVIEW: Es gibt viele Alben, die einen bei den ersten wenigen Durchläufen einfach nur mit ihrer Energie wegpusten, die dann aber mit der Zeit immer langweiliger werden, weil die Substanz fehlt. Bei "From The Ashes" ist genau das Gegenteil der Fall. Nachdem ich die Scheibe auf Dauerrotation im Player hatte, als sie bei mir ankam, dachte ich am nächsten Tag, dass jetzt wohl die "Arbeit" anfangen würde, die das Schreiben einer Rezension nun mal ab und an ist. Weit gefehlt! Die Songs gefielen mir noch besser als zuvor, denn jetzt kannte ich die Melodien und einige Textzeilen und konnte mehr denn je mitrocken und -singen. Das Songwriting ist dabei auch alles andere als Substanzlos. From The Ashes ANA Clear My Eyes Second Skin Girls Like Honey Dirty Weekend Jane Doe Heroin Child Mr Bronson Babylonia The Filth & The Fury Speed Queen Anspieltipps: Second Skin, Mr Bronson, Speed Queen |
| FAZIT: Es fiel mir selten so schwer, Anspieltipps auszusuchen, weil ich einfach mit dem gesamten Werk einen Mordsspaß habe. Wer Punk überhaupt nicht abkann, sollte allerdings die Finger von diesem Album lassen, dafür ist der hier zu stark vertreten. Wer allerdings energiegeladenen Rock mit Punkeinschlag und einer Prise Düsterniss hier und da mag, sollte unbedingt zuschlagen - klare Kaufempfehlung! |
| WERTUNG: 8,5/10 |
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Video zur Single "Second Skin":
MySpace: http://www.myspace.com/nemhainband |
| Hardcore Superstar - Beg For It (Glam-Rock / Metal) |
geschrieben von: Fabian vom 17.12.09 |
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Künstler: Hardcore Superstar Album: Beg for it! Genre: Glam-Rock/ Metal Label: Nuclear Blast Rel.Date: 05.06.09 |
DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei der cmm GmbH für das zur Verfügung stellen des Albums.
TRACKLISTE:
01. This Worm's For Ennio
02. Beg For It
03. Into Debauchery
04. Shades Of Grey
05. Nervous Breakdown
06. Hope For A Normal Life
07. Don't Care 'Bout Your Bad Behaviour
08. Remove My Brain
09. Spit It Out
10. Illegal Fun
11. Take Them All Out
12. Innocent Boy
BAND:
Joakim Berg(vocals)
Vic Zino (lead guitar)
Martin Sandvick(bass)
Magnus Andreasson(drums)
REVIEW:
Die Glam-Rocker von Hardcore Superstar, die einst als Nachfolge der Crüe gefeiert worden sind, wollen mit Ihrem neuem Album "Beg for it" vor allen Dingen eins zeigen, nämlich mehr Härte und intensivere Gitarrenarbeit.
Nach einem wunderbaren Intro mit Namen " This Worm's For Ennio" im alten Westernstyle á la "Spiel mir das Lied vom Tod" geht es direkt los mit der Debut-Single "Beg for it". Schon hier merkt man dem Album an, dass kein purer Glam mehr gespielt wird sondern, dass die Jungs es krachen lassen ohne aber dabei völlig von Ihrem Stil ab zu kommen.
Die nächsten Lieder sollen dies unterstreichen. Allerdings merkt man den Songs, beispielsweise " Into Debaucherry", stellenweise an, dass die Band scheinbar nicht immer das erreicht hat, was Sie mit Ihrem Album angepeilt hat. Der Song ist eine Mischung aus alten und neuen Taten und lässt so eine klare Linie vermissen. Die nächsten Songs einschließlichem der ruhigen Halbballade "Hope for a normal Life" hingegen sind deutlich stärker und lassen einen alles andere als kalt und treffen ins Ziel. "Hope for a normal life" ist nämlich der perfekte langsame Opener für einen der absoluten Übersongs von "Beg for It", nämlich "Don't Care about your bad behaviour". Wer hier nicht mitbangt und zwangsläufig die Luftgitarre schwenkt hat im Rock 'n' Roll nichts zu suchen.
Nun beginnt der zweite Teil des Albums der etwas abfällt und nicht mehr die Überraschungen des Ersten bietet aber zweifelsohne Stärken besitzt. "Spit it out" und "Illegal Fun" können nicht mehr an die Klasse eines "Don't Care.." reichen und sind dennoch starke, vom neuen Stil geprägte Songs.
"Innocent Boy" schließt das Album letztendlich ab und lässt das Album enden wie es angefangen an.
Anspieltipps: Beg for it; Don't Care 'bout your bad behaviour; Illegal Fun
FAZIT:
Abschließend muss man sagen, dass die Leute die HSS wegen Ihrem teils grandiosem Glamrock lieben hier auf andere Musik stoßen und eventuell sogar verärgert sein könnten. Alle anderen erwartet ein gutes Album, das zwischen GlamRock aber weistestgehend Richtung Metal anzusiedeln ist. Es bleibt abzuwarten wie die Fangemeinde das Album aufnimmt und in welche Richtung HSS sich entwickeln werden.
WERTUNG:
8,5/10
www.hardcoresuperstar.com
www.myspace.com/hcssgbg
| Eisenpimmel - Füsse hoch, Fernsehen an, Arschlecken! (Punk) |
geschrieben von: Matze vom 24.10.09 |
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Künstler: Eisenpimmel Album: Füsse hoch, Fernsehen an, Arschlecken! Genre: Punk Label: Kaputte Jugend (Broken Silence) Rel.Date: 25. September 2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich beim Versandhandel für die schnelle Zusendung des Albums. |
| BAND: Bärbel Rotzky (Gesang) Siggi Katlewinski (Gesang) Wolle Pannek (Gitarre*) Mütze (Gitarre*) Karl Arsch (Bass*) Addi Kalupke (Schlagzeug*) Computer (nur Huka-Tschaka Töff Töff) *außer Huka-Tschaka Töff Töff |
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HINTERGRUNDINFO: Hallo Musikfreunde, |
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REVIEW: Ausnahmsweise mal ein Review Song für Song: 1 Pommes in den Straßen"P.O.M., P.O.M., P.O.M. M.E.S. in den Straßen, ..., was ist niemals ausverkauft? POMMES Wat hat ganz viel Working Class? ... Pommes in den Straßen..." Eine wundervolle Ode an unser aller Lieblingsfras: die Pommes. Griffiger Beat und wunderbarer Mitsingrefrain in bestem Ruhrpottplatt. 9/10
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| Fazit: anständiger Prollpunk ausm Pott Gesamtschnitt: 6,125 sagt jedenfalls der Taschenrechner. Ich runde das auf Sieben auf, die zwei Ausfälle sind zu verschmerzen. Mit mehr Bier intus wird das Album eh zur 12/10 ;-) Erwähnung finden sollte hier auch noch das ca. 3 Euro teurere Boxset "Gammelfleisch süß-sauer" aus der Hartz IV Gourmetküche bei Kaputte Jugend Records. Darin enthalten: ein original unterschriebener Bierdeckel Marke "Duisburger Fußpils" mit Echtheits-Zertifikat, ein Flyer der "Pizzeria Spacko" und die Fernsehzeitung "TV Pimmel". Bei den Extras hat man sich wirklich Mühe gegeben, die Pizza Punk mit frischen, bunten Haaren und großem A würde ich mir jedenfalls bestellen. Die Fernsehzeitung beschreibt die Sendungen für irgendeine Woche im privat Fernsehen, das beste für Hartz IV Empfänger und andere Vollidioten. Herrlich! Wer für den Spaß die paar Kröten mehr investieren will, soll das ruhig tun. Lohnt. |
| WERTUNG: 7/10 |
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Offizielle Homepage: www.kaputtejugendrecords.de |
| Tendencia - Rebeldes / Confidencia (Hardcore / Heavy Metal) |
geschrieben von: Matze vom 21.10.09 |
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Künstler: Tendencia Album: Rebeldes (2005) / Confidencia (2009) Genre: Hardcore / Metal / Cuba Label: EGREM (Kuba) / Santo Grial (Spanien) |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei der Band für das zur Verfügung stellen der Alben. |
| TRACKLISTE: Rebeldes 1. Tendencia - Rebeldes 2. Tendencia - Infamia 3. Tendencia - Discurso 4. Tendencia - Obbatala 5. Tendencia - Aché pá te 6. Tendencia - Payaso 7. Tendencia - Texto necesario 8. Tendencia - Hasta Siempre 9. Tendencia - Al Machete! 10. Tendencia - Brujo 11. Tendencia - America 12. Tendencia - Timbarro Confidencia 1. Tendencia - A degüello 2. Tendencia - Clandestinos 3. Tendencia - Llanto del desierto 4. Tendencia - Punto 5. Tendencia - Guantánamo 6. Tendencia - Estoy como nunca 7. Tendencia - Toda mi fuerza 8. Tendencia - Pal chapeao 9. Tendencia - Guantanamera (con Fe de Ratas) 10. Tendencia - La tumba que tumba |
| BAND: Kiko - Guitar, Keyboard, Vocals Sergio - Guitar Vaquero - Vocals Guille - Drums Israel - Percusion Alfredo - Bass |
| HINTERGRUNDINFO: Tendencia sind eine Metal Band aus Kuba und seit 1994 aktiv, seit 99 wird in der aktuellen Besetzung gespielt. Das erste Album “Re-evolución” wurde 2001 beim deutschen Label System Shock verlegt, während "Rebeldes" dann nur in Kuba bei EGREM erschien. Das aktuelle Album labelt bei Santo Grial aus Spanien. Mit Rebeldes gewannen sie den wichtigsten Musik Award Kubas den Cubadisco Award, Cuerda Viva Award, Cubaneo Award und den D..Arte Award. Dieses Jahr waren sie für den Cubadisco erneut nominiert als "best Rock Album of the year". Spätestens seitdem sind sie auch über die Grenzen Kubas hinaus bekannt, auf der Insel selbst sind sie Berühmtheiten und geben Konzerte vor 5000 Leuten. Sie engagieren sich außerdem in der Organisation Asociación Hermanos Saiz (AHS), einer Gruppe von Künstlern unterschiedlichster Coleur, die sich selbst unterstützen und z.B. Auftritte oder Galerie Austellungen organisieren. Im Sommer 2009 tourten die Jungs, erstmals außerhalb Kubas, durch Deutschland mit einigen Club Gigs und Festival Auftritten, u.a. Death Over Düsseldorf, Trebur Open Air, Dithmarsher Rock Festival und in Berlin auf dem DKP Sommerfest. Organisiert wurde diese Tour von dem deutschen Reiseveranstalter mundo-libre, der sich nicht auf reine Urlaubsreisen versteht sondern auch politische und weiterbildende Reisen macht, zusammen mit Cuba Si!, einer Arbeitsgruppe der Linken die sich um Exil Kubaner kümmert. |
| REVIEW: Tendencia haben einen eigenwilligen Sound, eine Mischung aus Hardcore, Heavy Metal und kubanischer Musik. Man wird sofort an Sepultura und Soulfly erinnert, aber der Unterschied zwischen Karibik und Brasilien ist groß genug um der Band auch etwas ganz eigenes zu geben. Die wütenden Gitarren werden von sanftem karibischem Getrommel und dann wieder von harten Riffs abgelöst. Zwischendurch mischen sich auch mal Bläser oder ein Klavier ein. Der Mix ist trotzdem sehr gelungen, kein Element fällt negativ auf. Die vielen Preise für Rebeldes sind auf jeden Fall gerechtfertigt, ein abwechslungsreicheres Metal Album habe ich lange nicht gehört. Schnell und wütend, dann wieder ruhig und besonnen, Hardcore und Heavy Metal in Einklang gebracht mit kubanischem Flair. Die Namen der Stücke, z.B. Payaso (Clown), Infamia (Schande), Discurso (Rede) - im Refrain von "Hasta Siempre" intoniert von Gastsängerinnen hört man Namen wie Commandante Che Guevara und Presidente heraus. So setzt es sich auch beim zweiten Album fort: Clandestinos (Schwarzarbeiter), Toda mi fuerza (ganz meine Stärke), Guantánamo. Ich kann leider kein Spanisch und habe keine Übersetzungen gefunden, daher kann ich nur mutmaßen, würde hier aber politische Inhalte vermuten. Auch wenn das in Kuba durchaus schwierig sein kann. In verschiedenen Interviews wurden von der Band Themen wie die Unterdrückung der Armen, Rassismus, aber auch der wachsende Tourismus in Kuba kritisch bewertet. Auf dem aktuellen Album "Confidencia" (eine vertrauliche Mitteilung) geht die Band deutlich härter und schneller ans Werk. Das längste Stück "Llanto del desierto" (6:21) sticht besonders hervor: ein sehr modernes Synthie Intro zu orientalisch klingender Melodie geht über in ein die drumbetonte und gegrowlte erste Strophe, dann wechselt der Sänger in seine Singstimme worauf schon wieder der nächste Wechsel folgt. Später folgt eine fast schon gerappte Passage, auf die eine Folge von Hardcore und einigen schicken Gitarren Soli folgt, die auch im Power Metal Platz hätten. Es klingt trotzdem als wäre es aus einem Guss. Genauso verhält es sich bei "Guantánamo". Großartig! Insgesamt klingt das Album besser produziert als der Vorgänger, die Drums haben mehr Druck, die Gitarren klingen satter. |
| FAZIT: Beide Alben gehen gut ab und der Stilmix ist klasse gelungen. Um den Texten aber auch nur annähernd folgen zu können sind gute Spanisch Kenntnisse gefragt. Da ich die nicht beurteilen kann, wäre für jemanden mit Textverständnis durchaus noch ein Punkt zu addieren. Für Rebeldes gibt es 7, für den besseren Sound bei Confidencia 7,5 Punkte. Beide Alben haben ihre Stärken und Schwächen, Confidencia tritt als abwechslungsreicher hervor. Eine echte Abgrenzung zu ziehen fällt trotzdem schwer, zwei sehr solide Alben. Wer sich selbst ein Bild machen will sollte auf der MySpace Seite vorbei schauen, dort sind Hörbeispiele und jede Menge Live Videos verlinkt. |
| WERTUNG: 7,0 und 7,5/10 (je +1 für Spanischkönner) |
| MySpace: www.myspace.com/Tendenciacuba YouTube: www.youtube.com/user/rockcubano |
| Megadeth - Endgame (Thrash Metal) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 16.09.09 |
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Künstler: Megadeth Album: Endgame Genre: Thrash Metal Label: Roadrunner Records / Warner Rel.Date: 11. 9.2009 |
| TRACKLISTE: 01. Dialectic Chaos 02. This Day We Fight! 03. 44 Minutes 04. 1,320 05. Bite The Hand That Feeds 06. Bodies Left Behind 07. Endgame 08. The Hardest Part Of Letting Go... Sealed With A Kiss 09. Headcrusher 10. How The Story Ends 11. The Right To Go Insane |
| BAND: Dave Mustaine - Vocals, Guitars Chris Broderick - Guitars James Lomenzo - Bass Shawn Drover - Drums |
| HINTERGRUNDINFO: Wenn man von Megadeth spricht, könnte man genauso gut von Dave Mustaine sprechen, denn der Sänger und Lead-Gitarrist ist das einzige konstante Bandmitglied seit 1983. Man kann bei vielen Magazinen nachlesen, dass sich Megadeth vor allem durch die Vocalparts auszeichnet und diese Anmerkung macht bei der Vorgeschichte auch Sinn! Wenn man die ganze Sache noch etwas genauer betrachtet, war Megadeth von Anfang an eine viel versprechende Band. Dave Mustaine gründete nach dem Rauswurf bei Metallica mit Kerry King (Slayer) und dem Schlagzeuger Lee Rash die Band Megadeath. |
| REVIEW: Mit „Endgame“ wir erneut klar, warum Megadeth noch immer am Leben ist. Der Opener „Dialectic Chaos“ ist instrumental gehalten, wodurch man mental auf das Album eingestimmt wird. Bei dem Übergang zu „This Day We Fight!“ ist es fragwürdig, warum „Dialectic Chaos“ nicht einfach als Intro benutzt wurde, denn der Übergang ist nahezu perfekt. Es ist immer wieder schön, ordentlichen Metal um die Ohren gebrettert zu bekommen und „This Day We Fight!“ ist dazu ideal – wir sprechen hier von einem Speedmetalbrecher à la kicking your ass! Im Anschluss gibt es direkt „44 Minutes“, das Stuck ist sehr emotional und stark gehalten, doch sehr schade, dass der Sprechgesang - den wir zu genüge von Megadeth kennen - im Vordergrund steht. „1,320“ - einmal auf die Überholspur bitte! Ein sehr Megadeth typischer Song, der von einem anfänglichem melodiösem Beginn getragen wird, doch nach dem Startschluss immer schneller und härter wird – das Finale wäre dann wohl das Solo, dass ordentlich in die Gehörgänge eindringt. Bei „Bite The Hand“ gibt es eigentlich nennenswertes zu berichten, die typischen Megadeth Fassetten sind vertreten und der Track macht – wie das bisherige Endgame Album – ordentlich Laune. Das Folgestück „Bodies“ hat mich überrascht ... es zählt zu den besten Tracks auf dem Album und bietet eine ausgedehnte Abwechslung – vom drückenden Bass über den ausgefallenen Refrain bis hin zum schnellen melodiösen Abgang ist hier alles vertreten. Der Titelsong „Endgame“ ist sehr auf die Instrumente fixiert, besticht aber auch durch den Sprachgesang von Dave Mustain. So kennen wir Megadeth! Ich war sehr überrascht, dass es sich bei dem darauf folgenden Stück „he Hardest Part Of Letting Go... Sealed With A Kiss“ um eine sehr gut gelungene Ballade handelt. Ein Sehr atmosphärisches Stück, das alles hat, was eine Metal-Ballade benötigt. „Head Crusher“ zieht einen sehr brutal aus der vorherigen Stimmung und weist einen zurück in die Schranken von Endgame. Brachial wird man in die Reinkultur des Metals gestoßen, sehr schönes Stück! Na, Interesse an einer Zeitreise? Das bekommt ihr bei „How The Story Ends“. Im Stil der 90er Jahre, der Jugenderinnerungen wach werden lässt. Das Stück ist nicht ganz so ausgefeilt, wie die sonstigen Megadeth Songs, liegt aber wohl auch daran, dass dies einer von 2 Songs auf Endgame ist, der nicht aus der Feder von Dave Mustain stammt. „The Right To Go Insane“ ist das 2. Stück, dass ich gerade angesprochen habe. Beide Tracks sind gut hörbar und fügen sich in das Album sehr linear ein. Dank der Experimentierfreudigkeit von Megadeth können wir bei Endgame von keiner schlechten Kopie eines vorherigen Albums sprechen ... natürlich gibt es immer wieder Übereinstimmungen mit vorherigen Alben, aber genau das wollen wir doch?! - Ein Wiedererkennungswert muss vorhanden sein, dass wir es als ein weiteres Werk in einer langen Produktionskette anerkennen. |
| FAZIT: Megadeth schaffen es erneut die Fans bei Laune zu halten. Fan oder nicht, ihr solltet euch Endgame nicht entgehen lassen, das Album kann sich sehen lassen! |
| WERTUNG: 9.5/10 |
| Offizielle Homepage: www.megadeth.com MySpace: www.myspace.com/megadeth |
| Goja Moon Rockah - Disco Dracula [Elektro-Pop] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 09.09.09 |
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Künstler: Goja Moon Rockah Album: Disco Dracula Genre: Elektro-Pop Label: echozone Rel.Date:9.10.2009 |
TRACKLISTE:
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BAND: |
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| REVIEW: Ich freue mich immer wieder über alte Bekannte schreiben zu können. Genau dies ist heute der Fall ... Goja Moon Rockah haben bei „echozone“ eine neues zu Hause gefunden und veröffentlichen im Oktober ihr neues Album „Disco Dracula“. Das Trio Goja Moon Rockah produzieren starken Elektro-Pop, der definitive tanzfähig ist. Das Scheibchen startet mit „Es Regnet In Hamburg“, einer kleinen Einführung in das Album. „Minimale Totale“ setzt den Start direkt um und liefert zugleich eine kleine Bandvorstellung. Bei „Radio Hit“ musste ich ordentlich schmunzeln, da es mich selbst ja auch etwas betrifft ... der dazu gehörige „Radio Hit (Wet 'n' Wild Santa Hates You Remix)„ ist etwas härter, doch hält sich an die Grundstruktur und bietet einen einfachen Grundrhythmus. Die ersten Sekunden von „Banana Split“ fühlte ich mich in meine Kindheit zurück versetzt, die Melody entspricht des Werbesongs der alten Atari-Spielekonsole. Amüsiert höre ich mich weiter durch das Album und stelle fest, dass ich den Titelsong erreich habe. „Disco Dracula“ beginnt überraschend ruhig, doch entwickelt sich der Track recht zügig zu einem Tanzstück, das in jeder Diskothek Zuspruch finden würde. „Heavy Metal Computer“ erzählt eine seichte Liebesgeschichte zwischen dem Benutzer und seinem Computer, diese Geschichte soll einen Hauch von Glück vermitteln und sie schafft es auch wirklich – das Heavy Metal im Titel hat aber keine tiefere Bedeutung für die musikalischen Auswirkungen, das Stück ist wie gewohnt im Elektro-Pop Stil. Etwas dramatisch gehalten wirkt „Mein Vampir“, dagegen wirkt „Hey Sugar“ einfach nur düster. Partymusik erwartet man bei „Vampire Party“ und man bekommt sie auch, ein amüsanter Text ziert das Ganze und ich denke, man könnte es sich auch bei einem Glas Rotwein anhören. |
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| FAZIT: Entweder gefällt es einem, oder eben nicht. Die Fans werden weiterhin Fans bleiben und es werden sicherlich neue hinzukommen. |
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| WERTUNG: 7.0/10 |
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| MySpace: www.myspace.com/gojamusic Amazon: Goja Moon Rockah - Disco Dracula |
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| Stone Lake - Shades Of Eternity [Melodic - Power Metal] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 06.09.09 |
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Künstler: Stone Lake Album: Shades Of Eternity Genre: Melodic - Power Metal Label: 7HARD Rel.Date: 15.05.2009 |
| TRACKLISTE: 01. Shade Of Eternity 02. Raise Your Hands 03. End Of The World 04. Rescue You 05. Dangerous 06. Can't Steal Your Heart 07. Revolution 08. Treat Me Right 09. Rage Of A Lion 10. Fly Out |
| BAND: Peter Grundström (vocals) Jan Akesson (guitar) Jaime Salazar (drums) Anders Rydholm (bass) |
| REVIEW: Heute dreht sich mal wieder Alles um die Schweden, um genau zu sein um Stone Lake. |
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FAZIT: |
| WERTUNG: 5/10 |
| Offizielle Homepage: www.stonelake.se Amazon: Stone Lake - Shades Of Eternity |
| Dampfmaschine - I Love My Body (Punkrock / Hardrock) |
geschrieben von: Matze vom 18.08.09 |
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Künstler: Dampfmaschine Album: I Love My Body Genre: Punkrock / Hardrock Label: Bitzcore / Indigo Rel.Date: 2008 |
| TRACKLISTE: 1. Volle Breitseite 2. I Love My Body 3. Kurz Und Klein 4. Seewolf 5. Nous Sommes Des Agents Provocateur 6. Bin Mal Kurz Weg 7. Nicht Mit Mir 8. Alles 9. Bad Trip 10. Los Paul 11. Leeres Herz 12. Das Wird Nix 13. Deine Schuld 14. Abgehen 15. Unsichtbare Hand 16. Strenges Mädchen |
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BAND: |
| HINTERGRUNDINFO: Die Dampfmaschine rollt durch Deutschland und einer der anhängten Waggons dahinter enthält definitv eine Ladung Turbonegro. Direkt daneben steht ein Karton mit hartem Deutschpunk und irgendwo im Zug findet man auch noch echten Rock'n'Roll neben ein paar frischen Rapplatten. Mit dieser Mischung haben Dampfmaschine im letzten Jahr ein Album an einem Tag an einem Stück eingespielt, herausgekommen ist das vielschichtige und Energie geladene Album "I Love My Body" mit 16 Stücken, die weitgehend unbearbeitet und im originalen Livemix erhalten geblieben sind. |
| REVIEW: Es geht zwar immer "Volle Breitseite" nach vorne, die Texte laden aber immer wieder dazu ein auch mal innezuhalten und ein wenig zwischen die Zeilen zu gucken. Auch wenns nur ums "Abgehen" geht, steckt doch mehr dahinter als nur stumpfes rumgepoge. Lied 14 auf dem Album ist nicht nur live ein Kracher, weil soviel Kraft dahinter steckt und man definitiv nicht anders kann als abzugehen, aber der Text gibt noch mehr dazu. "Wenn wir nicht abgehn, gehen wir ein / Gehen wir nich zusammen, dann gehen wir allein /..." wir Musik Verrückten. Auch wenn wir anders sind als andere, wir sind trotzdem alle zusammen und haben Spaß. Das Titelstück "I Love My Body" beschreibt eigentlich genau das Gegenteil von dem was der Titel aussagt. Denn wenn man seinen Körper liebt, frisst man doch eigentlich nicht immer mehr und mehr und will fetter werden oder etwa nicht? "Bad Trip" erzählt nicht nur vom Drogenmissbrauch, sondern auch davon wie man als Außenstehender Probleme damit haben kann. Und so zieht sich das über die ganze Länge des Albums, ständig sieht man noch ein Bild hinter den Texten. |
| FAZIT: Die Herstellerangaben verraten einem das Siggy Rock singt, die Batterie von Schnalli bedient wird, Untenrum wird von Rave Paulsen abgedeckt und an den Drähten musizieren Hase & Johnny Fitten Vegas. Diese ganze Dampfmaschine drängt selbst in den ruhigen Lieder immer voran, alle Leute geben ständig Vollgas, was der wilden Mischung noch einen extra Kick gibt. Funky Rock'n'Roll Baby! |
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WERTUNG: inklusive einem halben Pluspunkt für die Live Aufnahme |
| Offizielle Homepage: www.immerdampf.de MySpace: www.myspace.com/gwots Amazon: www.Amazon.de |
| Stroker Ace - Stroker Ace (Classic Hard Rock) |
geschrieben von: Thominator vom 07.08.09 |
| Künstler: Stroker Ace EP: Stroker Ace Genre: Classic Hard Rock Label: Herman Frank Rel.Date: 12. April 2009 |
| DANKSAGUNG: Vielen Dank an Stroker Ace für die Zusendung Ihrer aktuellen EP. |
| TRACKLISTE: 01. White Line 02. Backseat Rhytm 03. Stiff for Life |
| BAND: Julez (guitar / vocals) Mo (lead guitar) Konsti (bass / back. vocals) Armin (drums) |
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REVIEW: „Stiff for life“ regt die Nackenmuskeln an, da fällt es einem wirklich schwer den Kopf ruhig zu halten. Es kommt einem alles sehr bekannt vor, wie ein Deja-vu , ein Sound den man fasst schon vergessen hat, wird hier zelebriert. Zu erkennen ist, dass sie nicht den Classic Hard Rock verbessern wollen, sie wollen ihn nur weiterleben lassen und den Leuten dieses Genre näherbringen, was ihnen auch teils sehr gut gelingt mit dieser EP.
