Interviews
| Interview mit Toxpack |
geschrieben von: Thominator vom 21.06.10 |
Die Jungs von Toxpack, haben sich trotz strengen Tourplans, die Zeit genommen Metal-Refinement ein paar Interviewfragen zu beantworten.
Um herauszufinden, wer die Band ist und was sie eigentlich so spielen, geht am besten mal auf ihr MySpace Profil:
www.myspace.com/toxpackstreetcore

Thom: Wie schafft ihr es einen so druckvollen und genialen Sound immer wieder zu Produzieren? Also was für Anreize usw. findet ihr immer wieder für eure Songs?
Gute Frage, wir haben über die Jahre einen gewissen Anspruch an uns selbst gestellt. Das bedeutet, wir beschäftigen uns intensiv mit unseren Instrumenten, Proben und Jammen dadurch viel, und arbeiten so lange am Feinschliff der Songs bis wir alle überzeugt sind das die Nummer rockt. Das kann manchmal eine ganze Weile dauern, oder aber auch bei manchen Nummern ziemlich schnell gehen. Das ist von Song zu Song unterschiedlich. Wir wollen keine halben Sachen mehr machen, weder im Studio, noch live. 100% ist unser Motto. Ich kann das im großen und ganzen schwer erklären, unsere Songs entstehen einfach, da gibt es kein Konzept für oder einen Plan. Eine große Rolle bei unseren Aufnahmen spielen natürlich auch unsere guten Freunde an den Reglern im Tonstudio, Harris Johns und Mathias Wendt vom Music Lab Berlin dessen Namen den eingefleischten Metallern unter Euch ein Begriff sein sollten. Wir sind inzwischen so ein gutes Team geworden, das sie uns auch auf unseren Live Shows begleiten und für guten Sound sorgen.
Thom: Dieser Sound macht einem wahrlich Mut sein Ding einfach durchzuziehen. Ist das so die Botschaft die ihr auch euren Zuhörern mitgeben wollt?
Vielen Dank! Man sollte immer den Mut haben sein Ding durchzuziehen, in sämtlichen Situationen ! Wenn unsere Songs einen in dieser Sache stärken, freut uns das natürlich. Allerdings wollen wir auch nicht die Prediger der Nation oder irgendetwas sein. Wir sind ganz normale Leute wie jeder da draußen auch, das versuchen wir auch so gut wie möglich rüberzubringen mit unserer Musik und das ist glaube ich auch das, was die Leute an uns schätzen. Wir leben einfach unser Leben und spielen keinem etwas vor, ziehen unser Ding durch und lassen uns da auch nicht rein reden. Und das sollte da draußen jeder machen !
Thom: Ist es eigentlich einfach musikalische Gäste in eure Lieder einzubinden, diesmal ja unter anderem Gary Meskil von Pro Pain?
Da wir alle bisherigen Gastsänger auf unseren Alben persönlich kennen, war es für uns bisher nicht allzu schwer die Jungs dafür zu begeistern zusammen ein Stück aufzunehmen. Die Zusage von Gary hat uns natürlich auch besonders gefreut. Wir machen diese Gastsänger Geschichten auch nicht aus Name Dropping Gründen, sondern wir arbeiten gerne mit befreundeten Bands zusammen. Das stärkt auch untereinander noch einmal die Freundschaft. Meistens ist es so, das wir im Voraus schon genau wissen mit wem wir gerne zusammen eine Stück aufnehmen wollen, und stricken dann den Song schon auf den jeweiligen Gastsänger zu. Für unser 10 Jahre Jubiläumsalbum, welches 2011 erscheinen wird haben wir auch schon ein paar Kandidaten im Auge. Seid gespannt, wir sind es ebenfalls.
Thom: Seid Ihr eigendlich schon mal an einem Punkt gewesen, an dem ihr ans Aufhören gedacht habt?
Sicher gibt es mal Momente, wo alles nicht so einfach ist oder man einfach ein kreatives Loch hat. Wir bauen uns aber in solchen Momenten immer gemeinsam wieder auf. Wenn man fast 10 Jahre inzwischen in einer Band spielt, bleiben Höhen und Tiefen nicht aus. Das gehört wohl einfach auch dazu, da kann jeder Musiker wohl ein Lied von singen. Ans Aufhören denken wir allerdings noch lange nicht, eher im Gegenteil. Wir haben noch eine Menge auf dem Zettel zu stehen und in naher Zukunft wird eine ganze Menge passieren bei uns. Wir sind hart im Nehmen, und es müsste schon etwas sehr außergewöhnliches kommen, das wir sagen würden das war es jetzt.