Besonderheit: Die CD ist im Vinyl Style gehalten und es liegt ein stylischer Stroker Ace Aufkleber bei. |
| FAZIT: Diese EP ist nicht nur für die Generation die mit Hard Rock aufgewachsen ist, sondern auch für die jenigen die mit diesem Genre nicht so ganz vertraut sind. |
| WERTUNG: 8/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.stroker-ace.de MySpace: http://www.myspace.com/strokeraceband |
| Cripper - Devil Reveals [Thrash Metal] |
geschrieben von: Andreas vom 09.07.09 |
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Künstler: Cripper Album: Devil Reveals Genre: Thrash Metal Label: SAOL / H'Art Rel.Date: 19.06.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei der cmm GmbH für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. Helix 02. I [...] 03. Life Is Deadly 04. Kids Killing Kids 05. Caged With A Gun 06. Junkie Shuffle 07. More Than 4 08. I Am The Pit 09. Devil Reveals 10. FAQU 11. Methods In Madness 12. Hysteria |
| BAND: Britta Görtz (vocals) Christian Bröhenhorst (guitar) Jonathan Stenger (guitar) Bass-T Helwig (bass) Dennis Weber (drums) |
| Cripper sind eine Band, die wenig mit langer Warterei anfangen können. Nachdem sich der verrückte Haufen (lest euch unbedingt die Bandvorstellung auf www.cripper.de durch!) 2005 zusammen gefunden hatte, gabs noch im gleichen Jahr die selbstproduzierte 6-Song Demo "Killer Escort Service". 2006 waren sie auf dem Metalcamp Festival zu hören, 2007 gewannen sie den Contest vom Queens of Metal und den Battle of Metal, spielten auch wieder auf dem Metalcamp und hauten ihr erstes Album "Freak Inside" raus. 2008 machten sie den Support für Vader, waren erneut auf Festivals unterwegs und "Freak Inside" wurde in erweiterter Fassung und für den europaweiten Vertrieb re-released. Über März und April 2009 wurde das neue Album "Devil Reveals" eingezimmert, über das ich euch nun mehr erzählen möchte. Was viele, die Cripper das erste Mal hören, nicht glauben können: Das ist tatsächlich eine Frau am Mikrofon. Im Gegensatz zu Angela Gossow (Arch Enemy), bei der man die Weiblichkeit bei näherem hinhören durchaus hört, hört man hier so ziemlich gar nichts weibliches. Das soll nichts negatives heißen, zum Thrash passt die Stimme wie Arsch auf Eimer! |
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REVIEW: Was mich bei vielen Intros diverser Alben langsam nervt, gibts bei "Helix", dem Intro dieser Scheibe hier, nicht. Es wird nicht auf mystisch gemacht, es gibt kein ellenlanges Gesabbel und O-Töne, es geht direkt mit satten Gitarren zu einem schwungvoll getragenen Drumbeat los. Von Anfang an ist man auf Metal gepolt und das wird dann auch geliefert. "I [...]" pumpt dem geneigten Mosher mit einem klassischen Thrashbeat die Haare aus dem Gesicht, dass es eine wahre Freude ist. "Life Is Deadly" macht ebenso wenig Gefangene. Eine kurze Ruhepause bietet die Einleitung von "Kids Killing Kids" die dann zu einer Midtempo-Wumme übergeht, der die saubere Produktion sehr gut steht. Schön abwechslungsreich kommt "Caged With A Gun" daher. Flottes Gebolze, Midtempo-Parts und ordentliche Brücken wechseln sich sehr passend ab und man ertappt sich immer wieder beim spontanen Mitwippen. Wenn man dazu noch den Refrain kennt, bekommt man auch spontan Bock aufs Mitgröhlen. "Junkie Shuffle" präsentiert sich als solider Thrasher, ohne große Höhen und Tiefen. "More Than 4" setzt sich auf die gleiche Bank: muss man nicht skippen, gefällt, aber nicht wirklich lebensnotwendig. Ob "I Am The Pit" im Hinblick auf ein feistes Circle Pit geschrieben wurde? Keinen Ahnung, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass es bei diesem kürzesten Song auf dem Album ordentlich im Pit abgehen würde. Flott und druckvoll, da macht der Pogo Spaß! |
| FAZIT: Alleine für die drei Songs "Devil Reveals", "FAQU" und "Hysteria" kann ich schon eine Kaufempfehlung aussprechen und lege sie euch somit auch gleich als Anspieltipps nahe. Aber es handelt sich hier um kein Oberkiller-und-paar-Filler-Werk, sondern um eine durchgehend gute Metalscheibe, an der man auch nach mehrmaligen Hören noch Spaß hat. Wer auf den Vorgänger "Freak Inside" stand, der wird hier sowieso seine helle Freude haben. Leider ist Brittas Stimme hier und da etwas limitiert, ansonsten wäre bei der Wertung noch ein Punkt mehr drin gewesen. |
| WERTUNG: 8/10 |
| Offizielle Homepage: www.cripper.de MySpace: www.myspace.com/bandname |
| Zero Illusions - Enter Eternity (Traditioneller Metal / Hardrock) |
geschrieben von: Thominator vom 06.07.09 |
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Künstler: Zero Illusions Album: Enter Eternity Genre: Traditioneller Metal / Hardrock Label: ZI Productions / Rough Trade Rel.Date: 16.07.200 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Starkult Promotion für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01.My Belief 02.Dont be Afraid 03.Am I Too Old 04.Face the Fortune 05.The Way I Live 06.Make This Complete 07.Left Alone 08.Once in My Life 09.What Remains 10.Like Yourself 11.The Moment I Fear |
| BAND: Bjorn Asking (vocals) Janne Lüthje (guitar) Tomas Reinerson (bass) André Holmqvist (drums) |
| REVIEW: Als ich den Bandnamen sah, dachte ich mir das könnte entweder traditioneller Metal sein oder Black Metal. Denn „Zero Illusions“ sagte mir gar nichts, weder die Beschreibung die beilag, welche die Biographie war (mit 8 Zeilen!), noch das Internet machte mich schlauer, welches Genre mich erwartet. In der Biographie steht, dass sie sich 2004 in Götheburg, Schweden, gegründet haben und seitdem in ihrem Heimatland sehr viel Erfolg haben müssen, denn sie haben unter anderem auf dem Metal Town und dem Sweden Rock Festival 2007 gespielt. „Enter Eternity“ ist ihr erstes voll Länge Album. Ebenso wurde die Band von dem Sweden Rock Magazine als „New Swedish Hope“ betitelt. So, genug Informationen verbreitet, ab ans Eingemachte. Anlage an, CD rein, Play. Schwungvoller, zackiger Anfang und sehr gute Abstimmung zwischen den Gitarren und den Drums. So fängt „My Belief“ an. Nur die Stimme sticht stark heraus, sie klingt wie eine Mischung aus Peter "Biff" Byford, dem Sänger von Saxon und Claudio Sanchez von Coheed & Cambria. Das ist selbst für meine Geschmack fast zu schrill, und teilweise einfach unpassend zum Sound der Instrumente. Die Melodie selbst ist sehr schleppend und wirkt teils einfach nur eintönig. Klingt einfach gestrickt, nach Hardrock, nach traditionellem Metal, aber durch den Gesang kommt es etwas in die Glammrock Schiene. Doch den Kopf bei dem Sound ruhig zuhalten ist sehr schwierig. Eine sehr dumpfe Gitarre leitet das nächste Lied, „Don´t be Afraid“ ein, bis er das Plec einmal kreischend die Saiten hoch zieht und der Song richtig in Fahrt kommt. Eine Gitarre folgt genau der Tonlage der Stimme im Refrain und macht sie dadurch Kräftiger. „Am I too old“ beginnt dagegen mit einer zupfenden Gitarre, aber ist wiedermal sehr eintönig und die Klänge wiederholen sich sehr häufig, was aber eigentlich gut passt. Ebenso fällt auf, dass man genau den Titelnamen im Refrain erkennt. „Face of the Fortune“ ist für mich einer der eindeutigsten Songs, die man in das Metal Genre einordnen kann. Schöner Tempowechsel und harter Gitarrensound. Mit einer HAMMER Melodie, die sehr schwer und schleppend daher kommt, beginnt „The Way I live“, die Melodie zieht sich auch durch den gesamten Song. Beim Refrain wird es etwas ruhiger, entspannter und fast schon hymnisch. „Make this Complete“ fängt sehr rockig an, schwenkt aber dann schnell zum Metal rüber. Bis auf die letzen 2 Songs, ändert sich kaum was, alles bleibt eintönig und ist nicht sehr anspruchsvoll. Ja, die letzen 2 Lieder, zum einen „Like Yourself“, das grenzt sich auch nur ab weil es einfach eine Hetzjagd ist und „The Moment I Fear“ ist das wohl rockiste Lied auf dem Album. Ich muss wirklich sagen, die ersten Male, als ich das Album hörte war es echt gut, mit richtig Ohrwurmfaktor, aber nachdem ich es doch sehr sehr oft gehörte habe, muss ich leider sagen, langweilt es doch zum Teil sehr stark, vor allem jeder Song hat ungefähr den gleichen Unterton... |
| FAZIT: Am Anfang ist das Album echt ein Kauf wert, doch nach einiger Zeit verschwindet es in den tiefen der Plattensammlung. |
| WERTUNG: 4.5/10 |
| Offizielle Homepage: www.zeroillusions.com MySpace: www.myspace.com/zeroillusion |
| Soaring - Analog Distress [Alternativ-Rock | Gothic] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 22.06.09 |
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Künstler: Soaring Album: Analog Distress Genre: Alternative-Rock | Gothic Label: Sonic Revolution Rel.Date: 01.04.2009 |
| TRACKLISTE: 1. Start Again 2. What's Going Wrong? 3. The Only Ones 4. Grow Apart 5. Life Is Killing Me 6. Destiny 7. Too Late 8. Loose Again 9. Shades Cover You 10. Reach Out 11. The Tide Has Turned 12. Night Fades 13. The Perfect World |
| BAND: Bass - Stephan Kohser, Steffen Schulze, Maren Kuckuck Gesang - Stephan Kohser Gitarre - Stephan Kohser, Steffen Schulze, Maren Kuckuck Keys - Maren Kuckuck Schlagzeug - Steffen Scholz |
| REVIEW:
Bei Soaring handelt es sich, mal ganz grob gesagt, um eine Alternative-Rock-Band, die sich keinem direkten Genre unterordnen möchte. Ich bin mir unschlüssig, ob wir bei „Analog Distress“ von einem Debüt-Album sprechen oder nicht, da sich hier rüber keine Informationen lokalisieren lassen. Der Stil von Soaring lässt sich nicht einfach beschreiben, hier spielen mehrere Einflüsse eine Rolle. Vom typischen Alternative-Rock, über angeblichen Progressive-Rock, Gothic bis hin zu gefühlvollen akustischen Stücken und ein paar härteren Riffs, die wir auch im Metalbereich finden, haben wir auf „Analog Distress“ eine große Vielfalt an Stilrichtungen, die dafür sorgen, dass die Band in keine spezifische Schublade gesteckt werden kann. Der Opener „Start Again“ zeigt uns einen Auszug aus der Vielseitigkeit von Soaring, wobei direkt die Stimme von Frontman Stephan Kohser etwas fragwürdig um die Ecke kommt. Musikalisch und kreativ gesehen ist das Stück schön stimmig, doch die Stimme lässt einen etwas ins trudeln kommen. Stephan fehlt definitiv die Übung und auch das Gefühl um diesen Song zu performen. Bei „What's Going Wrong“ haben wir das gleiche Problem, ich vermisse hier Gefühle in der Stimme, die den Text glaubhaft rüber bringen. „The Only Ones“ zeigt eine geringe stimmliche Besserung, doch der Songtext geht mal wieder zum Großteil unter. Voller Elan und Hoffnung auf Besserung stürzt man sich auf „Grow Apart“ und findet somit ein sehr melancholisches Stück, zu dem man kann nur dazu sagen, dass es das erste Stück ist, indem man Stephan glauben kann. Nachdem man den Willen wiedergefunden hat, sich die Platte zu Ende anzuhören, kommt auch schon „Life Is Killing Me“ - hier hätte man sich, anhand dem Songtext, mehr Aggressionen gewünscht. „Destiny“ hat eine sehr rockige Grundmelodie, doch Stephan nimmt mit seinem gefühllosen Gesang den Wind aus den Segeln. Es kann eigentlich nur besser werde, was „Lose Again“ auch unter Beweis stellt – ein akustischer Track, in dem man Stephans Gefühle wahrnehmen kann. Bei den restlichen Songs handelt es sich um das grundlegende Problem des ganzen Album: Stephan's Gesang. „Reach Out“ kommt sehr düster angehaucht aus den Boxen und „Shades Cover You“ hingegen sehr verspielt, besticht aber durch sehr atmosphärische Refrains. In dem Info-Letter findet man Aussagen, die einen sehr nachdenklich stimmen. [...] unverbrauchte Rockmusik zwischen Progressive-Rock, Alternative, Metal und einem Schuss Gothic. [...] Alternativ-Rock; vorhanden. Gothic; vorhanden. Metal; musikalisch vorhanden, stimmlich = 0. Progressive-Rock; beim besten Willen, NEIN! |
| FAZIT: „Analog Distress“ ist eine kleine Mogelpackung. Soaring wird hoch angepriesen, was die Musiker auch definitiv verdient haben, doch die Band benötigt einen neuen Sänger oder eine neue Sängerin. Stephan spielt selbst Instrumente und das nicht mal schlecht, darauf sollte er sich zukünftig beschränken. |
| WERTUNG: 3/10 |
| MySpace:www.myspace.com/soaringband Amazon: Soaring - Analog Distress |
| Apron - Apron (Crosscore) |
geschrieben von: Thominator vom 12.06.09 |
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Künstler: Apron Album: Apron Genre: Crossover / Crosscore Label: Modern Noise Rel.Date: 23.01.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei der Band für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. Intro 02. Shadowclown 03. Pure And Real 04. Ghost In The Machine 05. Broken Child 06. Cornflake 07. El Rio 08. Chop Chop (Trigger My Rage...Inspire My Violence) 09. Hyde... 10. Swallow...Drown 11. World At War 12. Game Called Rejection |
| BAND: Thomy (vocals) Elmitch (guitars, backing vocals) Marvin (guitars) Wommel (bass) Medusa (drums) |
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REVIEW: Los geht es mit einem sehr ruhigen Intro, indem man eine Spieluhr oder ähnliches aufzieht. Doch wenn Track 2, „Shadow Clown“, anläuft merkt man sofort auf was man sich gefasst machen muss, hartes Gitarrengezupfe und abwechselndes Geshoute und freundliche Stimme á la Serj Tankian, sowie etwas sehr komisches Gelächter, verpackt in einem hardcorelastigen Gesamtpacket. „Pure and Real“ beginnt zuerst mit einem Gitarrenintro, das sehr druckvoll daherkommt, bis die Drums den Takt vorgeben und von rauchigem Geshoute kurzzeitig gestoppt werden. Dann setzten kurz danach Trommeln ein, die das ganze nach Karibik klingen lassen. Und das ganze wechselt sich durchgehen ab. Mit so etwas wie einem „Oooooohhhhhmmmmmmmmm“ beginnt „Ghost in the Machine“ zusammen mit einem Klang, welcher einer Triangel gleicht. Dadurch wirkt der Song von Anfang an sehr stimmungsvoll und böse und diesmal gibt es bis an einer Stelle keinen lieblichen Gesang, was aber dem Gesamtbild des Songs gut steht. Ihr Song „Broken Child“ beginnt richtig brachial und mit viel Wut, wechselt aber dann zu einem Sound über, der wieder nach Karibik und Strand klingt. Das Ganze passiert natürlich wieder im Wechselstil, wodurch nicht nur der Song nicht langweilig wird, sondern das ganze Album immer interessant bleibt. Schnell, aggressiv und zum Pogen animierend kommt „Cornflake“ daher, vorallem der sehr eigenartige Text überzeugt hier doch stark. „I´m sitting on a cornflake...“ *sing*. Sehr stimmungsvoll ruhig bietet sich „El Rio“ an, welcher aber auch schnellere Akzente beinhaltet. „Chop Chop (Trigger My Rage...Inspire My Violence)“ ist wohl sehr, sehr außergewöhnlich, vor allem was die Stimme angeht. Da wird von Gröhlen, Singen und Shouten bis hin zur Kinderstimmenimitation alles versucht. Eines der wenigen Lieder die mir nicht so gefallen wollen ist „Hyde...“, da gefällt mir nur der Refrain, denn die restliche Zeit wiederholt sich ein Gitarrenriff, das sehr hoch und langgezogen ist und mir tierisch auf die Nerven geht, im wahrsten Sinne des Wortes. Tiefe Gitarren unterstützt von einem lauten, zackigen Bass und einem schnellen Getrommel, so baut sich der Anfang von „Swallow...Drown“ auf, was aber des öfteren im Song wiederholt wird und einen geilen Beat aufweist. Etwas rockiger zeigt sich „World at War“, wo sich Singen und Shouten miteinander vereinen. Das Ende des Albums ist der Track „Game Called Rejection“, welcher das Ganze etwas abrundet indem er sich eher auf Gesang spezialisiert und nicht mehr so aggressiv klingt. |
| FAZIT: Sicherlich eine Band die man im Auge behalten sollte, denn das ist ein erstklassiges Debütalbum. |
| WERTUNG: 8.5/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.apronline.de/ MySpace: http://www.myspace.com/apron |
| Mod Research - Holy City Zoo (Industrial | Rock | Metal) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 09.06.09 |
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Künstler: Mod Research Album: Holy City Zoo Genre: Industrial | Rock | Metal Label: Echozone Rel.Date: 22.05.2009 |
| TRACKLISTE: 01. Tribe 02. Holy City Zoo <<< Anspieltipp 03. New Paradigm 04. Wambulance 05. Manufactured Terror <<< Anspieltipp 06. Skull And Bones 07. Sky God Worshippers 08. The New Religion 09. This One's For You 10. Atmosphere 11. Tribe [Blueblood Warpaint Remix By SINDADDY] 12. Wambulance [Terminator Meltdown Mix By METALMORPHOSIS] 13. Holy City Zoo [Do Not Feed Remix By AKANOID] 14. This One's For You [Remix By PROGRAMMIST] 15. Tribe [Alternative Mix By ELEKTROFISH] 16. Manufactured Terror [Sanctuary Radio Mix by DJ ROB] 17. Skull And Bones [322 Cubed Remix by SINDADDY] |
| BAND: Kory Clarke - Vocals Mark G. Thwaite - Guitar Paul Raven - Bass Nick Lucero - Drums |
| REVIEW: Was passiert, wenn ein paar erfahrene Musiker die Köpfe zusammen stecken? Jeder, der sich diese Frage schon einmal gestellt hat, sollte sich das Debüt-Album von Mob Research kaufen. Hier finden sich bekannte Namen, wie Kory Clarke (Frontmann von Warrior Soul) oder Nick Lucero (Ex Queens Of The Stone Age Drummer) wieder. Das Abmischen übernahm unter anderem Tim Palmer, der auch schon für die letzten Him-Alben zuständig war und sorgt somit für eine einwandfreie Qualität. Eine tragische Geschichte ist mit dem Debüt-Album „Holy City Zoo“ verbunden, denn die Produktion hat sich nur solange hingezogen, weil Paul Raven (Gründungsmitglied und Bassist) verstarb. |
| FAZIT: Hier handelt es sich um ein Album, von dem keiner mehr glaubte, dass es veröffentlicht werden wird. Tragische Umstände hindern Mod Research scheinbar nicht daran, ein gekonntes Zusammenspiel von erfahrenen Musikern hinzulegen. „Holy City Zoo“ deckt ein breites Spektrum an Musik-Genres ab und bietet somit für jeden etwas. Kaufenswert! |
| WERTUNG: 8/10 |
| Offizielle Homepage: www.mobresearchinc.com MySpace: www.myspace.com/mobresearch69 Amazon: Mod Research - Holy City Zoo |
| Johnnie Rook - Rabatz (Punkrock) |
geschrieben von: Thominator vom 03.06.09 |
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Künstler: Johnnie Rook Album: Rabatz Genre: Punkrock Label: Rügencore Rel.Date: 13.03.200 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Rügencore Records für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01.Put Your Gun Down 02.Herz statt Faust 03.Ikarus beim Klassentreffen 04.Couldn't You Love Me 05.Back To The Shadows 06.Wer will der kann der macht 07.Mittendrinto 08.Gegen den Horizont (feat. Wick Bambix) 09.Count To 10.Manifest 11.Fragrance Of Success 12.Catchwords And Headlines 13.After All 14.Bonus: Jule 15.Outtakes |
| BAND: Franziska (vocals) Micha (guitar) Jan (bass) Roman (guitar) René (drums) |
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REVIEW: Ein kurzer Trommelwirbel und dann steigen schon die Gitarren ein, welche den Song richtig beschleunigen. Bis plötzlich eine zarte Stimme einsetzt und die Hetzjagd etwas beruhigt, aber dennoch druckvoll und melodisch den Ablauf verfeinert, wenn auch der deutsche Akzent raus zuhören ist. Das war der Opener „Put your gun down“. Im Folgenden wüten die Gitarren voraus, schnell und kantig, schön punkig. „Herz statt Faust“ bietet nun einen deutschsprachigen Text, was Abwechslung in das Album bringt und auch besser zu dem Gesang passt. Etwas rockiger und skalastiger würde ich fast sagen fügt sich der Song schön ein und vorallem gegen Ende wird kurzzeitig der Instrumentenpegel runtergeschraubt und der Gesang tritt wundervoll in den Vordergrund und lädt förmlich zum Träumen ein. Damit auch die Headbanger-Fraktion zufrieden gestellt wird, haut „Ikarus beim Klassentreffen“ einen schönen aggressiven Takt raus, der stark von den Drums geprägt ist. Ein schöner Misch aus Punk und Rock´n´Roll. Was mir bis hier auffällt sind doch die Texte. Unter Freidenker Rock´n´Roll stell ich mir Texte vor, die zum Nachdenken anregen, ironisch sind und etwas kritisieren, aber bisher finde ich nichts dergleichen so richtig vor. „Couldn´t you love me“ beginnt wie ein Ska-Lied, beschleunigt aber wie ein Lotus Elise zu Akkorden, welche sich gegenseitig jagen, bis sie wieder gebremst werden und Skagezupfe erneut einsetzt. Das ist für mich Punk´n´Roll, was „Back to the Shadows“ bietet ist großes Theater, das gehört für mich zu den Anspieltipps dieses Albums. Rockige Gitarren, die durch die Drums angetrieben werden, und dazu noch die laute und deutliche Stimme von Franziska - einfach geil. Dann gegen Ende noch ein Soli, das richtig zum Tanzen, jeder wie er will ;), einlädt. BASS. Mein Erster Gedanke beim nächsten Song „Wer will, der kann, der Macht“. Der Bass zupft eine Melodie vor sich hin, die mir fast schon Gänsehaut bringt und plötzlich schreit mir eine Männerstimme entgegen die richtig aggressiv und knallhart daher kommt. Textlich geht es hier wohl ums BMX-Fahren, denn es beginnt mit: „Das Fahrrad unterm Ar*ch, das Herz in Hand und Knie“, und da Jan, der Bassist, BMX-Fahrer ist würde das Intro sogar diese These unterstützen. Als ich den nächsten Songtitel las, hatte ich nur einen Gedanken: What the F*ck?! Denn was ist auf den ersten Blick ein MittendrIntro? Es ist kein Intro und kein Outro, es ist zwischen drin und hat die selbe Aufgabe, anheizen. Was durch die stimmigen Soli auch gelingt. „Gegen den Horizont“ besticht vor allem durch den Gesang und den einfach gehaltenen Refrain, der explizit das Punkgenre anspricht. Bei „Count to 4“ gibt es ein schönes Duett zwischen der zarten und der harten Stimme. Das Lied klingt im ganzen sehr rhythmisch und rockig. „Manifest“ ist ein Lied was sich sehr hymnisch darstellt und bei dem man sich in die Stimme fast schon verliebt. Wenn im Refrain Franziska singt: „Meine Hand passt viel zu gut in deine, deine Lippen schmecken oh so süß“ weiß man, dass sich die Gesangsausbildung wirklich gelohnt hat. Bei „The Fragrance of success“ und „Catchwords and Headlines“ lässt sich sagen das es wirklich was auf dem Album gibt, was den Fans gefällt, die harte, aggressive Musik wollen, aber dennoch Rock mögen. Und um die Abwechslung auf dem Album zu vollenden ist mit „After All“ eine Ballade vorhanden, welche im Duett gesungen ist. Und dann kommt noch „Jule“. Nun ja, als was könnte man das einordnen...ich würde es als komödiantische Punk-Geschichte einordnen. Beim hidden track lag ich auf dem Boden. SPONGEBOB! Kommt doch glatt die Intro Melodie von Spongebob und dazu noch sinnloses Gebrabbel von der Band, gepaart mit viel Bierflaschengeklimper und Gerülpse. Dazu noch stupides Gestöhne und Kinderstimmen die sagen: „Wir trinken gern Bier“. Und ein Piepston darf nicht fehlen, am Ende fängt Franziska das fluchen an und die „bösen“ Wörter wurden mit Piepsen über deckt. |
| FAZIT: Also von Freidenken ist für ich hier keine Spur, was mich doch entäuscht hat. Aber ein gutes Punkrock-Album ist es dennoch. |
| WERTUNG: 8/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.johnnierook.de/ MySpace: http://www.myspace.com/johnnieroo |
| Susperia - Attitude (Heavy/Thrash Metal) |
geschrieben von: Andreas vom 25.05.09 |
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Künstler: Susperia Album: Attitude Genre: Heavy/Thrash Metal Label: Candlelight Records Rel.Date: 18.05.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Candlelight Records für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. The Urge 02. Live My Dreams 03. Attitude 04. Elegy And Suffering 05. Sick Bastard 06. Another Turn 07. Mr Stranger 08. Character Flaw 09. The One After All |
| BAND: Athera (vocals) Cyrus (guitar) Elvorn (guitar) Memnock (bass) Tjodalv (drums) |
| HINTERGRUNDINFO: Die Wurzeln der Musiker von Susperia liegen in Norwegens Black Metal Szene. Gründer Tjodalv saß anfangs bei Dimmu Borgir hinter der Schießbude und Gründer Cyrus trieb sich bei Satyricon und Old Man's Child herum. Auf Wacken 1999 trafen die beiden dann auf Sänger Athera, der nach dem Lauschen einer CD mit Songideen nicht schlecht beeindruckt war und aus seiner eigenen Band Bassist Memnick und Gitarist Elvorn mitbrachte. War das Songwriting auf den ersten beiden Alben (Predominance, Vindication) noch etwas roh, kamen ab Album Nummer 3 (Unlimited) Agressionen und Meldodik in Einklang, was sich auf dem 4. Album (cut From Stone) fortsetzte. |
| REVIEW: Auch auf "Attitude" weicht man nicht vom eingeschlagenen Kurs ab. Druckvoller Gesang, einige thrashige Passagen, ein meist treibender Rhytmus und das Ganze in eine melodische Hülle verpackt. Das Songwriting ist ebenfalls nicht stehen geblieben, meiner Meinung nach liegt hier das ausgereifteste Werk von Susperia vor. Allerdings sehe ich das gleiche Problem auf "Attitude", die es auch auf den letzten beiden Scheiben gab: Fast alle Songs sind solide und ordentliche Metalsongs, aber nichts sticht so richtig absolut zündend hervor. "Live My Dreams" hat aber schon einen ordentlichen Antrieb und geht angenehm in Ohr und Nacken, wandert irgendwo zwischen True und Thrash Metal, und ist mein Anspieltip Nr. 1. Dem entgegen steht Anspieltip 2, das ausgesprochen melodische "Another Turn", dass eher entspannt gesungen wird. |
| FAZIT: Der Gesamtspielzeit (9 Songs, 36:53 Minuten) entsprechend fällt diese Review vergleichsweise kurz aus. Wer die letzten beiden Susperia Alben mochte, darf bedenkenlos zugreifen, aber ein Bildungslücke ist es nicht, wenn man die Scheibe nicht besitzt. Das Album eigenet sich am besten zum nebenher laufen lassen, da es sehr eingängig ist und nirgendwo stört. Auf Parties wird es vermutlich seltener laufen. |
| WERTUNG: 7/10 |
| Offizielle Homepage: www.susperia.net MySpace: www.myspace.com/susperiafans Amazon: Susperia - Attitude |
| Million Dollar Reload - Anthemns of a Degeneration (Hard Rock) |
geschrieben von: Andreas vom 13.05.09 |
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Künstler: Million Dollar Reload Album: Anthems of a Degeneration Genre: Hard Rock Label: Cadiz (Soulfood Music) Rel.Date: 27. Februar 2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei MELODYcat Music Promotion für das zur Verfügung stellen des Albums. |
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TRACKLISTE: |
| BAND: Phil Conalane (lead vocals, piano, harmonica) Andy Mack (guitar, backing vocals) B.A.M. (guitar, backing vocals) Kie McMurray (bass, backing vocals) Davy Cassa (drums, percussion, backing vocals) |
| HINTERGRUNDINFO: Million Dollar Reload sind eine Band aus Nordirland, die sich 2005 gegründet hat. Mit einer 3-Song-EP bestehend aus "Give It All", "Degeneration" und "Superslave" gings an den Start und im Oktober 2008 erschien das Debutalbum "Anthems Of a Degeneration", dass seit Ende Februar 2009 auch in Deutschland erhältlich ist. Dass der Fünfer sein Zeichen hinterlässt erkennt man auch daran, dass sie sich bereits mit Größen wie Alice Cooper, Black Label Society und Thin Lizzy die Bühne geteilt haben. |
| REVIEW: Da war es wieder. Dieses freudige Gefühl, mit glänzenden Augen die CD auszupacken, einzulegen und sich mit dem Booklet in den Händen der Musik hinzugeben. Als Webradiobetreiber erreicht mich ständig soviel neue Musik, dass ich das meiste nur im Schnelldurchgang durchhöre um zu gucken, was für die nächste Sendung taugt. Dabei stumpft man leider auch ein wenig ab und hat oft einfach nicht die Geduld, sich etwas vollständig anzuhören. Aber auf das Album "Anthems of a Degeneration" hatte ich mich gefreut, wie ein kleines Kind und es war wieder genau so, wie damals, als ich die ersten eigenen CDs gekauft hatte - die Magie war zurück! Die gute Laune schlägt zu, wenn "Get It Up" mit einem klassischen Rock n Roll Riff loslegt und um nichts anderes gehts in dem Song: Rock n Roll - get it up, get it out, get it right! Mit "Livin' In The City" folgt ein Hookline-Feuerwerk, bei dem man sofort mitsingen möchte. Im Gegensatz zum eher unbeschwerten Vorgängersong gehts hier darum, wie man im schnelllebigen Großstadtgeschehen absacken und in der Gosse landen kann. Nach den ersten beiden Liedern ist also klar, Million Dollar Reload schreiben nicht einfach nur platte Partysongs und bedienen sich an üblichen Saufen, Ficken, Feiern Klischees, sondern gehen sehr unterschiedliche Thematiken an. Nachdem die ersten 6 Songs einen mit tollen Hooks und feurigen Riffs in Partystimmung versetzen, wirds bei "The Last Icon" ruhiger und emotionaler. Die Nummer ist offensichtlich eine Hommage an Bon Scott, der während seines Sängertums bei AC/DC die Welt des Rock n Roll verändert hat und sicherlich zu den Einflüssen von Million Reload Sänger Phil zählt. "The Last Icon" ist alles andere als ein tragischer Tränendrüsenausquetscher, sondern eine entspannt groovende, stimmungsvolle Hymne und wohl platziert in der Mitte des Albums. Eine Runde Klischee darfs dann aber doch mal sein. "Tattoos & Dirty Girls" ist sleazy as fuck - heisses Mädchen baggert tättowierten Rocker in der Kneipe an. Hirn abschalten, Bier aufmachen, mitgröhlen! Richtig fein treibendes Teil, mit dem man den Konsum in jeder Kneipe ankurbelt und die Stimmung auf jeder Party anheizt. Der Sleaze wird in "Superslave" noch ein wenig weiter ausgerollt und das Gaspedal wird auch in "Dead Like You (Freeloader)" nicht zurück genommen, wobei letzterer Song für mich den Tiefpunkt des Albums ausmacht. Druckvoll ist er, aber im vergleich mit den anderen Songs ein wenig langweilig - was bei diesem Album wirklich meckern auf sehr hohem Niveau ist. Den Drang die Skiptaste zu drücken habe ich nicht. Definitiv ein Anspieltip ist Track 13, "Cold Hard Day". Treibender Rocksound, fantastischer Refrain und packende, ruhigere Bridge. Textlich gehts um einen Kerl, der sich in den Arsch beisst, dass er es mit seiner Liebsten verbockt hat und nun halt hinnehmen muss, dass er dunkle Tage hat. Ein zärtliches Piano leitet das Abschlusslied "Travel" ein. Eine waschechte und wunderschöne Rockballade, die das Album perfekt abrundet. Und wenn der Song vorbei ist, hat man das Gefühl eine großartige knappe Stunde verbracht zu haben - und startet die Scheibe einfach nochmal von vorne. |
| FAZIT: Textlich fest im Leben verankert, offen, direkt und erdig, musikalisch arschtretend und gerade aus rockend ist "Anthemns of a Degeneration" für mich persönlich DAS Rockalbum des Jahres. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal soviel Spaß dabei hatte, eine Scheibe von vorne bis hinten durchlaufen zu lassen. Anspieltipps: Livin' In The City, Tattoos & Dirty Girls, Cold Hard Day |
| WERTUNG: 10/10 |
| MySpace: www.myspace.com/milliondollarreload Amazon: Anthms of a Degeneration |
| Eigensinn - Die Wahrheit (Rock | Alternative | Gothic) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 29.04.09 |
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Künstler: Eigensinn Album: Die Wahrheit Genre: Rock | Alternative | Gothic Label: Echozone Rel.Date:22.05.2009 |
| TRACKLISTE: 1. Kraft 2. Sternenkind 3. Eiskalt 4. Wahrheit 5. Schrei 6. Feuerengel <<<< Anspieltipp 7. Überlicht 8. Freier Fall 9. Spring! 10. Die Macht 11. Heut Nacht 12. Stimmen 13. Tränen aus Blut <<<< Anspieltipp |
| BAND: NEMESIS - Botschaften H O L ² Y - Mitten MacBazz - Tiefen MASCHINE! - Impulse |
| REVIEW: Als Review-Schreiber bekommt man des Öfteren ordentlichen Schund vor die Nase gesetzt und möchte die Platten einfach in den Müll werfen. Es erfreut einen daher um so mehr, wenn man einfach mal „WOW!“ sagen kann. Eigensinn veröffentlichen mit „Die Wahrheit“ ein Debüt-Album, das sich hören lassen kann. Bei Eigensinn handelt es sich um eine deutschsprachige Alternative Rock Band, die ihre Einflüsse aus den Bereichen Gothic, Rock, Metal und NDH beziehen. Eine gewagte und doch selbstbewusste Mischung, die eine breite Masse ansprechen wird. Es ist eher selten, dass sich eine Band soviel Zeit lässt, um ein Debüt-Album zu präsentieren und dennoch handelt es sich bei Eigensinn um einen 4 jährigen Entwicklungsprozess. Man könnte Eigensinn als guten Wein betrachten, der lange auf sich warten lässt, aber hält was er verspricht. Eigensinn könnten dem ein oder anderen schon ein Begriff sein, denn sie haben bei ihren beeindruckenden Live-Konzerten genügend Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das Album „Die Wahrheit“ bietet 13 Tracks und eine knappe Stunde qualitativ gute Unterhaltung. Nemesis schafft es, jedem Track eine eigene Note zu verleihen, ob diese nun zornig, melancholisch oder hart ausfällt spielt dabei keine Rolle, da ihre Stimme eine starke Intensität ausstrahlt. Sie legt sich nicht fest und bietet so, durch das ganze Album hindurch, abwechslungsreiche Facetten (von der typischen Rockröhre bis hin zum sanften Sprachgesang) ihrer Stimme. Der Opener „Kraft“ beginnt leicht elektrolastig und orientalisch mit der verzerrten Stimme der hübschen Frontfrau und man ist sich etwas unschlüssig darüber, was einen bei diesem Track erwartet. Die Unschlüssigkeit verfliegt spätestens an dem Punkt, an dem die Drums kraftvoll und gekonnt einsetzen. „Sternenkind“ und der folgende Track „Eiskalt“ bestechen durch ihre Texte und sprechen jedem aus der Seele, der sich schon einmal mit Liebe und Trauer befasst hat. Der Titelsong „Wahrheit“ beginnt unerwartet mit einem männlichen Sprechgesang und ist textlich, wie auch musikalisch, sehr provozierend. Textpassagen wie „Diese Welt kennt nur was ihr missfällt - Diese Welt ist regiert von Geld - Wir lassen es geschehen, in dem wir weg sehn“ verleiten den Hörer nachzudenken. In „Schrei“ finden sich elektronisch angehauchte Elemente wieder und man könnte den Track als Antwort oder als Schlussfolgerung auf den Titelsong „Wahrheit“ ansehen. Ein Track, der sich wirklich abhebt ist wohl „Feuerengel“. Hier bekommen wir Alles, von der angehenden Ballade, bis hin zum rockigen Refrain und zusätzlich zeigt uns Nemesis ein gutes Stück aus ihrem stimmlichen Spektrum. „Überlicht“ kann ein recht zügiges Tempo vorweisen und ist textlich anspruchsvoll und melancholisch. Die bisherige gekonnte Mischung aus Instrumenten, Stimme und Text finden wir auch in „Freier Fall“ wieder und wir landen danach direkt bei „Spring!“. Kräftige Gitarrenriffs und eine matte Stimmfacette zeichnen „Macht“ aus - einer der wenigen Tracks, die in Richtung Metal marschieren. Bei „Heute Nacht“ ist das Hauptaugenmerk auf die Stimme von Nemesis gelegt und sie kostet es in vollen Zügen aus. Der ruhigste Track auf dem Debüt-Album ist mit Abstand „Stimmen“. Eine Herz-Schmerz Ballade wie aus dem Bilderbuch und dennoch ist der Track nicht überspielt. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und so ist es auch hier: „Tränen aus Blut [Version 2004]“ ist wohl der einzige Track, der Ohrwurmpotenzial besitzt – eine wunderbar eingängige Melodie mit einem einfachen Refrain. „Die Wahrheit“ ist ein wirklich abwechslungsreiches Album, auf dem kein Track dem anderen gleicht. Die Mühen sind nicht vergebens, aber etwas falsch gerichtet, ein eingängiger Track hätte nicht geschadet und dem Album auch sicher zum direkten Erfolg verholfen. Das ganze Album über habe ich mir überlegt, an wen mich Nemesis erinnert, bei „Stimmen“ wurde es mir klar: Doro Pesch! Ich könnte mir gut vorstellen, dass das nächste Album von Eigensinn etwas heavy-lastig werden könnte, doch das bleibt wohl zu bezweifeln. |
| FAZIT: Falls ihr euch etwas Zeit nehmen wollt, um euch das Album "Die Wahrheit" etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, werdet ihr feststellen, das sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Die Zeit wurde in Details investiert und diese sind gut umgesetzt. Definitiv empfehlenswert! |
| WERTUNG: 9/10 |
| Offizielle Homepage: Eigensinn.net MySpace: www.myspace.com/eigensinnlive Amazon: Eigensinn - Die Wahrheit |
| COR - Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere (Trashrock / Hardcore / Punk) |
geschrieben von: Thominator vom 29.04.09 |
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Künstler: COR Album: Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere Genre: Trashrock / Hardcore / Punk Label: Rügencore Records Rel.Date: 06.03.2009 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei Ruegencore Records für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. AntiPop 02. DIY 03. Echo 04. Das Tier 05. Trashrock Terror 06. Ein Ganz Normaler Tag 07. Geld 08. Engel 09. Sünde 10. Gott 11. Freiheit 12. In Beton 13. Geräusch |
| BAND: Friedemann (vocals) Pilse (guitars) Matze (bass) Hanse (drums) |