Thom: Welche Bands, Personen oder Ereignisse haben euch denn dazu bewegt "Streetcore" zu machen? Und wie seit ihr auf die Bezeichnung gekommen?
Wir hatten gegen 2002/2003 keine Lust uns in irgendeine musikalische Ecke oder Subkultur drängen zu lassen. Also kreierten wir unseren eigenen für uns passenden Musikstil und nannten ihn schlicht und einfach STREETCORE.
Wir haben schon immer verschiedene Musikstile miteinander vereint, unser persönlicher Musikgeschmack ist einfach zu vielfältig um nur auf einer Schiene zu fahren. Wenn wir Bock haben klassischen Metal mit Punk, Rock und Hardcore zu paaren, dann machen wir das, und das ist auch gut so. Bands haben uns viele beeinflusst, und zu unseren Alltime Faves gehören sicherlich Rose Tattoo, Ac/Dc, Guns'n Roses, Iron Maiden & Co. und unser Sänger Schulle ist zudem großer Slayer Fan. Allerdings hat auch viel Punk/Oi und Hardcore in unserer Jugend eine große Rolle gespielt, oder tut es immer noch.
Thom: Da euer Musikstil doch sehr gemischt ist, sind eure Fans ja auch Bunt gemischt. Gab/Gibt es da auch mal Probleme innerhalb eures Publikums?
Nein, Innerhalb des Publikums gab es nie Probleme. Wenn jemand auf einen unserer Gigs der Meinung wäre Ärger machen zu müssen, würde der ziemlich schnell aus dem Saal befördert werden. Da gibt es von uns auch eine klare Anweisung an die jeweiligen Veranstalter und deren Securitys. Unser Publikum hat sich wie Du selbst sagst über die Jahre Bunt gemischt. Gerade das, begrüßen wir aber. Auf unseren Gigs feiern die verschiedensten Subkulturen zusammen, das schmeckt vielleicht nicht jedem, aber genau das wollten wir schon immer mit unserer Musik erreichen. Der Spaß steht an dem Abend im Vordergrund, nicht die Länge oder Farbe deiner Haare oder aus welcher Subkultur Du kommst. Wir haben im Jahr 2007 im Song "Cultus Interruptus" zusammen mit Köfte von MAD SIN und Atze von den TROOPERS gesungen "Wir brechen Kulturen - wie wir es wollen !". Ob das nun jedem einzelnem da draußen passt oder nicht, ist nicht unser Bier.
Thom: Hat euch Berlin irgendwie inspiriert, durch diese große Vielfalt die dort lebt, und teilweise auch auf der Straße?
Klar prägt Berlin einen, und wir haben hier schon eine ganze Menge erlebt im positiven sowie negativen Sinne. Ich meine, guck Dich um hier, was gibt es hier nicht. Berlin kann sehr schön sein, aber im nächsten Moment auch einen üblen Nachgeschmack haben und Dir einen kräftigen Arschtritt geben. Trotz alledem möchten wir Berlin nicht missen, und wir lieben diese Stadt mit all ihren Facetten und Ihrer Vielfalt.
Thom: Hagelt es eigentlich viel Kritik an euren Texten?
Wenn negativen Meinungen kommen, dann meistens von Leuten, die sich mit uns oder unserer Musik überhaupt nicht wirklich auseinandersetzen, bzw. die mit der Art von Musik wie wir sie machen nicht wirklich etwas anfangen können. Die sind dann meistens sowieso voreingenommen, und kommen dann immer mit Sachen wie "zuviel Pathos", "alles schon gehört" "ja, ja, die harten Jungs" und so weiter. Aber das juckt uns nicht, wir wollen auch nicht jedem gefallen, haben das Rad nicht neu erfunden und es ist mit Sicherheit auch niemand über Nacht zum Dichter und Denker mutiert. Wichtig ist für uns, das die Texte eine gewisse Aussage haben und uns gefallen, und so lange es Leute gibt die sich mit unseren Texten identifizieren können ist für uns alles in Ordnung. Wen interessieren irgendwelche Review Schreiber von Hochglanzmagazinen, die können uns mal gepflegt am...
Thom: Wie war so der Dreh zum Videoclip von "Ohne mich"? Gabs auch lustige Pannen?