| REVIEW: Wer das Album-Cover zum ersten Mal sieht wird sich denken: „Was soll das? 2 Affen die ein Menschenhirn löffeln?!“ Wer dann auch noch den Mut hat, rein zuhören, dem wird kurzzeitig anders. Denn nicht nur das Cover ist hart und unverblümt, sondern auch die Songs, welche zeigen sollen wie die Welt wirklich ist: Skrupellos und Hart. Die Band hat sich Anfangs 2002 auf Rügen formiert und Touren seitdem durch Europa. Mit dieser CD wirft die Band schon ihre 7. CD auf den Markt. Etwa 48 Minuten Material, verpackt in 13 Songs wird hier geliefert, wobei sich am Ende von Lied 13 ein Hidden Track versteckt. Nachdem ich das Album eingelegt hatte, wetterte es mir lautstark entgegen: „ANTIPOP“. Der Opener ist laut, aggressiv und der Refrain beginnt sehr schnell. Es wird schnell klar: Diese Leute wollen keine 08/15 Popmusik! Untermalt wird dies mit hämmernden Drums und Gitarrengeschredder. Was sofort raus sticht ist definitiv die sehr markante, punklastige Stimme von Friedemann, wobei es dem einen gefallen wird und dem anderen nicht. „D.I.Y“ beginnt ähnlich, es wird ebenfalls schon zu Beginn herausgeschriehen. Das Stück geht zwar nur 51 Sekunden, aber fetzt ordentlich rein, dank schrillen Gitarren-Riffs und Soli die man nur aus dem Metal-Bereich kennt. Die Aussage des Textes kann man eigentlich nicht falsch verstehen, „Do it yourself“. Anspruchsvoller und melodischer wird es beim nächsten Song „Echo“, welcher auch nun die angepriesene Härte zeigt, durch so Text-Passagen wie im Refrain: „Du atmest Hass ein, Du lebst Hass aus”. In den Strophen wird dargestellt, wie Hass und Gewalt entstehen kann. Hier fallen vor allem die Drums auf, denn die treiben den Song aggressiv voran. WOW!! Das Intro des Titelsongs „Das Tier“ macht mir eine Gänsehaut. Kurze, knackige Gitarren-Riffs die wohlwollend von den Drums unterstrichen werden. Als der Text beginnt, heißt es Gehirn AN! Hier ist das Thema Kindesmissbrauch, Verwahrlosung, sowie das Verhältnis zwischen Dritte Welt Ländern und den reicheren Nationen. Wenn man mal darüber nachdenkt und sich darauf einlässt, stimmt man dem Titel zu: „Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere“, bzw. aus dem Text: „..dann schäm ich mich, schäm ich mich ein Mensch zu sein.“. Damit verdeutlicht sich, wie gefühlskalt unsere Gesellschaft geworden ist. Mit „Ein ganz normaler Tag“ wird es nun aber wieder rockiger. Und der Text ist nicht mehr so krass, aber ist hier wieder das wichtigste Rädchen. Der Mensch als Ressource bzw. Kapital wird hier thematisiert. Zwar sticht nichts explizit hervor, außer das Gitarren-Solo gegen Ende des Songs. Wieder wird mir der Titel entgegen gebrüllt: „Trashrock Terror“. Mit der Aussage „Trashrock Terror, dem Mainstream ein Kontra!” treffen sie genau was das Lied beinhaltet. Double Bass-Drums und kurze, schrille Gitarren-Riffs zeigen hier, dass in ihren Adern Metal-Blut fließt. Der Text ist eindeutig und der Sound hart. Was geht jetzt ab?! Trompeten? Dumpfe Gitarren? Ein Ska-Beat? Ruhiger Gesang? Tatsächlich! Wahnsinn, ruhiger, lässiger Sound mit immer noch sozialkritischem Text, aber immer noch COR. Ein richtig „chilliger“ Song, mit Background Sängerinnen. „Die einzige Sünde ist Feigheit” schallt es mir entgegen und die Ruhe findet ein jähes Ende. Schnelle Gitarren kommen in „Sünde“ wieder zum Einsatz und die Stimme wird auch wieder lauter und es wird zum Ende geschriehen. Mit harten Riffs und knüppelndem Schlagzeug geht es bei „Engel“ los. Doch zum Refrain wird es ganz ruhig und ein Frauenchor unterstützt den klaren Gesang von Friedemann. „Was geht es uns an?“ wird immer wieder gefragt, wenn hier von Kindesmissbrauch gesungen wird und zeigt die Gleichgültigkeit von uns gegenüber solcher Schandtaten. Lemmy = Gott? Wenn es nach COR geht, JA. Denn in „Gott“ wird Lemmy gepriesen. “Viel zu laut, viel zu hässlich, viel zu dreckig, unvergesslich schön” beschreibt nicht nur Lemmy, sondern auch den Song. Unvergesslich ist er auf jeden Fall, immer wieder mit zitierten Textausschnitten aus Motörhead Songs und sogar Instrumentalparts wurden übernommen und eingebunden. Für mich DER Ohrwurm dieses Albums. Nach Ska, wird es nun Blues lastig in „Freiheit“. Groovige Gitarren, klarer Gesang und das ganze im Wechselspiel mit einer Begleitsängerin. Düsterer und bedrückender kommt da „In Beton“ her. Im Allgemeinen ist das Lied aber rockig, wobei sogar ein kurzer Jazz-Ausreißer eingebaut wurde, der sich meiner Ansicht nach aber nicht wirklich einfügt. Das Schlusslicht bildet „Geräusch“. Dieses Lied ist klar dem Punk-Rock zu zu ordnen. Darin wird der Weg zum Album beschrieben und der Wandel im musikalischen Stil. COR singen hier „Ich bin wieder auf der Jagd!” und die Jagd nach neuen Einflüssen und Ideen ist, wie oben beschrieben, durchaus erfolgreich verlaufen. Wer sich mit „Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere“ ein Album kauft um Partylaune zu verbreiten wird sich schwer tun, denn hier ist Nachdenken gefragt und es soll zum Umdenken und Handeln animieren. Zwar hauen die meisten Lieder gut rein, aber zum Jubeln kommt man kaum. Ausnahmen bestätigen die Regeln: „Gott“. |
| FAZIT: Zwar ist nicht alles Perfekt, aber was ist das schon. Und wer sich auf das Album und die Themen einlässt, wird das Album loben. |
| WERTUNG: 8.5/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.ruegencore.de MySpace: http://www.myspace.com/ruegencore |
| Mondo Kane - Access to your Pants (Rock) |
geschrieben von: Thominator vom 26.04.09 |
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Künstler: Mondo Kane Album: Access to your Pants Genre: Rock Label: Kein Label Rel.Date: 31.12.2008 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei der Band für das zur Verfügung stellen der EP. |
| TRACKLISTE: 01. You don´t know me yet 02. Born to rock 03. Over & Out 04. Sleepy Sinderella 05. Mondo Kane 06. Long Live Rock´N´Roll |
| BAND: Colin Gäbel(guitar, vocals) Timo Lindenschmidt(bass) Christian Hülsmann(drums) |
|
REVIEW: |
| FAZIT: Wer auf guten, alten Rock steht sollte definitiv mal reinhören. Und 6 Euro sind meiner Meinung nach ein fairer Preis. |
| WERTUNG: 8/10 |
| MySpace: http://www.myspace.com/mondokane |
| Five and the Red One - Mother Bomb Phoenix (Rock / Hardrock) |
geschrieben von: Thominator vom 12.04.09 |
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Künstler: Five and the Red One (FATRO) Album: Mother Bomb Phoenix Genre: Rock / Hardrock Label: Hellfest / Universal Rel.Date: 21.11.2008 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei der Band für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. Crash The Sky 02. The Long Run 03. Fall 04. Pain 05. Circle Of Drive 06. At Home 07. Take Everything 08. Danger Zone 09. Voices 10. Road To Nowhere |
| BAND: David Spiegler (Vocals, acc. Guitar) Tobias Merk (Bass) Sebastian Häusler (Guitars) Raphael Walz (Guitars) Jens Eckle (Keyboard) Tim Fleige (Drums) |
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REVIEW: Warum sie so Erfolgreich sind lässt sich ziemlich leicht beschreiben. Harte, mitreissende Gitarrenriffs, energischer, teils aggressiver Gesang, sowie ein schöner Drive vom Schlagzeug. Dies Zusammen gibt einen Sound der keine bestimmte Zielgruppe anspricht und sagt: "Wir machen unser Ding und haben Spaß dabei!". Das beweist auch schon der Opener "Crash the Sky", nicht ohne Grund der Einzugssong von "King" Arthur Abraham. Er hat eine echt tolle Melodie und beinhaltet einen guten Gitarrensound. Auch zum Mitsingen (-gröhlen), definitiv geeignet, durch einen einfach gehaltenen Refrain. Bei ihrem zweiten Titel "The long Run" kann man wunderbar die sehr markante und deutliche Stimme vom Frontmann Dave (David) hören, welche sich angenehm vom einheitlichen Gegröhle oder Geschrei abhebt. Doch nicht nur begeisternde Eigenkreationen sind auf dem Album zu finden, denn mit "Danger Zone" befindet sich auch ein Cover darauf. Dieser Song gehört zum Soundtrack des allseits bekannten Films "Top Gun". Das Lied wurde von Kenny Loggins 1986 erschaffen. Mit dem Song haben sie sich einen wirklich passenden Track gesucht, denn er ist voller Elan und zeigt was die Jungs alles so drauf haben. Desweiteren sind die Songs "Pain", "At Home", "Take Everything" und "Road to Nowwhere" zu erwähnen. "Pain" ist ein richtiger Kuschelsong, der dennoch sehr rockig daher kommt. "At Home" ist dagegen wieder einer der härteren Songs und bringt richtig Party-Laune rüber, genauso wie der nachfolgende Track "Take Everything", welcher kompakte und aggressive Gitarrenriffs beinhaltet, sowie ausgeprägten Basssound, welcher sofort auf sich aufmerksam macht. Eine richtige Ballade darf bei so einem starken Rock-Album natürlich nicht fehlen. Und da kommt "Road to Nowhere ins Spiel. Schön langsam und sehr instrumental, vorallem der beruhigende Klang des Keyboards, mit doch rockigen Passagen, muss sich diese Ballade auf gar keinen Fall verstecken. Man kann sagen, dass das gesammte Album überzeugt. Wer sich denkt: "Ach nö, Rock made in Germany, klingt so komisch." der wird hier positiv überrascht, denn es ist Chartfähig und kann Bon Jovi und co. den Kampf ansagen. Es ist, einfach gesagt, ein Album von sechs Freunden, die Spaß daran haben was sie machen und dies auch weitergeben wollen. |
| FAZIT: Für mich ein Nummer 1 Album! |
| WERTUNG: 9.5/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.fatro.de MySpace: http://www.myspace.com/fatro Amazon: Mother Bomb Phoenix |
| Sabaton - The Art of War (Powermetal) |
geschrieben von: Thominator vom 07.04.09 |
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Künstler: Sabaton Album: The Art of War Genre: Powermetal Label: Black Lodge Rel.Date: 30.05.2008 |
| DANKSAGUNG: Wir bedenken uns herzlich bei starkult.de für das zur Verfügung stellen des Albums. |
| TRACKLISTE: 01. Sun Tzu Says 02. Ghost Division 03. The Art Of War 04. 40:1 05. Unbreakable 06. The nature of Warfare 07. Cliffs of Gallipoli 08. Talvisota 09. Panzerkampf 10. Union (Slopes of St. Benedict) 11. The Price of a Mile 12. Firestorm 13. A Secret |
| BAND: Joakim Brodén (Vocals) Oskar Montelius (Guitars) Rikard Sundén (Guitars) Pär Sundström (Bass) Daniel Mullback (Drums) Daniel Mÿhr (Keyboard) |
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REVIEW: Sabaton wurde 1999 im schwedischen Falun gegründet. Ihre erste Demo-CD veröffentlichten sie im Jahre 2000 und hieß "Fist for Fight". Ihr Name "Sabaton" ist die Bezeichnung für eine Art Schuh bzw Fußpanzerung, welche im Mittelalter getragen wurde. Ihr Albumtitel "The Art of War" ist eine Anlehnung an das Buch von Sun Tzu, einen chinesischen General, der ca. 500 vor Christus lebte und ein Buch über "The Art of War", zu Deutsch "Die Kunst des Krieges" schrieb. Auch dass das Album 13 Titel hat ist kein Zufall, denn das Buch hatte auch 13 Kapitel. Dies bedeutet, dass wie in den vorigen Alben auch hier der Krieg als Thematik gilt.
Für Powermetaler, die auf epischen Sound stehen, bestimmt eine Überlegung wert, denn Power zeigt dieses Album in einigen Songs auf jeden Fall. Wer Probleme hat über das Thema 2. Weltkrieg zu reden, wird wahrscheinlich auch Probleme bekommen, wenn er hier die Texte hört. Doch wird hier klar keine politische Meinung verbreitet sonder nur die Geschichte erzählt. Manchmal spannend, manchmal weniger spannend. |
| FAZIT: Wer epischen Powermetal mag und Geld übrig hat, sollte mal im Laden vorbeischauen. |
| WERTUNG: 7/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.sabaton.net Amazon: Art of War |
| Broilers - Ruby Light & Dark EP (Punkrock / Ska) |
geschrieben von: Thominator vom 03.04.09 |
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Künstler: Broilers EP: Ruby Light & Dark Genre: Punkrock / Ska Label: People Like You / SPV Rel.Date:14.03.2008 |
| TRACKLISTE: 01. Ruby Light & Dark (Vanitas Album Track) 02. Geboren Zu Gewinnen ("Weißt Du es Schon" Punk Version) 03. Zusammen (Slime-coversong) 04. Woke Up This Morning (Cover zur Titelmelodie der TV-Serie "The Sopranos") 05. Wenn Du Jetzt Denkst - 08 ("Fackeln Im Sturm" Klassiker neu aufgenommen) |
| BAND: Sammy Amara (Vocals, Guitars) Ronald Hübner (Guitars) Andreas Brügge (Drums) Ines Smentkowski (Bass) Christian Kubczak (Keyboard) |
| REVIEW: Die Broilers, eine deutsche Punkrock-/Skaband, welche 1994 gegründet wurde. Zu den Gründern gehören Sammy Amara, Andreas Brügge und Ines Smentkowski. Ihre aller erste Debüt-Single erschien sogar noch auf Vinyl und hieß "Schenk mir eine Blume" und wurde 1996 veröffentlicht. Die "Ruby Light & Dark EP" gehört zu einer limitierten Auflage von 2222 Stück. Jede dieser CDs ist etwas besonderes, denn der Broilers-Schriftzug wurde von den Bandmitgliedern per Spraydose aufgetragen. Dies zeigt eine Bereitschaft der Band, die es selten gibt, ebenso symbolisiert es, dass die Fans der Band das Wichtigste sind. Mit "Ruby Light & Dark" haben sie den Hit von ihrem Album Vanitas ausgekoppelt. Der Song fetzt gut rein und macht Stimmung. Auch das Video dazu, dass ebenfalls auf der EP enthalten ist, ist genau nach meinem Geschmack. Nicht viel Effekte oder derartiges, nur die Band, ein paar Balletttänzerinnen und Grafiken. Vom Stil her etwas wie "Die Apokalyptischen Reiter - Friede sei mit dir". Doch das ist ja nicht der einzige Song, denn auch eine neue Version von der Ballade "Weißt du es schon" ist enthalten, die eindeutig mehr Punk enthält und auf der CD als "Geboren Zu Gewinnen" betitelt ist. Ebenso wurde von der Deutsch-Punk-Band Slime das Lied "Zusammen" gecovert, welches einfach nur begeistert. Die Broilers bedienen sich gerne an Mafia/Gangster-Klischees, dies wird auch auf dieser EP gemacht, denn ihre Interpretation von "Woke up this morning", dem Titelsong der Fernsehserie "The Sopranos", passt einfach in das Gesamtkonzept dieser CD. Ein eigener Klassiker aus dem Jahre 1997 wurde ebenfalls neu aufgenommen, der sich nennt "Fackeln im Sturm". Doch auf der CD heißt er mal wieder anders, nämlich "Wenn du jetzt denkst - 08". Ebenso mal wieder ein Song der für eine lockere und spaßige Atmosphäre sorgt. |
| FAZIT: Falls jemand mal im Laden rein zufällig noch ein Exemplar dieser Limitierten Auflage findet sollte: Zugreifen! Für Broiler-Fans schon fast ein Muss. |
| WERTUNG: 9/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.broilers.de/ MySpace: http://www.myspace.com/broilers |
| Panzerballett - Starke Stücke (Metal / Jazz) |
geschrieben von: Thominator vom 02.04.09 |
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Künstler: Panzerballett Album: Starke Stücke Genre: Metal/Jazz/Progressiv Label: ACT Music Rel.Date: 22.02.2008 |
| TRACKLISTE: 01. Pink Panther 02. M.w.M.i.O.f.R. 03. Smoke on the Water 04. Friede, Freude, Fußball 05. Wind of Change 06. Birdland 07. Dreamology 08. Thunderstruck 09. Zickenterror 10. Paranoid |
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BAND: +Gastmusiker |
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REVIEW: So wurde zum Beispiel "Pink Panther", "Smoke on the Water", "Wind of Change", "Birdland", "Thunderstruck" und "Paranoid" gecovert. Doch auch selber geschriebene Songs von Jan Zehrfeld wissen zu überzeugen. So zum Beispiel in "M.w.M.i.O.f.R.", welches Jazz einlagen besitz, wie auch brachiale Metaleinlagen. Für Leute die Jazz und Metal mögen der perfekte Cocktail. Die Cover-Songs sind ein hartes Stück, denn die Orginale darin wieder zuerkennen ist nicht sehr einfach, außer an den Refrains. Doch gerade deshalb ist die CD so interessant, man wird richtig dazu gedrängt sein Kopf zu benutzen. "Thunderstruck", ein für mich geniales Lied, wird hier stark abgewandelt, aber schon allein der Gittarenakt ist überwältigend. Doch wer gerne zu "Paranoid", Orginal von Black Sabbath, headbangt, darf dies hier mal in Slowmotion versuchen. Denn hier ist es eine Akustikversion, die recht langsam daherkommt aber zu gefallen weiß. Mit "Dreamology" wird man richtig überrannt. Ein sehr lauter und harter Anfang im Gegensatz zu den anderen Songs. Doch hier wird deutlich klar, Jazz + Metal funktioniert. Ein Ausreißer aus dem Gesamtkonzept ist "Zickenterror", indem sich Jan Zehrfeld mit der Gastsängerin Conny Kreitmeier ein Gesangsduell liefert. Vor allem ist dieser Song auch sehr humoristisch Gehalten. Denn es geht um Beziehungsstress und den Alltag eines Paares. Und das letzte Wort in diesem Song gehört, wie auch im Leben, der Dame. |
| FAZIT: Mit diesem Album beweisen Panzerballett, dass man Metal mit Jazz kombinieren kann und sich das sogar sehr gut anhören lässt. Für mich eine echte positive Überraschung und für Jazz-Fans die gerne auch mal Metal hörn oder andersrum genau das Richtige. |
| WERTUNG: 8.5/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.panzerballett.de MySpace: http://www.myspace.com/panzerballett Amazon: Panzerballet - Starke Stücke |
| Defueld - Defueld (Melodic Death Metal) |
geschrieben von: Thominator vom 02.04.09 |
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Künstler: Defueld Album: Defueld Genre: Hard Rock, Melodic Death Metal Label: Shortwave Records Rel.Date: 27.03.2009 |
| TRACKLISTE: 01. Spawn 02. Forever 03. Endless Roll 04. Hero(in) 05. Waiting In The Wings 06. Crime Of The Century 07. Retarded 08. Eye For An Eye 09. The Boy Who's Transparent 10. Rather Die Standing 11. Blind |
| BAND: Christoffer Wetterström (Vocals, Guitars) Alexander Anfalk (Guitars) Emil Bygde (Bass) Fredrik Hedberg (Keyboards) Patrik Jansson (Drums) |
| REVIEW: Was jedem auffallen sollte, der Schreibfehler im Namen. Warum das "e" an vorletzter Stelle in Defueld fehlt, wird leider nirgendwo erwähnt. Doch damit sind sie nicht die erste Band die Schreibfehler in ihrem Namen tragen, z.B. Led Zeppelin taten dies schon vor ihnen. Wer sich jetzt fragt: "Was ist an Led Zeppelin falsch?", dem werde geholfen, denn der Name kommt von Blei Zeppelin, also im Englischen Lead Zeppelin, aber wegen der Aussprache wurde das "a" einfach weggelassen, also Led. Aber ob der Schreibfehler auf meiner Promo-Disc Absicht ist oder nicht, dass ist eine andere Frage. Denn bei dem Titel "Crime of the Century" wurde ein r zu viel in Century eingefügt so das "Centrury" entstand. Vielleicht wollten sie mich ärgern oder haben sich mehr auf ihre Musik konzentriert. Die Band kommt aus Schweden, genauer gesagt aus Stockholm und besteht aus 5 Mann. Warum die 5 Mann aus Stockholm im sonst so hochgelobten schwedischen Bildungssystem eine solche Rechtschreibschwäche haben bleibt unbekannt... Ihr Stil lässt sich einordnen zwischen Hard Rock und Melodic Death Metal, erinnert mich auch sehr stark an In Flames und Metallica. Daher fällt es schwer die Band genau einzuordnen. Nun zur CD selber, das Cover wird geziert durch eine Hälfte eines Flügels. Aber das ist auch nichts neues, wie schon der Schreibfehler im Bandname, gibt es auch Alben die mit einem halben Flügel geziert sind, wie z.B. Viva los Tioz von den Böhsen Onkelz. Aber es ist ja nur das Cover. Doch auch bei den Songs selber wird man immer wieder an andere Songs erinnert. So schon im ersten Song und damit Opener "Spawn". Toller Sound und geht auch gut ab, aber irgendwo her kommt mir das bekannt vor. In Flames mit "Cloud connected" lassen grüßen. Aber dennoch macht das Lied hunger auf mehr. Und dieser Hunger wird auch gestillt, denn schon in den nächsten 3 Songs gibts satte Kost. Harte und stimmige Melodien die zeigen was die Jungs so drauf haben, denn der dritte Song "Endless Roll" klingt einfach rund und frisch. Dass die Jungs auch anders können beweisen sie mit "Waiting in the Wings". Eine Ballade, die sehr hymnisch wirkt und sich wie ein Ohrwurm einnisstet. Ebenso mitreissend aber härter zeigen sich "Crime of the Century" und "The Boy who´s Transparent", die für mich zu den besten Titeln dieses Albums zählen. Defueld, eine Band von der man in Zukunft wohl noch mehr hören wird, wenn sie etwas mehr wagen und herum experimentieren. Das ganze Album kann man sich echt gut anhören und es weis auch zu gefallen. Doch Teilweise wirkt der Gesang zu freundlich im Vergleich zu den Gitarren. Ebenso klingt es als ob sie etwas verbessern wollen und nichts Neues machen und das lässt sich leider raus hören. |
| FAZIT: Obwohl sich vieles so anhört, als ob man es schon kennt, bietet Defueld ein Album das sich gut hören lässt, aber überzeugen können Defueld trotzdem nicht ganz. |
| WERTUNG: 7.5/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.defueld.com/ MySpace: www.myspace.com/defueld Amazon: Defueld |
| Willie Tanner - How To Be A Complete Bastard (Alternativ Rock) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 01.04.09 |
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Künstler: Willie Tanner Album: How To Be A Cpmlete Bastard Genre: Alternativ Rock Label: JumpStart Music Rel.Date: 3.04.2009 |
| TRACKLISTE: 1. Bored Treasure 2. Home Sweet Homeless 3. Icecream Wars 4. How To Be A Complete Bastard 5. Up To You 6. Serial Memory Killer 7. Boogiepop Phantom 8. My Poet Monster 9. Plastic Feelings |
| BAND: Kate T (vocals) Sergio (guitar) Markus (guitar) Niko (bass) Andi (drums) |
| REVIEW: Da freut man sich, dass man eine Promoinfo mitgeliefert bekommt und sich nicht alles selbst zusammensuchen muss, um dann festzustellen, das in der Info ordentlich Mist verzapft wird. „Heftiger Gitarrensound, tighte Drums und rauer Gesang [...]“, nichts für Ungut, aber Willie Tanner (die Band hat sich nach dem Ziehvater von Alf benannt) ist eine ordentliche Alternativ-Rock Band, die sich von Punk und Metal beeinflussen lässt, aber nichts mit einer Metal Band zu tun hat. Da dies nun geklärt wäre, können wir auf das Album „How To Be A Complete Bastard“ eingehen. Willie Tanner hebt sich von der Mainstream Masse ab, das muss man ihnen wirklich zu Gute halten, doch zur Perfektion fehlen noch ein bis zwei Schritte in die richtige Richtung. Das Cover ist spielerisch angehaucht und kreativ ausgearbeitet, also dafür gibts schonmal ein Lob an den Grafiker. Die Struktur des Albums ist ordentlich und zugleich interessant. Der Titelsong „How To Be A Complete Bastard“ befindet sich auf Platz 4 und er ist definitiv nicht das gelungenste Stück auf der Scheibe. Videospielartige Soundtracks prägen diese Platte, ein Markenzeichen ist gut und recht, doch im Titelsong gibt es extrem ausgeprägte Phasen und ich würde das nicht nur als elektronisch angehaucht betiteln. Der Opener „Bored Treasure“ hingegen beginnt noch mit handgemachter Musik und ist ein emotionsgeladenes Stück, das im Vergleich zu den anderen Tracks noch recht ruhig ist. Nach dem relativ ruhigen Einstieg legt „Home Sweet Homeless“ etwas zügiger nach und besticht durch seine Lyrik „It's not getting better - Even though I work on me - Won't you shut up before you disagree – What's left inside is a rising disease – Home sweet homeless“. „Icecream Wars“ dient nicht nur dazu, sich über den Titel zu amüsieren, sondern auch Einleitung des Titelsongs. Da wären wir auch schon bei der Halbzeit, der recht kurz geratenen Platte. „Up To You″ und „Serial Memory Killer“ laufen auf das gleiche Prinzip hinaus, Liebe und Verlust – Gefühle die wir alle kennen. Die Tracks sind gut umgesetzt und können sich sehn lassen, wobei nach dem Titelsong nichts mehr schocken kann. Es überrascht um so mehr, dass nach dieser melancholischen Stimmung ein partytauglicher Song ausgepackt wird, „Boogiepop Phantom“ rockt ordentlich durch die Boxen und ich muss sagen, hier wirken die Videospiel Soundeffekte auch nicht so erdrücken, wie bei „How To Be A Complete Bastard“ und fügen sich perfekt in den Track ein. „My Poet Monster“ und „Plastic Feelings“ spiegeln noch einmal Themen wieder, die wir alle kennen und setzten somit den Schlusspunkt. Eine knappe halbe Stunde, dann ist das ganze Spektakel vorbei. Das Album „How To Be A Complete Bastard“ wird Willie Tanner Sympathiepunkte bringen, allein schon, da sie sich selbst - wie auch ihre Musik - nicht all zu Ernst nehmen. Wenn man es aussen vor lässt, dass Willie Tanner keine Metal Band, sondern eine Alternativ-Rock Band sind, machen sie einen guten Job der sich sehen (Anm.d.Red.: und hoffentlich auch hören ;P) lassen kann! |
| FAZIT:
Das musikalische Können von Willie Tanner ist nicht abzustreiten, zumindest nicht für die, die auf Alternativ-Rock stehen. Für diejenigen, die eher die harte Schiene fahren gilt: Finger weg von dem Album, denn wo „Bastard“ drauf steht, ist nicht immer „Bastard“ drin! |
| WERTUNG: 7.5/10 |
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Offizielle Homepage: kaputtrocken.de |
| Eternal Tango - First Round At the Sissi Cafe (Rock / Emocore) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 24.02.09 |
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Künstler: Eternal Tango |
| TRACKLISTE: 01. First Round At The Sissi Café 02. Lady Berlin And The Acrobats (Episode 1) 03. Narya, Narya... So Glad You Found Your Way 04. Coincidence Dies In C 05. Knock Me Out Princess 06. Goodbye Glamour, Hello Cabaret (Episode 2) 07. Jackie Boy Is Leaving Town 08. Anthem To A Forgotten Hero 09. Not Really Dead...Not Quite Alive (Desperate Romantics) 10. The Melody Of Goodbye |
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BAND: |
| REVIEW: Vor 5 Jahren begann die Bandgeschichte von Eternal Tango in Dudelange, die viertgrößte Stadt Luxemburgs. Viele Bands schaffen es in kürzester Zeit Preise zu erlangen, doch geraten genauso schnell in Vergessenheit. Eternal Tango sahnten zusammen mit Spyglass den Preis „CD des Monats“ von der Musikzeitschrift „Visions“ ab und legten danach eine kreative Pause ein. Wer hätte erwartet, dass sie sich zurückmelden, oder gar ein so sympathisches Album auf den Musikmarkt werfen? Wenn man es genau nimmt, war es gar nicht so abwegig. Sie gewannen ja schließlich 2006 den "Battle of the Bands" Contest & in Esch-Alzette in der Rockhal das Finale des Printemps de Bourges. 2007 kamen dann direkt 4 Nominierungen bei dem Elie Music Award 2007 dazu und die Auszeichnungen für den Zuschauerpreis für den Besten Live-Auftritt, sowie "Elie" in der Kategorie Best Rock & Pop mit nach Hause. „First Round At the Sissi Cafe“ nennt sich das Album der 5 modebewussten Herren.Die optimale Zusammenstellung von guten Texten und der passenden Musik sorgt dafür, das sich das Album abhebt. Im Gegensatz zu Bands mit größerem Namen sind Eternal Tango damit beschäftigt Spaß an der Musik zu haben und sich nicht irgendwelchen sinnlosen Selbstdarstellungen hinzugeben. Melodiöser und standhafter Gesang, mit dem richtigen Ausgleich von Geschrei zieht sich durch das Album, genauso wie rockige Gitarren und genügen Einlagen die zum Abreagieren und Pogen einladen. Was auf einem Album natürlich nicht fehlen darf, ist die Abwechslungsreiche Gestaltung. „Knock Me Out Princess“ Doublebass und Shout-Parts die David Moreira gekonnt meistert. Die nächste Stufe wäre dann „Not Really Dead....Not Quite Alive (Desperate Romantics)“, noch ein Stück aggressiver als „Knock Me Out Princess“ und bläst einem die Ohren für das Outro „The Melody Of Goodbye“ frei. Natürlich ist „First Round At the Sissi Cafe“ nicht perfekt (...welches Album ist das schon?!) und enthält auch Stücke wie „Goodbye Glamour“, die nichts besonderes enthalten und auf jedem 2. Album der momentan Alternativebands sind. Schade eigentlich, Eternal Tango hat wirklich Potential und sollte sich von den 0815 Tracks fern halten. Es ist ja scheinbar nicht so, als würden sie es nicht können, denn auch Stücke wie „Narya, Narya ...So Glad You Found Your Way“, das z.B. sehr emotional und ruhig ist, oder „Lady Berlin And The Acrobats (Episode 1)“, der Opener, der eingängige Melodien mit einer angenehmen Stimme und dem passenden Songtext verbindet. |
| FAZIT: Im Großen und Ganzen ist „First Round At the Sissi Cafe“ ein gutes Album und durchaus sein Geld wert. Auch den Herrschaften, denen es noch an Überzeugung fehlt, kann geholfen werden. Wir dürfen auf das nächste Album gespannt sein und auf das, was uns Eternal Tango noch zu bieten hat. |
| WERTUNG: 8.5/10 |
| Homepage: Eternaltango.net Amazon: Eternal Tango - First Round At the Sissi Cafe |
| Dying Humanity - Fallen Paradise (Death Metal) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 24.02.09 |

Künstler: Dying Humanity
Album: Fallen Paradise
Label: Restrain Records
Rel.Date: 2007
| TRACKLISTE: 01. Intro 02. Light Of Reality 03. Wrong Turn 04. The Last Breath 05. Paranoia 06. Confused 07. The Old One Remains 08. Fallen Paradise |
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BAND: |
| REVIEW: Direkt vorab: Bei Dying Humanity handelt es sich nicht um einen weiteren Metal-Core-Sprössling, sondern um eine Band, die sich langsam aber sicher einen Platz – in den oberen Reihen – der Death-Metal Szene aufbaut. Das Debut Album „Fallen Paradise“ ist zwar vom Titel her nicht wirklich einfallsreich, bietet aber musikalisch genug Abwechslung. Der Anfang wirkt noch clean und ordentlich, doch der Frontmann lässt uns nicht lange warten und überzeugt sowohl mit hohem Gekeife, wie auch mit heftigen Growls. Heutzutage ist man es gewohnt, das cleane Refrains eingeworfen werden, um das ganze Stück humaner zu gestalten, doch darauf verzichten Dying Humanity komplett. Bevor es dann in Richtung Emo, Nu Core, etc. geht, werden melodische Parts mit Solos eingeworfen. Das Layout der CD sagt einem auch direkt auf anhieb zu, wobei man direkt an Heaven Shall Burn denken wird. An sich ein gelungenes Stück, auch wenn es nicht perfekt ist, es ist aber davon auszugehen, dass wir von Dying Humanity noch einiges zu erwarten haben. Die Abwechslung auf dem Album fehlt definitiv. Die Songs auf „Fallen Paradise“ haben erschreckender Weise alle, bis auf 1-2 Ausnahmen, den gleichen Aufbau: Einen schnellen und tosenden Einstieg, darauf folgt der stimmliche Wechsel zwischen grunzen und shouten und im letzten Drittel folgten Solo-Parts. Ken und Kai wissen, wie sie mit ihren Gitarren umgehen müssen und fegen ordentlich mit den Fingern über die Seiten, doch das sorgt dafür, dass die Songs zu gitarrenlastig rüberkommen. Manchmal ist weniger mehr. Doch das instrumentale können der Band ist nicht zu bestreiten und lässt uns auf die nächste Album Veröffentlichung hoffen. Anhand des Masterings von Jacob Hansen (Hatesphere, Aborted) hätte man etwas mehr erwarten können. „Fallen Paradise“ kann für den einen oder anderen, beim zuhören, anstrengend werden, da das Pendeln zwischen Gegrunze und Geshoute ab und an zu schnell von statten geht. Ein weiterer Punkt wäre dann Danny's Part, der ab und an wie besessen auf den Drums rumhämmert. Man kann sagen, dass „Fallen Paradise“ definitiv nichts für Schwache nerven ist und auf jeder Party – bei der man sinnlos gegen die Wand rennen will – ankommt. |
| FAZIT: Die Kritikpunkte werden keinem auffallen, der sich das Album kauft und es zum ersten mal durchhört, somit kann ich es jedem Death-Metaller nur ans Herz legen. Gebt dieser Band eine Chance euch zu begeistern. Im Großen und Ganzen ist das Album, für ein Debut Album, ordentlich. |
| WERTUNG: 5/10 |
| MySpace: myspace.com/dyinghumanity Amazon: Dying Humanity - Fallen Paradise |
| Bullet For My Valentine - Hand Of Blood (Metalcore) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 24.02.09 |

Künstler: Bullet For My Valentine
Album: Hand Of Blood
Label: Gun Records / Sony BMG
Rel.Date: 10.05.2005
| TRACKLISTE: 1.Hand Of Blood | Live 2.Suffocating Under Words Of Sorrow (What Can I Do) | Live 3.Cries In Vain | Live 4.Tears Don´t Fall | Live 5.All These Things I Hate (Revolve Around Me) | Live 6.Video Download Link: Hand Of Blood | Live |
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BAND: |
| REVIEW: 4 Walisern auf dem Weg zum Erfolg, so steht es in der englischen Fachpresse und auch in vielen deutschen Metalmagazinen. Wenn man sich die Premium-Maxi Hand Of Blood - Live At Brixton anschaut, kann man dies nur bestätigen. 5 Liveaufnahmen, die zeigen, das Bullet For My Valentine wissen, was sie tun. Erfrischend, leicht und rocken stellt sich die 5-Track-EP in die Verkaufsregale der CD-Handlungen und schlägt ein, wie eine Bombe. Das Ganze aber durchaus verdient. Die Qualität der Aufnahmen ist optimal, so wie auch die Texte und die instrumentelle Begleitung. Gekonnt umgesetzt und einen Schritt ins Neue gewagt, d.h. ein frischer Wind zieht durch unsere Metallerherzen und dennoch bleiben wir uns treu. Alles in einem; ihr werdet mehr wollen! Jeder Track für sich ist ein Schlag mitten ins Gesicht; was will ein Metaller mehr? - Die Riffs wurden von Vorbildern wie Iron Maiden oder Testament geprägt, stürmische Metalcore-Attitüden, die auf einen niederfallen wie der reinste Donner und sorgen für einen ordentlichen brachialen Druck, der nur noch von der Power der Band übertroffen werden kann. Hand Of Blood - Live At Brixton ist somit für all jene zu empfehlen, die dem Druck standhalten können. Das Krönchen darf sich wohl der Track Cries in Vain aufziehen. In diesem Stück werden alle Elemente von Bullet For My Valentine widergespiegelt. Die brachiale Gewalt, die emotionale Seite und die spürbare Power, die Bullet For My Valentine verkörpert. |
| FAZIT: Das einzige was es an Hand Of Blood - Live At Brixton zu bemängeln gibt wird wohl sein, dass die EP allein zum Geld machen produziert wurde. Den die Veröffentlichung Hand Of Blood gab es schon vor 1 ½ Jahren, mit teilweise anderen Tracks und ohne Download Link zum Video. Die Qualität hat sich gesteigert, doch ist es im Endeffekt das gleiche geblieben. |
| WERTUNG: 5/10 |
| Homepage: Bulletformyvalentine1.com Amazon: Bullet For My Valentine - Hand Of Blood |
| Alghazanth - Wreath Of Thevetat (Majestic Black Metal) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 24.02.09 |
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Künstler: Alghazanth Album: Wreath Of Thevetat Label: Woodcut Records / Twilight Rel.Date: 25.02.2008 |
| TRACKLISTE: 1. Moving Mountains (6:42) 2. The Kings to Come (6:51) 3. The Phosphorescent (5:42) 4. On Blackening Soil (5:17) 5. Rain of Stars (6:14) 6. Twice-Born (6:34) 7. Future Made Flesh (5:23) 8. As Nothing Consumes Everything (5:35) |
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BAND: |
| REVIEW: Finnland erfreut aufs neue die Herzen der Black Metaller. Man kann eigentlich nicht sagen, dass Alghazanth neu auf dem Musikmarkt wären, denn das Fünfergespann gibt es schon seit geschlagenen 13 Jahren. Die Namen klingen böse und genauso böse ist auch das Bühnen make-Up der 5 Finnen. Die Frage die uns nun alle beschäftigen dürfte ist wohl: „Sie hören sich böse an, sie sehen böse aus, doch machen sie auch böse Musik?“ Um die Antwort auf diese Frage zu finden, müssen wir ein gutes Jahrzehnt zurückspringen, in die Zeit, in der der Black Metal neue Ausmaße angenommen hat. Wir bewegen uns nun in der Geschichte des Black Metals, in der Alghazanth angefangen haben, Musik zu machen ... in einer Zeit, in der der Black Metal einen noch mit Haut und Haaren gefressen hat. Paart man diese zeitliche Entwicklung nun mit symphonischem, rasendem Black Metal und einigen melancholischen Einlagen haben wir das, was Alghazanth ausmacht. Die Frage, ob die Musik genauso böse ist wie der Rest, kann man mit einem klaren JA beantworten. Alghazanth umschlingen ihre Beute und ziehen sie direkt in die Hölle hinab. 4 Jahre hörte man nichts aus der Brutstätte von Alghazanth, bis sie sich 2008 mit „Wreath Of Thevetat“ zurück meldeten. Der Opener bildet zugleich einen netten Einstieg in das Album, wie auch einen Beleg für die hier genannte Vorgeschichte. „Moving Mountains“ wiegt einen in eine nichts ahnende melancholische Stimmung, aus der man schockartig heraus geprügelt wird, doch danach kehrt direkt eine Vertrautheit wieder. Ein auf und ab der Gefühle und das schon allein im Opener, was haben wir also noch für Überraschungen in diesem Album zu erwarten? - ... majestätische und progressive Tracks, wie „On Blackening Soil“ und „The Kings to Come“ oder noch beeindruckendere Stücke wie „The Phosphorescent“, die durch die perfekte Balance zwischen finsterer Romantik und düsteren Melodien umher schwankt. Um die Euphorie nicht zum überlaufen zu bringen, muss man dem Ganzen vorweg nehmen, dass der Ideenreichtum etwas hinterher torkelt. Das Ganze Konzept, wie es auf dem Album „Wreath Of Thevetat“ dargelegt wird ist definitiv nicht neu. Was man den werten Finnen zu Gute halten muss ist, dass viele Bands an der Umsetzung dieses Konzepts scheitern, doch davon ist bei Alghazanth nicht die Rede. Das Album bildet ein harmonisches, starkes, opulentes und theatralisches Päckchen, dass durch Keyboardparts zusammengehalten wird. Das Keyboard tritt bei Bedarf in den Vordergrund, bildet aber im Großteil nur das Bindungsglied. In Tracks wie „Rain Of Stars“ wird klar, was diesbezüglich mit Bindungsglied gemeint ist. Der Track "As Nothing Consumes Everything" gibt sich zum Abschluss die Ehre, läutet ein entspanntes Ende ein und macht aus dem Album eine runde Sache. |
| FAZIT: Das Konzept ist keine Neuheit, aber darüber darf man hinweg sehen. Alt heisst nicht immer schlecht und genau das stellen Alghazanth unter Beweis. Was ihnen an Individualität und Einfallsreichtum fehlt, gleichen sie mit Spielfreude, Atmosphäre, Tempo und Können aus. Wer sich in den späten 90er Metal Jahren wohl fühlt, wird an diese Platte wohl nicht vorbei kommen. |
| WERTUNG: 6,5/10 |
| Homepage: Alghazanth.com Amazon: Alghazanth - Wreath Of Thevetat |
| Alev - Alev (Alternative Rock) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 23.02.09 |
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Künstler: Alev Album: Alev Label: Fastball Music / Sony BMG / Neo Rel.Date: 23.05.2008 |
DANKSAGUNG: Ich bedanke mich bei der Band Alev für die direkte Zustellung des Albums.
TRACKLIST:
1. Where are you
2. Crawling under
3. My cover
4. Unique
5. Stained lies
6. On my own
7. Devotion
8. Disconnected
9. Institutionalized
10. At the right time
11. Cause and effect (Remix 2007)
12. At the right time (Video)
BAND:
Patrick Fleischer (Guitar)
Martin Fahrnholz (Bass)
Saner Ariduru (Guitar/Keybords)
Niki Brockt (Drums)
Alexandra Janzen (Vocals)
REVIEW:
... eine Münchner Band greift nach den Sternen – das ist eigentlich nichts Neues, doch Alev hat das Potential dies auch zu erreichen. Eine Mischung aus Alternativ Rock mit Einflüssen des Elektro und des Death-Metals bilden das Gerüst für die kraftvolle Stimme der Sängerin Alexandra Janzen. Eine starke Front-Frau ist aber dennoch kein Erfolgsgarant für eine Band, Patrick Fleischer (Guitar), Martin Fahrnholz (Bass), Saner Ariduru (Guitar/Keybords) und Niki Brockt (Drums) bilden hierbei die Halterungen des Gerüst und verstärken es mit Können und Leidenschaft. Der Bandname Alev soll diese Leidenschaft sichtlich verstärken, denn er Bedeutet übersetzt „Flamme“.