Wir hatten glaube ich selten so gelacht bei einem Dreh, wie bei diesem. Abgedreht haben wir die ersten Szenen in den heiligen Hallen des Spiderhouse Studios von Harris Johns. Kurz zur Anmerkung, das war übrigens die letzte Aufnahme die in diesem Studio entstanden ist, wo unter anderem auch schon Sodom oder Tankard ihre Aufnahmen verrichtet haben. Inzwischen hat Harris das Haus verkauft und betreibt nur noch das Music Lab in Berlin. Wir haben ziemliche viele Stunden dort gedreht, und auch sicherlich die eine oder andere Panne dort vor die Linse bekommen. Aber frag mich mal jetzt was da alles schief ging, ist ja schon etwas her als wir das Video gedreht hatten. Ich kann mich noch erinnern, das einer vom Kamerateam dermaßen starke Zahnschmerzen beim Dreh hatte (Hallo Micha), das er unseren kompletten Biervorrat im Studio fast im Alleingang vernichtet hatte um die Schmerzen zu betäuben. Oder das der Fernseher bei der einen Szene beim ersten Take nicht wie geplant auf dem Asphalt landete, sondern samtweich im Rasen. Das war schon sehr witzig anzusehen. Die Casting Szenen haben wir dann später in Berlin gedreht, und ich denke das das Videoteam damals fast an uns verzweifelt ist, denn wir konnten uns da wirklich teilweise vor Lachen nicht mehr halten. Wenn unser Gitarrenroadie vor uns im Wikinger Kostüm mit nem Banjo in der Hand und wehenden Haaren steht und irgendwas vor sich hinträllert, dann ist das schon sehr schwer dabei ernst zu bleiben haha. Jetzt wo Du es sagst, muss ich doch glatt mal das Videoteam anschreiben ob sie das Material noch haben, damit wir daraus evtl. ein paar Outtakes zusammenschneiden können. Sicherlich für einige interessant.
Thom: Beim Thema Essen kann man sich ja bekanntlich streiten, aber was esst ihr so am Liebsten? Und gabs dann auch mal Streit wo ihr Essen geht, oder verpflegt ihr euch lieber selber wenn ihr auf Tour seid?
Da mache ich es kurz. Also in einer Salatbar wirst Du uns nicht unbedingt antreffen, eher im Steakhouse nebenan. Streit ums Essen gibt es bei uns nicht, da sind wir uns eigentlich immer einig und auf Tour wird gegessen was auf den Tisch kommt. Ja, wir sind eigentlich viel umgänglicher als wir aussehen haha.
Thom: Was erwartet uns von Toxpack in nächster Zeit so?
Wir werden im Sommer jetzt einige gute Festivals spielen, unter anderem das With Full Force Festival worauf wir uns am meisten freuen. Checkt unsere aktuellen Gigdaten ! Im Oktober werden wir auf Tour gehen, zusammen mit BETONTOD und ROCK ROTTEN'S 9MM, da ist Stimmung garantiert und sicher für jeden was in der Nähe ! Die kompletten Daten dazu werden wir demnächst auf unserer Homepage veröffentlichen, wo Ihr auch alle anderen aktuellen Konzertdaten findet. Desweiteren arbeiten wir derzeit schon an neuen Stücken für unser 10 Jahre Jubiläumsalbum welches im nächsten Jahr kommt, sind kräftig am planen der Re-Releases unserer alten Alben die zur Zeit nicht erhältlich sind und so weiter. Es wird noch eine ganze Menge passieren bei uns in nächster Zeit, soviel ist sicher !! Watch out !!
Thom: Möchtet ihr noch irgendwas Loswerden?
Besucht uns auf einen unserer Gigs, schaut auf unserer Homepage www.toxpack.de vorbei für Infos, Merchandise und den ganzen Kram oder hinterlasst uns ein Kommentar auf unserer Myspace Seite myspace.com/toxpackstreetcore ! Wir würden uns freuen, den einen oder anderen von Euch auf unseren kommenden Gigs zu sehen !
Thom: Dann erstmal vielen vielen Dank für das Interview, viel Erfolg auf dem weiteren Weg und schöne Grüße nach Berlin.
Der Dank gilt Dir für das Interview ! Viel Erfolg weiterhin mit Eurem Online Radio und beste Grüße zurück an dieser Stelle ! Haut rein !