Das gleichnamige Album „Alev“ wird definitiv nicht langweilig, da der Name („Flamme“) das Programm darstellt, nachdem sich die 5 Münchner richten. Die Songs sind eingängig und bieten genügend Abwechslung - vom zarten Flüstern bis zum Löwengebrüll ist alles vorhanden und wird von den gekonnt gespielten Instrumenten unterstrichen. Death-Metal-Einlagen, rockige Abgänge und melancholische Balladen verziert mit bissigen Texten und der Melodie im Vordergrund, da dürfte jedes Rockerherz höher schlagen.
Der Opener „Where Are You“ zeigt uns direkt den Fassettenreichtum des kompletten Albums, das melodisch gehaltene Stück wird durch das elektrolastige Intro zum Leben erweckt und schreit ab dem Mittelteil dem Leben entgegen.
Es scheint, als würde „My Cover“ nur dazu dienen, die Stimme von Alex in den Vordergrund zu stellen und das ist Alev wirklich gelungen, gerade bei diesem Stück wird klar, dass Alex ihrer Vorgängerin in keiner Weise hinterherhinkt, sondern eher noch für den Antrieb der Band sorgt. Alex's Stimme ist in diesem Stück teilweise fast instrumentfrei zu hören und macht es, auf diesem Album, einzigartig.
Stücke wie „Unique“ und „Devotion“ sind auf die gleiche Stufe zu stellen, sie fassen das Grundprinzip des Albums auf; den Überraschungseffekt. Der Beginn und die Eingängigkeit der Tracks lassen auf eine Ballade schliessen, bei denen die Texte immer im Vordergrund stehen. In dem Stück „Unique“ findet man einen perfekten Wechsel zwischen Gitarre und Drums und „Devotion“ stachelt gegen Ende noch mal ordentlich an um auf das schnellere Stück „Disconnected“ anzuschließen.
Bei „Stained Lies“ sieht die ganze Sache schon wieder anders aus, das Stück lebt vom Tempo, das sich immer mehr Steigert. Ein Gitarrensolo, das ebenso gut platziert, wie auch gespielt wurde passt optimal zu den geshouteten Parts, die das Stück so abwechslungsreich gestalten. „Stained Lies“ ist somit eines der gelungensten Stücke auf diesem Album und wird dennoch von „Institutionalized“ gesteigert.
„Institutionalized“ ist das, mit Abstand, härteste Stück auf dem Album „Alev“ und bietet, vom ordentlichen Tempo mal abgesehen, einen gemischten Chorus und im Gegenzug hierzu auch genügend Atempausen, die man bei diesem Track auch dringend nötig hat.
Das Schlusslicht „At The Right Time“ erstrahl als Halbballade und ist direkt die erste Singleauskopplung aus „Alev“. Ein sehr ruhiges Stück, dass durch die Grundmelodie und Ausstrahlung die beste Wahl zur ersten Auskopplung darstellt.
Das Licht geht dann endgültig mit dem Bonustrack „Cause And Effect“ aus. Dieses Stück bildet eine eigene Atmosphäre und hebt sich durch die starken industrial- und elektrolastigen Parts vom kompletten Rest-Album ab. Die verzerrten Gesangparts, die sich durch das ganze Album ziehen, kommen hier äusserst eindrucksstark zum Einsatz.
FAZIT:
Alex hat sich offensichtlich sehr gut in der Band eingelebt und bildet das optimale Bindungsglied zwischen der Vergangenheit und Zukunft von Alev. Das Album „Alev“ hat starke Ohrwurm Tendenzen und wird daher nicht so schnell in Vergessenheit geraten.
Die ach so bösen Death-Metaller dürfen an diesem Album nicht all zu viel Freude haben, da die Shouts etwas zu kurz kommen, doch für jeden Musikliebhaber, der sich auch gern mal etwas rockiges anhört, ist dies ein lohnenswerter Kauf!
WERTUNG:
9/10
MySpace: http://de.myspace.com/alevmusic
Amazone.de: Alev - Alev
| God's Second Son - Planta 4° (Trash Metal) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 09.05.08 |
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Künstler: God's Second Son |
| TRACKLISTE: 1. God's Second Son 2. Fallen 3. Tha Perfect Murda 4. The Flower Red 5.0 5. Away 6. War Among Soulmates 7. The Swan Song: Methylamphetamine 8. Swan Song: The Very End |
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BAND: |
| REVIEW: Die Geschichte des Metals geht nun seit ewigen Zeiten den Bach runter. Immer mehr Metaller verkaufen Ihre Musikerseelen zu einem Mindestlohn an die kommerzielle Gesellschaft. Der Mindestlohn besteht daran, dass man mehr Auftritte und evtl. mehr Geld erntet, doch macht diese Art von Erfolg glücklich? - Ist es nicht schöner, sich in den Augen der Fans noch selbst zu erkennen? Die Herren von God's Second Son versuchen diesem Schema ein ende zu setzen und werden daher von einigen News-Magazinen als „Retter des Metalszene“ betitelt – ob dies nun zutrifft oder nicht, müsst ihr kurzer Hand selbst entscheiden. Die ersten Gehversuche kamen 2007 mit "Third Testament", die Jungs machten aber erst 2008 mit „Planta 4°“ wirklich auf sich aufmerksam. Ein sehr klassisches Scheibchen, das zum mitgröhlen einlädt. Wie beschreibt man das Album „Planta 4°“ am besten? - Ich denke mit Trash, Trash und noch mal Trash. Das komplette Gesamtpaket stimmt und lässt sich sowohl in einer kleinen Kellerkammer allein, oder mit 2500 anderen Menschen auf einer Party hören. Es gibt eigentlich keine Highlights auf diesem Ausnahmewerk, dennoch bekommt man ordentlich was auf die Ohren gedonnert. Das Ganze sollte aber nicht den Blick fürs Detail trüben, abwechslungsreich ist „Planta 4°“ allemal. God's Second Son reit sich selbstbewusst zwischen den heutigen Neo-Thrash-Bands ein und steht weder im Schatten von EKTOMORF, oder anderen Szenekollegen. „Planta 4°“ ist, für den ersten richtigen Schritt in die große weite Welt, wirklich gelungen. Die reinrassige Trash-Metal Band versucht in diesem Album ihre eigenen Ideen unter zu bringen, so das man zeitweise immer wieder mit erstaunen zuhört. Die ersten zwei Tracks „God's Second Son“ & „Fallen“ sind noch recht eintönig gehalten, wobei der dritte Track „Tha Perfect Murda“ bei einigen Riffs viel zu anstrengend, um das Stück zu genießen, ist. Da man relativ schnell durch „Tha Perfect Murda“ getrieben wird, erstaunt es um so mehr, dass der darauf folgende Track „The Flower Red 5.0“ von einem ruhigen Intro angeführt wird. „Away“ hüpft uns dann auch schon mit gesprochenen Parts entgegen und bei dem Zweiteiler „The Swan Song: Methylamphetamine & The Very End“ sieht man wieder die indirekte Vielseitigkeit von God's Second Son. Bei „Methylamphetamine“ erhält man ein Instrumentales Stück, das etwas melancholisch angehaucht ist, aber nicht genügend Abwechlung bietet, um als ordentlicher instrumentaler Track durch zu gehn. Bei „The Very End“ bekommt man zu guter letzt noch mal alles um die Ohren geschlagen, was die Jungs zu bieten haben. Wirklich auffallend ist auf „Planta 4°“ nur „Away“, das Stück entspricht zwar nicht dem wahren Ursprungstrash, da es dafür definitiv zu sehr rockt, aber dafür hebt es sich im Allgemeinen hervor. Wie schon gesagt, an sich ein gutes Album, zumindest für den ersten Gehversuch Richtung Erfolg, doch bei weitem noch nicht perfekt. Es ist faszinierend, dass „The Very End“ als Hidden Track das Ende des Albums ziert, wobei diesem Song definitiv die „Hidden Track Eigenschaft“ fehlt. Auch ein Punkt, an dem gemeckert werden darf, ist die Abmischung der Vocals, das Ganze wäre durch aus etwas sauberer gegangen. Marco hat definitiv Power in seinen Stimmbändern und diese sollte auch qualitativ gut bei der nächsten Veröffentlichung hervorgehoben werden. |
| FAZIT: Die Jungs haben das, was viele Bands nicht mehr haben: Spass an dem was sie machen und ein wahnsinniges Potenzial, solange sie nicht dem Kommerz verfallen und sich treu bleiben, würde ich sagen „Daumen hoch“! |
| WERTUNG: 8/10 |
| Homepage: Godssecondson.com Amazon: God's Second Son - Planta 4° |
| Drone - Head-On Collision (Moderner Thrash) |
geschrieben von: Andreas vom 18.02.08 |
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Künstler: Drone Album: Head-On Collision Label: Armageddon Music / Soulfood Rel.Date: 16.02.2007 |
| DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CD. |
| TRACKLISTE: 01. Theopractical 02. Welcome To The Pit 03. Stampmark 04. Chainsaw Symphony 05. Jericho 06. In The End 07. High Octance 08. Intimidation 09. Life Of Riley 10. Carnophile 11. One In A Million |
| BAND: Moritz Hempel ........ Hauptgesang & Gitarre Felix Hoffmeyer ...... Schlagzeug Marcelo Vasquez ..... Gitarre & Begleitgebrüll Martin Froese ......... Bass & Begleitgebrüll |
| HINTERGRUNDINFO: Drone machen Nägel mit Köpfen. 2005 gewinnen sie auf dem Wacken Open Air den Metal Battle Contest, 2006 wird im Stage One Studio bei Andy Claasen (unter anderem: Dew Scented, Graveworm, Die Apokalyptischen Reiter, Tankard) das Album eingezimmert, dass seit dem 16.02.2007 erhältlich ist und nun gehts als Special Act bei der Metal Battle Tour 2007 auf Reise durch Deutschland. |
| REVIEW: Druck von vorne bis hinten mit einer kleinen Ausnahme beim sechsten Song "In The End", der allerdings auch keine Weichspülerballade, sondern einfach ein extrem fettes langsameres Teil ist. Passende Lyrics, tolle Refrains, tolle Musiker, moderner Thrash Metal: Holla, Drone hauen mich einfach um! Ich habe das Album nun etwa sieben Mal komplett durchlaufen lassen und es wird kein bisschen langweilig. Auch die Produktion ist über jeden Zweifel erhaben, die Scheibe hat einfach alles, was ein perfektes Metal-Album braucht. Das einzige, was die volle Punktzahl verhindert, sind ein paar für meinen Geschmack nicht ganz so runde Parts beim letzten Stück "One In A Million", wobei ich den Song trotzdem mit bestem Gewissen auf Metal Refinement laufen lassen könnte. Das ganze in sehr wenigen aber sehr deutlichen Worten: JEDEN Song des Albums kann man auf Metal Refinement laufen lassen. Zum Start des Albums begrüßt uns Moritz Hempel mit einem fröhlichen Grunzruf und man weiss, was angesagt ist: Moderner Thrash at its best, mal melodischer, mal brutaler. Viele Sänger scheitern daran, einen melodischen Refrain aggresiv klingen zu lassen, nicht so Moritz. Hier gibts kein aus diversen Metalcore-Songs bekanntes, nervendes Rumgeschrei, dass im Refrain dann zu einem poppigen Gesäusel wird. Die perfekte Mischung aus Aggresivität und Melodik zieht sich als roter Faden durch das gesamte Album. Die absolute Partygranate dürfte dabei der satte Mosher "Chainsaw Symphony" sein. Treibend, abwechslungsreich und ein absoluter Mitgröhlrefrain - der Song lässt keine Wünsche offen. In der Mitte des Albums bekommen wir eine kleine Verschnaufpause mit dem langsamen und ruhigeren "In The End", auf dem zu hören ist das Moritz sich auch clean verdammt gut anhört. Mit einer klassischen Ballade hat der Song allerdings nichts zu tun, dafür ist er dann doch eine Kante zu rau. Sobald es zum nächsten Song geht, ist sofort klar, das wars mit Ausruhen, jetzt gibts wieder Zunder. Einer der abwechselungsreichten und geilsten Songs auf dem Album ist "Intimidation" der ein paar Grooves beinhaltet, die an Material von Panteras "Vulgar Display of Power" Album erinnern, aber das mag nur ein kleiner Einfluss gewesen sein, denn kopiert wird hier nichts. Hier wird wirklich das volle Brett abgezogen, brutale Rhytmusgitarre und fantastische Leadgitarre geben sich ein grandioses Tänzchen und Moritz singt sich die Seele aus dem Leib. Wer bei diesem Stück ruhig bleibt, muss schon tot sein. Sehr viel Platz für die Leadgitarre gibts auf "Life Of Riley" und auch der Schlagzeuger darf sich deutlich in den Vordergrund stellen. Nach "In The End" das zweitlangsamste Lied auf der Scheibe, hier stehen die Instrumente klar im Vordergrund und das kommt wunderbar rüber. |
| FAZIT: Geil. Einfach nur geil. KAUFEN |
| WERTUNG: 9/10 |
| MySpace: www.myspace.com/dronemetal Amazon: Drone - Head-On Collision |
| Tokyo Dragons - Hot Nuts (Retro Rock) |
geschrieben von: Andreas vom 28.09.07 |
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Künstler: Tokyo Dragons Album: Hot Nuts Label: Escapi Music (edel) Rel.Date: 28.09.2007 |
| DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CD. |
| TRACKLISTE: 01. On Your Marks 02. Keeping The Wolf From The Door 03. If I Run, You Run 04. Killing Everybody You Meet 05. Rock My Boat 06. On Fuel 07. Slayed Alive 08. Ramblin' Jack 09. Couldn't I Just Tell You 10. The Ballad of Ballard |
| BAND: Steve Lomax (Vocals, Gitarre) Mal Bruk (Gitarre, Vocals) Mathias Stady (Bass) Phil Martini (Schlagzeug, Vocals) |
| HINTERGRUNDINFO: Als es vor ein paar Jahren in Großbritannien so aussah, als würde der Retrorock einen neuen Frühling erleben, waren Tokyo Dragon mit von der Partie und spielten zusammen mit Bands wie The Datsuns, Nashville Pussy und Status Quo. Der Megatrend wurde es zwar nicht, aber die Band konnte einige Erfolge erzielen. Ihr Debütalbum "Give Me The Fear", das im September 2005 herauskam, stieg in den UK Rock Charts auf Platz 23 ein. |
| REVIEW: "Hot Nuts" klingt wie ein ein End-70er Jahre Hardrock-Album, dass sehr ordentlich remastered wurde. Die Instrumente kommen sehr retro rüber, Klangqualität und Dynamik sind allerdings absolut zeitgemäß. Retrofans werden sicherlich ihren Spaß mit der Scheibe haben und wer einfach gut gelaunt daher kommenden Rock mag, wird sich auch nicht den Gehörgang brechen. Wo ich auf der einen Seite sagen muss, dass das Album keine großen Tiefpunkte hat, muss ich auf der anderen Seite allerdings auch sagen, dass es keine bemerkenswerten Höhepunkte hat. Man kann es prima nebenher durchlaufen lassen und wird sogar bei "On Fuel", dass gut Tempo und Energie vorlegt, ordentlich wachgerüttelt. Neben "On Fuel" schlage ich folgende Songs als Anspieltips vor: "Rock My Boat", einer dieser Songs, bei denen der Fuß ganz unbewusst und automatisch anfängt, im Takt mit zu wippen. Und "Couldn't I Just Tell You", eine Midtemponummer, die mich an eine gut gelaunte Mischung aus alten Kiss und Status Quo erinnert. |
| FAZIT: Ein solides Werk, aber die zu dem Zeitpunkt des Schreibens dieser Review von Amazon.de veranschlagten 21 EUR sind einfach eine Unverschämtheit. Allerdings gibts die Scheibe bei Amazon unter "Neu und gebraucht" von anderen Anbietern für 12-14 EUR und bei dem Preis darf man bedenkenlos zuschlagen. |
| WERTUNG: 7/10 |
| MySpace: http://www.myspace.com/tokyodragons Tokyo Dragons: "Hot Nuts" auf Amazon.de |
| The Hoochie Coochie Men feat. Jon Lord - Danger: White Men Dancing (Blues/Blues Rock) |
geschrieben von: Andreas vom 27.09.07 |
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Künstler: The Hoochie Coochie Men feat. Jon Lord Album: Danger: White Men Dancing Label: Edel Records Rel.Date: 28. September 2007 |
| DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CD. |
| TRACKLISTE: 01. The Blues Just Got Sadder 02. Gotta Find Me Some Fire 03. Twisted System 04. Over & Over 05. Let It Go 06. Heart of Stone 07. If This Ain't The Blues 08. Danger: White Men Dancing 09. Dead Presidents 10. Hoochie Coochie Man 11. Bottle O' Whine 12. Everybody Wants To Go To Heaven 13. Tell Your Story Walkin' |
| BAND: Tim Gaze (Vocals, Lead- und Rhytmusgitarre) Bob Daisley (Bass, Akustikbass, Harmonika, Backing Vocals) Rob Grosser (Schlagzeug und Percussion) Jon Lord (Hammondorgel und Piano) Gastsänger: Ian Gillan (Songs 4 & 7) Jeff Duff (Songs 3 & 11) Jimmy Barnes (Songs 6 & 10) |
| HINTERGRUNDINFO: Das Ganze nahm seinen Lauf, als es Bassist Bob Daisley (vormals bei Ozzy Osbourne, Black Sabbath, Rainbow und Uriah Heep) 1997 zurück in die australische Heimat nach Syndey verschlug. Dort nahm er Kontakt zu einem Bekannten aus alten Zeiten, nämlich mit Tim Gaze, auf, mit dem er in den 70ern in einer Band namens Kahvas Jute gespielt hatte. Tim Gaze war zu dem Zeitpunkt Sänger und Gitarrist der Blues Doctors und lud Daisley ein, bei ein paar Gigs mitzuspielen. Daisley, der ohnehin Blues-Fan war, nahm dankend an und man verstand sich so gut, dass er als festes Bandmitglied einstieg. Er schlug vor mit einem neuen Namen durchzustarten und 2000 einigte man sich auf "The Hoochie Coochie Men" nach einem der bekanntesten Songs des bedeutenden Bluesmusikers Willie Dixon. Nach einigen Gigs und einem ziemlich toten Jahr 2002 erhielt Bob Daisley einen Anruf von Drew Thompson, der für Jon Lord (Mitbegründer von Deep Purple und berühmt für sein Spiel auf der Hammondorgel) auf dessen Australientour arbeitete. Lord war gerade für einen Auftritt im Opera House in Sydney und wollte noch ein paar Gigs anhängen. Man verabredete sich zu einem gemeinsamen Essen und beschloss, ein paar gemeinsame Shows zu spielen. Die erste Show ging gut über die Bühne und "The Hoochie Coochie Men feat. Jon Lord" waren geboren. Im folgenden Konzert im "The Basement" in Sydney trat als Special Guest Jimmy Barnes, ein in Australian sehr bekannter Sänger, auf und sang den bandnamengebenden Dixon-Song "Hoochie Coochie Man", den er auch später bei der Aufnahme des neuen Studioalbums vertonte. Das Konzert wurd auch für eine Live-DVD/CD mitgeschnitten und aufgrund der positiven Resonanz starte man 2005 die Arbeiten an einem Studioalbum in den Disgracelands-Studios von Schlagzeuger Rob Grosser. Mit dem fertigen Material besuchte Daisley Jon Lord in London, wo letztere in den Olympic Studios seinen Teil beitrug. Als weitere Gastsänger neben Jimmy Barnes gesellten sich Jeff Duff und Lords Bandkollege aus Deep Purple-Zeiten, Ian Gillan, hinzu. Man kann hier also durchaus von einem All Star Projekt reden! |
| REVIEW: Gleich vorweg, wer Blues und Blues Rock mag, kommt um dieses Album auf keinen Fall herum, für Fans dieser Musik ist es quasi ein absoluter "must have". Mit dem Opener "The Blues Just Got Sadder" ist man direkt in diesem Verrauchte-Dunkle-Kneipe-Feeling und aus diesem kommt man auch erstmal nicht heraus. Sehnsüchtig wirds dann beim vierten Song "Over & Over", der extrem ruhig daher kommt und in einem grandiosen, schmachtenden Refrain aufgeht, bei dem man Gänsehaut bekommt. Aus dem verstrahlten Geisteszustand holt einen dann "Let It Go" heraus. Der rockigste Track des Albums würde prima als Soundtrack zu einer Kneipenschlägerei eines amerikanischen Roadmovies passen. Locker, groovy und beschwingt produziert er von den ersten Riffs an gute Laune. Zwei Songs später ist allerdings wieder Gänsehaut angesagt, wenn "If This Ain't The Blues" anläuft und der Name ist Programm. Langsam, schleppend, schwermütig, fließt hier die Seele des Blues aus den Lautsprechern. Hier kommt Jon Lords Hammondorgel besonders grandios zur Geltung und das Gitarrensolo von Tim Gaze am Ende des Liedes geht ohne Umwege direkt ins Blut. Das schöne an gutem Blues ist, dass er einen wirklich vollkommen einfangen kann und das schafft dieses Stück hervorragend, absoluter Anspieltipp! Der Titelsong des Albums, "Danger White Men Dancing" ist der einzige Instrumentaltrack des Albums bei dem deutlich Tim Gaze' Gitarre im Vordergrund steht. Wer Lust hat, eine eigene Bluesgesangslinie zu schreiben, hat mit diesem klassischen Midtempo-Bluesrockthema ein prima Vorlage. Und dann ist man irgendwann beim zehnten Song... und wenn "Hoochie Coochie Man" läuft, versteht man, warum sich die Band nach diesem Song benannt hat. Wow, was ein Brett von einem Bluessong! Wer das Original von Willie Dixon bereits kannte, wusste das natürlich, wer es nicht kannte wird sofort das unbestimmte Gefühl bekommen, man sollte sich auf die Knie werfen und ihm huldigen. Und Jimmy Barnes Stimme zu diesem Song... göttlich! Der Kerl hat einfach ein umwerfendes Bluesorgan. Abgerundet wird das Album zum Schluß mit einer weiteren rockigen Nummer namens "Tell Your Story Walkin" dessen letzte Minute von einer verträumten Leadgitarre stimmungsvoll in den Sonnenuntergang getragen wird und so bleibt einem nur eins: Die Scheibe nochmal von vorne zu starten. Am besten direkt auf "repeat" schalten und den ganzen Tag durchlaufen lassen. |
| FAZIT: Spieltechnisch sind die Herren über jeden Zweifel erhaben, Jon Lord an der Hammondorgel ist sowieso legendär und die Sänger legen einen fantastischen Bluesgesang hin. Hier wird alles abgedeckt, was man sich als Bluesliebhaber wünscht: Der gemütliche Groove, die große Sehnsucht, das beschwingte Kneipengefühl und viel, viel Herzblut. Für Bluesfans eine klare Empfehlung! Für diejenigen, die mit Blues bisher nicht viel am Hut hatten oder bisher einfach nicht damit in Kontakt gekommen sind, ist "Danger: White Men Dancing" das perfekte Einstiegsalbum, denn es ist sehr eingängig und beinhaltet wirklich alle klassischen Elemente dieser Musikrichtung. |
| WERTUNG: 9/10 |
| Offizielle Homepage: www.hoochiecoochiemen.com Amazon: The Hoochie Coochie Men feat. Jon Lord - Danger: White Men Dancing |
| Kryoburn - Enigmatic Existence (Industrial / Trash – Death Metal) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 26.08.07 |
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Künstler: Kryoburn |
| TRACKLISTE: 1. Reverse 2. Transience 3. Singularity 4. Atman Project 5. Break Away 6. Against My Evil 7. Beneath Desire 8. De Animation 9. Self Dead 10. Leech 11. To Pieces |
| BAND: Todd Brashar (Vocals & Guitar) Chris Huber (Drums) Les Huber (Guitar, Vocals) Derick Richards (Bass) |
| REVIEW: Fear Factory macht es vor und die Herren von Kryoburn machen es nach, industriallastigen Thrash Metal mit einer Brise Death Metal als Erfolgsrezept. Ganz wie bei den „Großen“ will es noch nicht funktionieren, dennoch kann sich das Album „Enigmatic Existence“ sehen lassen. Ihr werdet eine große Vertrautheit spüren, wenn ihr euch die treibenden Drums und die dazu passenden Gitarrenpassagen anhört, ganz wie bei Fear Factory, nur etwas melodischer gehalten. Ob nun geklaut, unbewusst oder nachgeahmt, auf ihre Art und Weise machen die Herren von Kryoburn; Todd Brashar (Vocals & Guitar), Chris Huber (Drums), Les Huber (Guitar, Vocals) und Derick Richards (Bass)) ihr eigenes Ding. Unabhängig davon, ob die Musik auf Gehör trifft oder ins Unendliche schallt, werden keine Maßstäbe durch die Käufer gesetzt, sondern nur danach, was der Band zusagt. Eine bemerkenswerte Fähigkeit in der heutigen Zeit. Das Album „Enigmatic Existence“ wurde in den Krank Studios (El Paso) aufgenommen und wird von einer klaren Linie durchzogen. Der Opener „Reverse“ zeigt uns direkt, was Kryoburn auf dem Kasten hat und entfacht direkt das Gefühl, nicht still sitzen bleiben zu können. Es ist dennoch etwas rätselhaft, dass nicht „To Pieces“ als Opener eingesetzt wurde, da dies der einzige Song des Albums ist, der sich durch eine starke melodische Seite und diverse Solos abhebt. Der fast schon perfekte Ausgleich von Geschrei zu Gesang lässt genug Freiraum um auf die Drums, die Gitarren- und die Keyboardparts zu achten. Die genannten Keyboardparts bilden auch direkt das Markenzeichen von Kryoburn. Genau diesem Markenzeichen könnte man die Verantwortung zusprechen, wenn man davon spricht, dass gewisse Tracks auf dem Album sehr emotional wirken. Von all diesen Grundlagen einmal abgesehen, wird auf dem Album fast durchgehend geschrien, was die Qualität nun mal nicht anhebt. Kryoburn müssen noch einiges lernen, wenn sie wirklich in die große weite Welt marschieren wollen. Das Album „Enigmatic Existence“ bildet zwar für die aus Carslbad/New Mexico stammenden Herren einen ordentlichen Start, aber nun mal keinen perfekten. Diese Behauptung stützt sich darauf, dass genau der gelobte und hervorgehobene erste Teil des Albums anfängt sich gegen Ende zu wiederholen. Für die Death Metaller unter uns ist das Album „Enigmatic Existence“ nicht zu empfehlen, aber für alle, die offen für Neues sind, wird sich das reinhören lohnen, denn die Mischung macht es ja bekanntlich. „Singularity” zum Beispiel stützt sich direkt nach dem Intro in einen Trashhagel, der nicht zu enden scheint – wobei dieses Konzept ja nichts Neues ist, interessanter ist daher eher „Transience”. „Transience” bringt uns das Markenzeichen der Band, die Keyboardparts, ein Stück näher und geht direkt in die modernere Trashrichtung. |
| FAZIT: Der Kauf wird sich lohnen! |
| WERTUNG: 8/10 |
| Offizielle Homepage: www.kryoburn.net Amazon: Kryoburn - Enigmatic Existence |
| L'âme Immortelle - Nur Du (Gothic Rock / NDH) |
geschrieben von: Engelsleiche vom 26.08.07 |
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Künstler: L'âme Immortelle Single: Nur Du Genre: Gothic Rock / NDH Label: Gun Records Rel.Date: 2006 |
| TRACKLISTE: 1.Nur Du 2.Nur Du (Intimidation Remix by Overall) |
| BAND: Thomas Rainer (Keyboard, Gesang) Sonja Kraushofer (Gesang) |
| REVIEW: Für klischeefreie Musik standen L'âme Immortelle bisher, doch was ist passiert? Schon die letzte Singleauskopplung „Dein Herz“ aus dem Album „Auf deinen Schwingen“ zeigte, dass Thomas und Sonja ihren Prinzipien untreu geworden sind. Eine Liebeslied ohne "Happy End" – Ist das alles, was noch an das Grundkonzept von L'âme Immortelle erinnert? Die Lieder werden immer kommerzieller und sind von den früheren nur noch als Schatten zu erahnen. Wer die Bandgeschichte verfolgt, wird merken, dass die Singleauskopplung „Nur Du“ zwar Potential hat, aber dennoch nicht für „gut“ befunden werden kann, sie dient lediglich als Düsterrockballade, doch nicht als ein Werk das durch können profiliert. Gern gespielt und gern gehört, doch wo ist die Qualität geblieben? - Eine Frage die weiterhin unbeantwortet bleiben wird. Wenn man sich die Singleauskopplung „Nur Du“ anschaut, wird man merken, dass der Overall Remix ordentlicher als das Original ist. Somit dürfen sich die wahren L'âme Immortelle Fans ganz offiziell enttäuscht fühlen. Wieder ein Werk, das ohne Probleme als Ohrwurm für kleine Prinzessinnen durchgehen wird, aber weiterreichend wird es wohl keine Anerkennung ernten. Die Single beinhaltet mehr Pop als Goth, Rock oder Elektro. L'âme Immortelle & Oomph haben scheinbar nicht nur das Stück „Brennende Liebe“ gemeinsam, sondern auch den Willen die Charts zu erobern. Somit verzichten sie auf die Unterstützung ihrer bisherigen Fans und orientieren sich an einer neuen Zielgruppe, die man als Mainstreamkinder bezeichnen könnte. |
| FAZIT: Ob dieses neue Konzept mehr Erfolg einbringen wird, will ich bezweifeln. Ich für meinen Teil kann die Singleauskopplung „Nur Du“ mit drei Wörtern beschreiben: Eine bittere Enttäuschung. |
| WERTUNG: 2,5/10 |
| Offizielle Homepage: www.lai-music.com |
| Outworld - Outworld (Prog Metal) |
geschrieben von: Andreas vom 27.06.07 |
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Künstler: Outworld Album: Outworld Label: Armageddon (Souldfood Music) Rel.Date: 25.05.2007 |
| DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CD. |
| TRACKLISTE: 01. Raise Hell 02. Riders 03. War Cry 04. Outworld 05. The Never 06. City of the Dead 07. Prelude to Madness 08. Grey Tide 09. I. Thanatos |
| BAND: Kelly Sundown Carpenter (Vocals) Rusty Cooley (Gutar) Bobby Williamson (Keyboards) Shawn Kascak (Bass) Matt Mckenna (Drums) |
| HINTERGRUNDINFO: Leider hat Sänger Kelly Sundown Carpenter die Band zwischenzeitlich verlassen und wird nun durch den Brasilianer Carlos Zema (Vougan, Heaven's Guardian) vertreten. Eine andere "lustige" Info ist, dass dieses Album keine 2007er Erstveröffentlichung ist, die Erstveröffentlichung war im November 2006. Was man sich dabei gedacht hat, kann ich nicht sagen, aber das kann dem Hörer im Grunde auch vollkommen egal sein. |
| REVIEW: Eins merkt man auf Anhieb, hier sind absolut hochwertige Musiker am Werk. Das Spiel und der Gesang überzeugen auf ganzer Linie. Ich bin kein großer Progressive Metal Fan, aber die Art und Weise, wie hier treibende Metalrhytmen mit progressiven Spielereien versehen werden, hat etwas sehr einfangendes. Sind mir bei anderen Progscheiben viele Parts einfach zu abgefahren, die Stücke langweilig oder einfach zu langatmig, sitze ich hier gebannt im Sessel und lasse mich von einem großartigem Klangteppich überschwemmen und genieße. Outworld bietet dem virtuositätverliebtem Progressivehörer einiges, feuert aber so feinen Metalsound mit Wurzeln im klassischen Heavy Metal und Power Metal durch die Lautsprecher, dass auch diejenigen abfeiern können, die (wie ich) mit "Progkram" sonst gar nichts anfangen können. Die Bandbreite von Sänger Kelly Carpenter ist unglaublich. Der Kerl kann sich wirklich problemlos und grinsend mit Halford und Dickinson aufs gleiche Podest stellen und in meinen Ohren klingt er wesentlich angenehmer als die beiden genannten Herren. Ich habe selten erlebt, dass soviele unterschiedliche Gesangselemente in einzelnen Songs vereint und dabei so perfekt positioniert wurden. Der Opener "Raise Hell" startet mit einem extrem fetten Gitarrenriff und gibt dem Album einen hübschen Kickstart. Stellenweise werden die Riffs mit Glockenspiel untermahlt, dass einem das Gefühl gibt, verträumt von einem Hammer getroffen zu werden. Das Schlagzeug treibt und das Soli im letzten Drittel macht klar, mit welchem Kaliber man es hier zu tun hat. Auf dem Album wird nicht gewartet, hier wird nichts vorbereitet, hier gehts von Anfang an voll los. Bei "Riders" duelieren sich double bass und Lead-Gitarre und es wird im Verlaufe klar gemacht, dass es sich hier im Grunde um eine Progressive Metal Band handelt. Nett, wissen wir jetzt, weiter headbangen - und zwar nicht erst im nächsten Song. Die hymnenartigen Zwischenparts und das wunderschöne Ausklangssolo lassen uns dann glücklich und zufrieden in den "War Cry" fallen. "War Cry" ist richtig schön Heavy und Kelly demonstriert uns, wie man Gläser zersingen kann, ohne sich die dabei die Eier zu brechen. Der Song geht durch mehrere Tempowechsel und im Refrain empfindet man erhabene Größe. Der Titelsong "Outworld" startet eher ruhig lässt aber erahnen, dass uns hier keine Ballade erwartet. Auch hier gibt es wieder interessante Tempowechsel und breaks. Das Keyboard klingt mir hier etwas zu sehr nach Plastik und das Basssolo in der Mitte ist auch eher Geschmacksache. Ich persönlich stehe nicht sonderlich auf sowas, aber hier werden solche Parts nicht bis zum Erbrechen verwurstet, sondern es folgt stimmig ein Gitarrensolo der Oberklasse um letzten Endes wieder im treibenden Heavy Metal-Beat zu landen. Bei "The Never" varriert der Gesang zwischen sacht angeraut und Power Metal-hoch. Ebenfalls ein etwas schwerer Song und einer der Songs mit den meisten Progressive-Parts. Würde ich nicht unbedingt auf einer Party spielen, aber ein interessantes Zuhörstück. Was ich aber jeder Zeit zum abfeiern spielen würde, ist "City of the Dead", der Refrain ist einfach nur geil und eingängig. Hier hört man auch die meisten Power Metal-Elemente auf dem Album. Zur Mitte hin wirds dann ordentlich Heavy und der Klang passt einfach zum Titel des Liedes. Einer meiner persönlichen Lieblingssong des Albums! Auf dem folgenden Instrumentaltrack singt die Lead-Gitarre knappe anderthalb Minuten ein herrlich bitteres Trauerlied, bevor uns "Grey Tide" wieder ordentlich und satt etwas um die Ohren feuert. Bis zum zweiten Drittel ein recht raues Stück, insbesondere, was den Gesang angeht. Dann zeigt uns Kelly nochmal, dass es auch schön geht und nach dem wir das wieder wissen, wird weitergebrettert. Zum Ende des mittleren Drittels ist wieder Progressivezeit angesagt und das letzte Drittel wird mit einer sehr verspielten Lead-Gitarre angegangen. Bei diesem Song scheinen sich die Meister um Outworld besonders viel Mühe gegeben zu haben, mit ihrer Musik eine Geschichte zu erzählen, die in unterschiedliche Stimmungsbereiche aufgeteilt ist und sehr gelungen von Bereich zu Bereich überleitet. Sehr dunkel steigt der letzte Song "I. Thanatos" ein. Das Wort "Walze" kommt mir in den Sinn, muss dann aber von "Bulldozer" ersetzt werden. Das Tempo ist teils im mittleren, teils im planierraupenmässigen unteren Bereich angesiedelt. Je nach Stimmung, gefällt er mir sogar noch eine Kante besser als "City of the Dead". Der Song ist brutal und perfekt. Man könnte also quasi sagen, er ist perfekt brutal. Vielleicht kommt soetwas heraus, wenn man ne Tonne Dream Theater auf Pantera wirft. |
| FAZIT: Dieses Album ist eine Wucht und eine Macht für sich. Allerdings könnte es dem einen oder anderen auf Dauer zu anstrengend sein, wer auf Edguy und Hammerfall steht, wird das Album vielleicht nicht am Stück durchhören. Doch hören sollte man es auf jeden Fall! |
| WERTUNG: 8,5/10 |
| Offizielle Homepage: http://www.outworldband.com/ MySpace: www.myspace.com/outworld Amazon: Outworld - Outworld |
| Scoprions - Humanity-Hour 1 (Rock) |
geschrieben von: Andreas vom 14.06.07 |
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Künstler: Scorpions Album: Humanity - Hour 1 Label: Sony BMG Music Entertainment Rel.Date: 25.05.2007 |
DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CD.
TACKLISTE:
01. Hour 1
02. The Game of Life
03. We Were Born To Fly
04. The Future Never Dies
05. You're Lovin' Me To Death
06. 321
07. Love Will Keep Us Alive
08. We Will Rise Again
09. Your Last Song
10. Love Is War
11. The Cross
12. Humanity
BAND:
Klaus Meine (Lead-Gesang)
Rudolf Schenker (Rhytmusgitarre)
Matthias Jabs (Lead-Gitarre)
Pawel Maciwoda (Bass)
James Kottak (Schlagzeug)
HINTERGRUNDINFO:
Seit mehr als 30 Jahren rocken die Scorpions schon die Weltgeschichte. Im Gegensatz zu anderen deutschen Bands der frühen 70er Jahre schrieb Klaus Meine seine Songtexte von Anfang an komplett auf Englisch, was alles andere als gewöhnlich war. Es wurde direkt auf den internationalen Markt abgezielt und, wie wohl jedem bekannt sein dürfte, hat sich diese Zielstrebigkeit ausgezahlt. Die Scorpions sind nicht nur eine der größten deutschen Rockbands, sondern zählen weltweit zu den ganz Großen.
REVIEW:
Meine frühen Teenagerjahre lagen in der Zeit, in der die CD gerade ihren Siegeszug über Kassette und Schallplatte startete und zu meinen ersten 10 CDs gehörten die "Best of Rockers n Ballades" und die "World Wide Live" von den Scorpions, die mein junges Rockerherz höher schlagen ließen. Meine Scorpions-Sammlung habe ich im Laufe der Zeit nach und nach vervollständigt und so war ich natürlich sehr gespannt darauf, was für ein Werk mit "Humanity-Hour1" daher kommen würde. Als der Opener "Hour 1" dann mit einem fetten Schlagzeug und Gitarrenbeat loslegte, ging die Sonne auf. Und die ging auch während des gesamten Albums kein bisschen unter. Für mich ist "Humanity-Hour1" die beste Scheibe, die die Scorpions je hingelegt haben und man merkt ihnen kein bisschen an, dass sie nicht mehr die jüngsten sind. Andere Bands dieser Altersklasse werden ruhiger, die Scorpions hauen nochmal so richtig schön rein.
Die Scheibe deckt alles ab, was man sich als Rocker wünscht. Treibende Rhytmen, große Refrains, wunderschöne Balladen - die gesamte Palette ist vorhanden. Rock zum abfeiern? "Hour1" und "321". Ein knackiger Mitschunkler? "You're Loving Me To Death". Mal wieder die Finger beim Feuerzeugschwenken verbrennen? "The Future Never Dies". Von einem bombastischen Refrain schlichtweg plattgewalzt werden? "We Were Born To Fly".
Das Werk ist sehr stimmig und die Songreihenfolge gut aufeinander abgestimmt. Die zweite hälfte des Albums ist ein kleines bisschen ruhiger, als die erste, wird aber an keiner Stelle langweilig. Auch nach mehrfachem kompletten Durchlaufen lassen fängt nichts an zu nerven.
Ich bin sehr kritisch, was das vergeben der vollen Punktezahl angeht, eigentlich gibts ja doch immer ein paar Kleingkeiten, die zur 10 fehlen. Aber nachdem ich "Humanty-Hour1" nun schon seit einiger Zeit im Dauerdurchlauf höre und immer noch soviel Spaß daran habe, ist es nun soweit: Volle 10 Punkte!
FAZIT:
Als Webradiomoderator betrachte ich einzelne Songs immer von dem Standpunkt aus, ob ich sie bei meinen Sendungen spielen könnte. Auf "Humanity-Hour1" ist kein einziger Song dabei, den ich nicht spielen würde.
WERTUNG:
10/10
Offizielle Homepage: www.the-scorpions.com/german/
MySpace: www.myspace.com/officialscorpions
Amazon: Humanity-Hour I
| W.A.S.P. - Dominator (Hard Rock) |
geschrieben von: Andreas vom 12.06.07 |
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Künstler: W.A.S.P. Album: Dominator Label: Demolition Records Rel.Date: 27.05.2007 |
| DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CD. |
| TRACKLISTE: 01. Mercy 02. Long, Long Way To Go 03. Take Me Up 04. The Burning Man 05. Heaven's Hung In Black 06. Heaven's Blessed 07. Teacher 08. Heaven's Hung In Black (Reprise) 09. Deal With The Devil |
| BAND: Blackie Lawless (Lead-Gesang, Gitarre, Keyboard) Mike Duda (Gesang, Bass) Doug Blair (Lead-Gitarre) Mike Dubke (Schlagzeug) |
| HINTERGRUNDINFO: Das Album "Dominator" ist hochkritisch und richtet sich gegen die US-Politik, den Irak-Krieg und das Ausnutzen von Überlegenheit. Somit ist der Albumtitel sehr geschickt gewählt, da die Überlegenheit der US-Regierung und der US-Marktwirtschaft für eine deutliche Dominanzhaltung genutzt werden, um Interessen durchzusetzen, die die meisten Menschen nur noch mit dem Kopf schütteln lassen. So erzählt Blackie Lawless zum Beispeil in einem Interview mit unseren Freunden Von Rock Hard, dass große Handelsketten Einzelhandelsgeschäfte aufkaufen, um mit der gewonnen Marktdominanz die Preise zu diktieren oder das US-Vizepräsident Dick Cheney im Vorstand des Öl- und Waffengeschäfte betreibenden Konzerns Halliburton sitzt, der Milliarden Dollar am Irak-Krieg verdient. Blackie betont in diesem Interview, dass in der Rock Hard Ausgabe 07/2007 zu lesen ist, dass es bei dem Album nicht um pure Provokation, sondern um gezielte und intelligente Kritik geht. Der Mann hat was zu sagen, es lohnt sich, die Ausgabe zu kaufen und den ganzen Text zu lesen. |
| REVIEW: Das erste, was mir auffiel, als ich die CD startete, war die extrem fette Produktion, die jedoch zu keiner Zeit übertrieben wirkt. Der Sound kommt druckvoll, modern und gleichzeitig klar herüber. Und was die Songs angeht, findet sich hier wirklich nur das beste, was W.A.S.P. an Klangelementen zu bieten hat. Ein sehr abwechslungsreiches und textlich interessantes Werk. Von Partymusik kann man ob der Ernsthaftigkeit eher nicht reden, aber mit "Deal With The Devil" ist ein wirklich flotter, klassischer Rocker vertreten (psst, wenn man nicht auf den Text achtet, ist er auch für 'ne Party geeignet). Kann man Musik gleichzeitig getragen und flott klingen lassen? Klares JA! Den Beweis liefert der Opener "Mercy", das zwar ein treibenden Schlagzeugrhytmus hat, bei der restlichen Instrumentalisierung jedoch einen weniger knackigen, dafür aber sehr breiten Klangteppich auslegt. Wer sich gerne von einer Walze überrollen lässt, wirft "Take Me Up" rein, das sehr ruhig anfängt und beim Refrain für spontane Gänsehaut sorgt. Geringes Tempo, aber was eine Wucht! Gänsehaut gibts auch bei "Heaven's Hung In Black", das voller Verzweiflung klingt und in dem alle Register gezogen werden. Hier merkt man deutlich, dass die Besatzung von W.A.S.P. handwerklich einiges auf dem Kasten hat. Das ganze gibts auch nochmal fast ohne Instrumente in der Version "Heaven's Hung In Black (Reprise), die ruhiger nicht sein könnte, doch das Vorgängerwerk in seiner Emotionalität deutlich unterstreicht und einem eine kleine Atempause schenkt, bevor mit besagtem Rocker "Deal With The Devil" nochmal richtig Gas gegeben und das Album abgeschlossen wird. Die Scheibe lässt wirklich kaum Wünsche offen, ich bin schwer begeistert, was Blackie Lawless und Mannschaft hier gezaubert haben. Abwechselungsreichtum, toller Gesang, super gespielte Instrumente, Tiefgang, ein absoluter Hammer! Hiermit hat sich die Band definitiv ein Denkmal gesetzt. |
| FAZIT: Ich persönlich mag den einen oder anderen bisherigen Song von W.A.S.P., war aber nie ein wirklich großer Fan. Das hat sich mit dem neuen Album schlagartig geändert! Fans werden die typischen W.A.S.P.-Elemente wiederfinden, die sie lieben, wer mit W.A.S.P. bisher nur am Rande etwas anfangen konnte, wird sie nun lieben lernen. |
| WERTUNG: 9/10 |
| Offizielle Homepage: www.waspnation.com MySpace: www.myspace.com/wasp Amazon: W.A.S.P. - Dominator |
| Axxis - Best of Ballades & Acoustic Specials (Kuschelrock & Acoustic Rock) |
geschrieben von: Andreas vom 26.03.07 |
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Künstler: Axxis Album: Best of Ballades & Acoustic Specials Label: EMI /Capitol Records Rel.Date: 24.11.2006 |
DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CDs.