Cheers !
| Ai Muro - "Alte Eichenkommoden-Metal" |
geschrieben von: Kai vom 08.04.10 |

Bewaffnet mit einem Diktiergerät und meiner Kleidung am Leib und dem Wissen, dass ich [Anm.d.Red: am 27.03.2010] gegen 17 Uhr am Rathaus sein sollte, suchte ich mit geschultem Blick nach dem Infostand im Bahnhofsgebäude. Als ich diesen auch noch gefunden hatte, wurde mir erklärt wie ich zum Rathaus kam und stellte fest, dass es garnicht mal so weit vom Bahnhof weg war. Am Rathaus schließlich angekommen suchte ich nach langhaarigen Menschen, die aussahen, als würden sie feinen Metal produzieren.
Diese fand ich schließlich nach längerer Suche und wurde nach kräftigem Händeschütteln in der Runde in den Bunker unter dem Rathaus geführt, welcher den Proberaum der Band beherbergt. Lange Gänge mit vielen Abzweigungen, durch die ich gekonnt geführt wurde, ließen in mir den Gedanken aufkommen, dass ich hier alleine wohl nicht mehr rausfinden würde. Schließlich erreichten wir einen kleinen aber für
Metal-Verhältnisse wunderbar eingerichteten Raum, welcher mit ein paar Sesseln, jeder Menge Boxen, Amps, Bierkästen und einem Schlagzeug ausgestattet war. Nachdem wir es uns bequem gemacht hatten und das erste Bier getrunken war, fing ich schließlich an die Jungs von Ai Muro auszuquetschen, was ich euch natürlich hier darlegen möchte.
MySpace: http://www.myspace.com/aimuro
Plattenlabel: Twilight Vertrieb
Bandmitglieder:
Yannick Rodust - Drums, Vocals
Ingmar Dietz - Guitars, Effects, Vocals
Dennis J. Simon - Guitars, Vocals
Henning Deeds - Bass, NO Vocals

Kai: Grüße euch! Ich bin heute hier bei euch, um euch ein paar Fragen zu eurer Band und natürlich auch den Personen, die sie Bilden, zu stellen. Fangen wir doch ganz einfach mal mit den Namen an, stellt euch der Reihe nach einmal vor.
Ingmar: Ja, ich bin Ingmar und bin Gitarrist bei Ai Muro
Dennis: Ich bin der Dennis, Gitarrist, Sänger und Songwriter von Ai Muro
Henning: Ich bin der Henning, Bassist von Ai Muro
Yannick: Ja, ich bin der Yannick, Schlagzeuger und Sänger bei Ai Muro
Kai: Dann komme ich doch direkt zur zweiten Frage, wie seid ihr auf den Namen "Ai Muro" gekommen?
Dennis: Das ist recht einfach, ich fange mal von vorne an: Ich war ursprünglich in einer Klasse, zu der auch später Henning hinzu stieß, da er sitzengeblieben war, was Metal-Musiker wohl öfter ereilt (allgemeines Lachen). Die Studienfahrt - 2001 oder 2002 - ging nach Neapel und dort stand an einer Wand "Irgendwas.. Ai Muro".
Henning: Ich weiß sogar was "Irgendwas" war...
Dennis: Ja das weiß ich auch, aber das ist nicht jugendfrei! (lachen). Nun ja, wir erfuhren jedenfalls das "Ai Muro" für "An die Wand" steht und da wir auch so manche Menschen gerne mal an die Wand stellen möchten und es in blutroten Lettern an die Wand gemalt wurde, sagten wir uns, dass es ja eigentlich ganz geil ist und wollten es so als Bandnamen übernehmen. Auch weil es so toll passt, wenn wir mit anderen Bands zusammen sind und wir sie einfach "an die Wand" spielen!
Kai: Ihr habt ja auch diese blutroten Lettern, so wie ihr sie gesehen habt, auf eurem Album "Thrashed and Stoned" übernommen.
Dennis: Weil es geil aussah, ja! Außerdem waren wir ziemlich besoffen. Wir sind eigentlich, wie es sich für eine gute Metal-Band gehört, bei fast allen Bandentscheidungen ziemlich besoffen (allgemeines Lachen).
Kai: Also darf ich durch den Namen annehmen, dass ich sehr kritische Texte verfasst und sie mit Musik verseht?
Dennis: Na ja, wir müssen natürlich als Metal-Band auch religionskritische Texte machen und natürlich auch politikkritische Texte aber die meisten Lieder entstehen wirklich nur aus Spaß und partytechischen Gründen, was bei uns der Hauptgrund ist warum wir diese Musik machen.
Kai: Ihr seid ja auch gerade dabei Vorbereitungen für ein neues Album zu treffen habe ich gehört?