TRACKLISTE CD1:
01. Only God knows
02. Stay don't leave me
03. Waterdrop
04. Touch the rainbow
05. Fire and ice
06. Brandnew world
07. Hold you
08. Face to face
09. Tears of the trees
10. Love doesn't know any distance
11. Sarajevo
12. On my own
13. Heaven seventh train
14. Hide away
15. World of mystery
TRACKLISTE CD2:
01. Living in a world
02. Kingdom of the night
03. Little war Reinhören
04. Ships are sailing
05. Touch the rainbow
06. Heaven in black
07. C'est la vie
08. Fire and ice
09. Another day
10. Kings made of steel
11. Julia
12. Touch the rainbow (Datentrack)
13. Idolator (Datentrack)
BAND:
Bernhard Weiß (Gesang)
Harry Oellers (Keyboard)
Rob Schomaker (Bass)
Andrè Hilgers (Drums)
Marco Wriedt (Gitarre)
Hintergrundinfo (Quelle: Wikipedia):
Axxis wurden vor 1988 gegründet. Die Band bestand 1988 aus Sänger Bernhard Weiß, Gitarrist Walter Pietsch, Bassist Werner Kleinhans und Schlagzeuger Richard Michalski. Nach einem nur aus einem Song bestehenden Demotape namens Tears Of The Trees unterschrieben die Vier bei EMI ihren ersten Plattenvertrag. Axxis werden praktisch über Nacht bekannt.
Das Debütalbum Kingdom Of The Night erscheint bereits im Februar 1989 und schafft den Sprung in die Deutschen Albumcharts. Die Band spielt unter anderem Konzerte im Vorprogramm von Black Sabbath, das Album wird in Europa, Australien, Japan, Kanada und den USA verkauft und erreicht Verkaufszahlen von über 100.000 Stück. Am Ende des Jahres wird die Band für das bestverkaufteste Debütalbum einer deutschen Rockband aller Zeiten ausgezeichnet.
(Quelle: Wikipedia)
Seitdem ist einiges passiert und Axxis hat sich definitiv einen Namen in der Hardrock-Szene gemacht. Wurde beim letzten Studioalbum "Paradise In Flames) ein ordentliches Heavy Rock Feuerwerk abgebrannt, werden nun mit der Best of Ballades & Acoustic Specials sehr interessante vollkommen andere Wege gegangen.
REVIEW:
Früher oder später bringt jede etwas bekanntere Band ein „best of“ Album heraus und wenn man Glück hat, ist dann auch der eine oder andere neue Song dabei. Nicht immer sind das dann Titel, die einen umhauen, so dass die „best of“ oft nur etwas für diejenigen ist, die kaum etwas von der Band kennen, oder für absolute Hardcore-Fans, die eh alles kaufen, was die Band herausbringt. Ab und an gibt es aber auch echte Lichtblicke, bei denen nicht einfach nur bekannte Hits zusammengewürfelt wurden, sondern das Ganze frisch und interessant aufbereitet daher kommt. Axxis präsentiert hier nicht nur eine CD, sondern liefert direkt ein Doppelpack: Auf der ersten CD befinden sich Balladen und 9 der 15 Lieder kommen in einer etwas anderen Version daher, mal neu arrangiert und abgemischt, mal live. Die zweite ist komplett akustisch eingespielt und alleine die zweite CD ist den nahezu den kompletten Kaufpreis wert, denn die akustischen Versionen haben das besondere etwas, was man sich bei solchen Aufnahmen wünscht.
Das Interessante bei einer Review einer CD mit neuen Versionen, ist der Vergleich mit den ursprünglichen Albumversion, aus diesem Grund werde ich die unveränderten Versionen hier außen vor lassen.
Only God Knows
Albumversion (AV): Fängt mit einer ruhigen cleanen E-Gitarre an, der Gesang setzt ein, es folgen Streicher vom Keyboard.
Best of-Version (BV): Steigt sehr klassisch mit echten Streichern und einem ruhigen Horn ein, bleibt insgesamt wesentlich ruhiger, als die AV und wirkt durch den wesentlich breiteren Klangteppich verträumter und romantischer. Die zusätzlichen, klassischen Instrumente werten den Song klar auf.
Waterdrop
AV: Einer meiner Lieblingssongs von Axxis, so herrlich minimalistisch, aber doch kraftvoll. Über die erste Hälfte nur Akustikgitarre, ein sanfter Bass und Bernhard Weiß' toller Gesang. Im letzten drittel setzt diese stimmungsvolle Leadgitarre ein und verleiht diesem Lied einen wunscherschönen, sehnsüchtigen Anstrich.
BV: Fantasy-Fans werden am Classic Remix vermutlich großen Gefallen bringen, dafür sorgt die entsprechend orientierte klassische Untermahlung. Wer jedoch genau wie ich gerade das minimalistische an diesem Song zu schätzen weiß, wird sich lieber der Albumversion widmen und voller Vorfreude auf die Sologitarre warten, die zwar auch in diesem Remix toll klingt, aber eben nur eines von vielen Instrumenten ist.
Touch The Rainbow
AV: Wenn ich mit Leuten rede, die zwar schon mal was von Axxis gehört haben, aber kaum einen Song mit Namen kennen, so kennen sie doch zumindest den hier. In der AV defintiv kein Song, den man auf einer „Best of Ballades“ erwarten würde, deswegen war ich sehr gespannt, was Axxis daraus in der „long version“ gemacht hat.
BV: Das Intro besteht aus einem verzerrtem Gitarrenriff, dass mich an „Wild Thing“ von The Troggs erinnert, gefolgt vom AV-Introriff, das einmal kurz angespielt wird. Danach kommt etwas, was ich gerne Spannungsaufbau in einem Lied nenne: Nur Gitarre und Schlagzeug, kurze, entspannte Teaserriffs und ein ruhiger, aber kraftvoller Rhythmus. Aber irgendwie kommt hier nirgendwo der Moment, wo es dann wirklich zündet. Der Song ist genau das, was „long version“ verspricht, nämlich länger, als das Original. Unter den Balladen hat er zum einen nichts zu suchen und zum anderen kommt hier nicht annähernd der Schwung auf, den die Albumversion liefert. Das einzig interessante an dem Lied ist das 20 Sekunden kurze, wirklich coole Gitarrensolo im letzten Viertel, schade, dass diesem nicht mehr Raum gegönnt wurde.
Fire And Ice
Braucht man wirklich eine Demoversion, wenn man die fertig produzierte, professionell abgemischte „Vollversion“ haben kann, oder ist das nur etwas für die hard Fans? Das ist sicherlich eine Geschmackfrage, aber in diesem Fall sage ich persönlich ja. Die Demoversion hat ein wenig was von gemütlicher Kneipenatmosphäre. So ein kleiner, verrauchter Laden, kurz vor Schluss, wo die Band just for fun nochmal auf die Bühne steigt und entspannt eine Ballade zum besten gibt. Die Albumfassung ist ein schöner Song und ich kann hier nicht sagen, dass eine Version besser sei, als die andere, es kommt auf die Stimmung an, in der man ist. Zum kuscheln? Definitiv die Albumversion. Nach einer durchzechten Nacht, wenn man zu Hause noch die letzte Zigarette raucht und sich vom Feiern entspannen möchte? Definitiv die Demoversion.
Brandnew World
Erneut ein Stück, das durch klassische Instrumente softer wirkt, als auf dem ursprünglichen Album. Und ein Stück, bei dem es meiner Meinung nach nicht zum Vorteil gereicht. Allerdings feiert das Original zum Ende hin so dermaßen ab, dass es auf einem reinen Balladenalbum vermutlich zu deftig gekommen wäre und das Überdecken durch weitere Instrumente gut für das Wohl der Gesamtstimmung ist. Als Einzelsong gebe ich deswegen jeder Zeit der Altfassung den Vorrang, wenn ich die Freundin auf einen guten Wein bei Kerzenlicht eingeladen habe, lasse ich doch lieber die reine Balladen-CD durchlaufen, damit sie nicht plötzlich das Glas weg wirft und los tanzt.
Face To Face
Wieso ist dieser Song auf einer „Best of Ballades“? War da jemand besoffen und es ist erst nach dem Pressen aufgefallen? Das Teil ist ein Midtempo-Rocker, der so absolut gar nichts balladeskes an sich hat und wenn die Fans in einer ruhigeren Phase im Takt mit klatschen, ist auch klar, dass bei dieser Liveversion ganz bestimmt keine Feuerzeugatmosphäre im Publikum vorhanden war. Die Tonqualität ist für eine Liveaufnahme OK. Nichts, was man unbedingt braucht, aber wenn schon einen unpassenden Song auf die Scheibe hauen, warum nicht live?
Tears of The Trees
Sehr kurz: Vielleicht für Fans interessant. Hauptsächlich, weil „Demoversion“ dahinter steht.
Heaven's 7th Train
Will man die Leute zum Ende der CD hin aufwecken? Und zwar nicht nur damit, dass hier nochmal ordentlich gerockt wird, anstatt bei den Balladen zu bleiben, sondern zusätzlich mit schwacher Tonqualität? Im Schnitt ist die erste CD ja gut gelungen, aber der Abgang wirkt doch stark danach, dass man nicht mehr wusste, was man ans Ende packen soll. Ich kann wirklich nur den Kopf schütteln...
Wie bereits in der Einleitung geschrieben, ist alleine die Akustik-CD meiner Meinung nach den Kauf wert. Es wird gut gelaunt gegroovt (Living In A World), es wird gefühlvoll gesehnsüchtelt (Kingdom of The Night), es wird sich hier und da vielleicht auch ein wenig auf die Schippe genommen, wenn ein im Original extrem rockiges „Little War“ in einer Art beswingtem Westernsalloon-Beat grandios ab gefeiert wird oder „C'est La Vie“ im Tangorhytmus daher kommt. Bei der zweiten CD der „best of“ kann ich mich wirklich kurz halten, denn ich kann uneingeschränkt jeden Version empfehlen! Wenn man die stromversorgten Versionen sein Eigen nennt, machts auch tierisch Spaß, beide hintereinander zu hören, am besten erst elektrisch und darauf folgend akustisch, da kommt mordsmäßig Stimmung auf. Die Scheibe läuft bei mir seit Tagen rauf und runter – große Verneigung vor diesem Werk!
FAZIT:
Wer bisher gar nichts oder eher wenig von Axxis kennt, sollte unbedingt zugreifen. Beide CDs kann man prima durchlaufen lassen, mit der Einschränkung, dass die Balladen-CD leider am Ende stiltechnische Schwächen zeigt. Aber da man ja eh zum CD-Player muss, um sofort die Acoustic Specials nach zu legen, kann man im Notfall auch etwas früher aufstehen und die rockigeren Songs überspringen.
Für Fans, die ohnehin die meisten oder gar alle Studioalben haben, lohnt sich das ganze nur bedingt. Wer alles von Axxis sammelt, kommt natürlich um den Kauf nicht herum. So umwerfend finde ich persönlich die neueren Versionen der Balladen jedoch nicht, als dass Sie einen Kaufpreis von runde 22 EUR (Amazon.de) rechtfertigen würden, auch wenn die Acoustic Specials CD ein verdammt starkes Argument ist.
WERTUNG:
Wenn man wenig bis gar nichts von Axxis kennt:
Best of Ballades - 8/10
Acoustic Specials - 8,5/10
Wenn man das meiste oder alles von Axxis kennt:
Best of Ballades - 7/10
Acoustic Specials - 9/10
LINKS
Offzielle Homepage: www.axxis.de
MySpace: www.myspace.com/axxisworld
Amazon: Axxis - Best of Ballads & Acoustic Specials
| Nikki Puppet - Militant Mother (Heavy Rock) |
geschrieben von: Andreas vom 13.02.07 |
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Künstler: Nikki Puppet Album: Militant Mother Label: Armageddon Music / Soulfood Rel.Date: 16.02.2007 |
DANKSAGUNG: Wir bedanken uns herzlich bei der Promotionagentur cmm w.rott für die Einsendung der Promo-CD.
BAND:
Nicky Gronewold (voc)
Anke Sobek (bass)
Christos Mamalitsidis (git)
Florentin Adolf (drums)
HINTERGRUNDINFO:
NIKKI PUPPET wurde im Herbst 2003 von Nicky Gronewold und Christos Mamalitsidis gegründet und besteht seit 2004 im vervollständigten Line-up mit Bassschwingerin Anke Sobek und Drummer Florentin Adolf. "Militant Mother" ist das zweite Album und wurde ebenso wie der Vorgänger "Puppet On A String" von Hermann Frank produziert, der nicht erst seit gestern Musik produziert und bereits mit Bands wie Victory und Accept gearbeitet hat.
REVIEW:
Das erste, was ich mich gefragt habe, als ich die CD einmal komplett durchgehört hatte, war, was Hermann Frank durch den Kopf gegangen ist. Oder besser, was ihm nicht durch den Kopf gegangen ist, denn hier wurde soviel Potential verballert, dass ich mich echt frage, ob er nicht sonderlich viel selbst einbringen durfte, oder ob er sich einen anderen Job suchen sollte. Die Gitarrensolos wirken an vielen Stellen künstlich hineingequetscht, sobald ein mehrstimmiger Refrain männliche Stimmen beinhaltet, klingts wie durch einen billigen Gitarrenverstärker geschoben und einige Songs sind einfach zu lang. Das Album hätte mit wenigen Änderungen am Arrangement der Songs und beim Abmischen einiges mehr an Dynamik gewonnen.
Bevor ich weiter vom Leder ziehe und niemand mehr weiterlesen will: Es gibt auch echte Lichtblicke, wie zum Beispiel "Turning In Circles", das vom Stil her leicht in Richtung Die Happy geht, im midtempo Bereich dreht und es wundervoll schafft, balladeske Klischees anzukratzen, aber nicht zum Klischee zu werden. Das Teil ist an den richtigen Stellen Powerballade und an den richtigen Stellen ordentlich gerockt. Gekrönt wird der Song im Abgang von einem satten und treibenden Gitarrensolo, das über etwa eine Minute geht und an keiner Stelle langweilig oder langatmig wird. Wäre das gesamte Songwriting so stimmungsvoll, gäbe es eine klare Kaufempfehlung.
Dem ist leider nicht so...
Springen wir an den Anfang der CD, hier läutet "Lost In Time" flott und partytauglich die Party ein, bis ich nach dem Soloansatz bei etwa 2:30 Minuten denke, jetzt kommt ein ordentlicher Abgang, allerdings wird der Song noch künstlich um eine Minute verlängert.
Gut, will ich mal nicht so pingelig sein, weiter zu "Militant Mother". Hier hört man so richtig schön, dass Nicky Gronewold die richtige Stimme für Heavy-Rock hat. Und gleichzeitig höre ich ein Songtext, der sowas von dämlich, unsipsiriert und wanna-be tough ist, dass es mir peinlich wäre, ihn bei Metal Refinement laufen zu lassen. Kleiner Auszug gefällig? "I'm your militant mother - I'm the fruit that makes your pain - you're my angry little brother - I cheat you till you scream insane". Hallo? Selbst wenn man in Metaphern spricht hält das nicht weit her. Auch der Refrain hört sich an, als hätte man sich aus ein paar besseren Rockhymnen hier und da Wortpassagen ausgesucht und bunt zusammengemischt. Wer kein Englisch kann und die Lyrics eh nicht versteht, wird aber seinen Spaß dran haben, der Rhytmus stimmt, Nickys Stimme passt super und die Gitarren treiben. Bis zum Gitarrensolo kurz nach der Hälfte des Songs. Ein Song MUSS nicht unbedingt ein Gitarrensolo haben, egal, wie gut der Mensch an der Leadklampfe ist. Ab und an ist weniger mehr. Noch ein Song, der meiner Meinung nach künstlich in die Länge gestreckt wurde.
Track Nummer 3, ein Cover vom grandiosen Billy Joel Song "We Didn't Start The Fire". Super, denke ich, da ich ein großer Liebhaber von Rockcovern bin! Der Song fängt an und ich will fast meine Kopfhörer wegschmeissen und in die Tischkante beissen. Wie mies kann man eigentlich in einen Song einsteigen? Und schon wieder werde ich von der Leadgitarre - diesmal wenigstens nur als Unterlage und nicht als dazugebasteltes Solo - an der vollkommen falschen Stelle genervt. Die Rhytmusgitarre klingt richtig geil satt zu dem Song, warum noch die Leadgitarre unter etwas legen, was alleine prima funktioniert? Nun gut, Nicky fängt an zu singen und es geht mir schon viel besser, denn der Song hätte glatt für sie geschrieben worden sein können. Doch auch hier muss ich wieder enorme Einschränkungen machen, wenn der Refrain anfängt. Hier hat man wohl die gesamte Band durch einen billigen Gitarrenverstärker singen lassen, damit es wie ein Chor klingt und es wirkt einfach nicht, zumal der "Chor" zu leise abgemischt wurde. Warum nicht einfach ganz normal zusammen singen, so dass man auch noch etwas von der Power mitbekommt, die der Song hat?
Viel mehr verbocken kann man nicht und so freue ich mich auf das folgende "Open Up Your Mind". Herrlicher Heavy-Rock-Einstieg. Tolle bridge zum Refrain. Und dann... wünsche ich mir, die bridge wäre der Refrain gewesen, denn der Refrain selbst ist freundlich formuliert langweilig und zündet einfach nicht. Ein bisschen mehr Abwechslung bitte, nur ein klitzekleines bisschen, bitte?
Beim Lied "Word" höre ich direkt am Anfang, wie mittelmässig Nicky der englischen Aussprache mächtig ist, aber hey, hier bin ich wohl wieder zu pingelig. Und ich scheisse auch recht schnell darauf, denn das Teil ist der erste Song des Albums, der mir richtig Spaß macht. Ich will Bier! Ich will Party! Jau, das geht gut ab, treibender Rhytmus, großartig klingender Refrain, mehr davon! Und direkt im Anschluss kommt das weiter oben besprochene "Turning In Circles", dass einen wirklich perfekten Anschluss an "Word" darstellt.
Danach wollen uns NIKKI PUPPET mit dem Song "If (You Can't Have Me)" wohl sagen, keine Sorge, wir driften nicht zum Weichspüler ab und geben sich ordentlich heavy. Ein solide Nummer, nichts besonderes, aber auch nicht schlecht.
"Lights Are Out" ist wieder ein Song, bei dem ich schwer versuche, nicht auf den Text zu achten, denn abgesehen von dessen Inhalt ists ein klasse Schunkler, der zum mitgröhlen im Chorus animiert. Im oberen mid-tempo (darf man eigentlich so formulieren?) angesiedelt, wipt mein Kopf sofort im Rhytmus mit und es ist Leben in meinen Beinen.
Up-tempo ist angesagt, wenn "Paralized" startet. Flottes Intro, dann ein sehr schlanker Part mit kurzen, satten Riffs, die zum Refrain hin ordentlich aufbauen und dann wirds richtig Die Happy-mäßig und das meine ich sehr positiv. Der Refrain ist wunderbar melodisch und vielleicht ist der Band die Soundanlehnung an Die Happy dabei auch aufgefallen, denn zum Ende des Refrain hin wird schnell dafür gesorgt, dass es nicht kopiert klingt, wenn Nicky ihre Stimme ordentlich spielen lässt.
Die wirklich große Überraschung auf dem Album ist "Paltry". Ein Song, der sich in seinem Songwriting und seinem Einfallsreichtum deutlich vom Rest der Scheibe abhebt. Die Drums klingen deutlich nach Drumcomputer und sind etwas poppig angehaucht, was dem Gesamtbild aber absolut keinen Abbruch tut, sondern sich ideal dazugesellt. Die Rhytmusgitarre grooved ordentlich durchs Intro und beim ersten Gesangspart höre ich doch glatt eine FUNKY Leadgitarre, die zum Refrain hin von einem Brett von Riff begleitet wird. Wenn der Refrain dann losgeht, will ich aufspringen und das Tanzbein schwingen. Ein mordsgeiler Clubrocker, der an keiner Stelle peinlich-poppig wirkt. Letzteres verhindern die trockenen Riffs und Nickys toller Gesang. Auch das Solo am Ende passt perfekt.
Schleppend schließt "I Don't Know" das Album ab. Schleppend nicht nur im Rhytmus, sondern auch im Einfallsreichtum. Der Song klingt in meinen Ohren ein wenig schläfrig, da hat uns Nicky bei anderen Sachen einiges mehr an Leben in die Bude gesungen und auch die Gitarrenläufe bringen mich dazu, Richtung Bettchen zu schielen.
FAZIT:
Der schwache Einstieg und die lieblose Produktion gepaart mit der Idee, in jedem Song in irgendeiner Form ein Gitarrensolo unterbringen zu müssen, obs passt oder nicht, verhindern eine wirklich gute Bewertung. Das Album hat allerdings einige Highlites wie "Turning In Circles", "Word" und vor allem "Paltry", die richtig abgehen und Spaß machen. Leider kann ich wegen besagter Mängel nur eine bedingte Kaufempfehlung aussprechen, wer aber die Möglichkeit hat, im Laden in das Album hineinzuhören, sollte es tun und sich ein eigenes Bild machen.
WERTUNG:
6,5/10
LINKS
Offizielle Homepage: www.nikkipuppet.de
MySpace: www.myspace.com/nikkipuppet
Amazon: Nikki Puppet - Militant Mother






















