Dennis: Genau! Wir haben inzwischen 3 Songs für das neue Album aufgenommen. Die Vorversion von dem Song "Land of Nowhere" ist auf
myspace zu hören, dass ist aber noch nicht die Endversion, wir werden den Song noch verbessern. Vor zwei Jahren haben wir schon ein Album aufgenommen, welches aber aufgrund der wirtschaftlichen Lage bei einem Plattenlabel abgelehnt wurde und inzwischen sind wir selbst auch der Meinung, dass wir es nochmal überarbeiten sollten und es dann nochmal Anfang 2011 spätestens rausbringen. Es kommt jedoch im Sommer diesen Jahres eine EP!
Kai: Das klingt doch viel versprechend! Das führt mich auch zu meiner nächsten Frage, wie seid ihr in der jetzigen Besetzung zusammengekommen, wie habt ihr euch kennengelernt?
Dennis: Also getroffen haben wir uns auf der Schule in Schwartau - ja, dort wo die Marmelade herkommt - kennengelernt und haben auch öfter mal zusammen gesoffen. Irgendwann kam dann die fixe Idee, dass wir mal eine Band machen sollten... und das haben wir
auch gemacht! Damals hießen wir noch "Ashes of Dawn" und haben Power-Metal gespielt... versucht zu spielen. Verdreh jetzt nicht die Augen!
Kai: Hab ich gar nicht! Ich kann mir euch nur, jetzt wo ich eure Musik gehört habe, nicht wirklich als Power-Metal Band vorstellen!
Dennis: Ja... ich mir auch nicht. Aber wir hatten damals einen Schlagzeuger und der war Power-Metal Fan und deshlab wollte er es
gerne mal versuchen. War keine gute Idee. Später haben wir dann Songs gecovert, wie AC/DC und Konsorten. Mit der Zeit kamen und gingen dann die Bandmitglieder und nur Henning und ich blieben eigentlich von Ursprünglichen der Band, bis sich dann 2005 die jetzige Band zusammen fand. Bis vor kurzem hatten wir auch noch einen Sänger, der aber inzwischen zu unserem Bandmaskottchen mutiert. Das ist unser Fobbo! Also wie Iron Maiden ihren Eddie haben, gibt es bei uns den Fobbo! Fobbo ist 28 Jahre alt und könnte unser Vater sein! Er ist aber inzwischen seriös geworden und geht auf Coktail-Partys und hat deshalb keine Zeit mehr für uns.
Kai: Und wie seid ihr von den vielen tausenden Metal & Rock Arten denn ausgerechnet auf diesen Thrash-Mischmasch gekommen?
Dennis: Eigentlich sind wir auf gar nichts gekommen, wir spielen was uns Spaß macht. Wenn ich eine Bezeichnung für unsere Musik finden müsste würde ich es wohl "Massives Eichenkommoden-Metal" nennen. Denn wir haben sehr viele Schubladen was unsere Musik angeht aus der wir uns fleißig bedienen. Darunter ist eben sehr viel Death, Thrash-Metal, aber auch Hardcore-Crust-Punk kommt vor, wie auch Horror-Punk.
Kai: Dann möchte ich jetzt aber von euch wissen, warum ihr auf der MySpace-Homepage unter anderem neben Death & Thrash Metal ausgerechnet "Französischer Pop" gewählt habt?
Dennis: Ja... warscheinlich weil es keinen französischen Sex zur Auswahl gab (allgemeines Lachen). Na ja, uns gingen einfach die Kategorien aus und wir suchten nach etwas Absurdem, Sonderbarem.
Kai: Also habt ihr es einfach aus Spaß gewählt um die Leute gezielt zu verwirren?
Dennis: Genau! Damit haben wir einfach satirisch auf unsere Schubladen-Musik hingewiesen. Und natürlich weil es nichts bescheuerteres zur Auswahl gab! Wir werden uns auch garantiert nie auf eine bestimmte Metal-Richtung festlegen, weil es so einfach viel mehr Spaß macht und niemand sagen kann "Das ist Thrash, das gefällt mir nicht!" oder ähnliches. Es gibt auch so viele Musikrichtungen die einfach viel zu viel Spaß machen. So kann man sich gar nicht festlegen.
Kai: Nennt mir doch alle mal die Top 3 eurer Lieblingsbands, damit wir einen Einblick bekommen was euch genau beeinflusst in eurer Musik.
Yannick: The Doors, NOFX und Rancid.
Henning: The Who, Pet Shop Boys! Mehr fällt mir grade nicht ein...
Dennis: Slayer, Pantera, Guns n' Roses, aber das reicht mir nicht! Led Zeppelin und Baroness gehören auch unbedingt noch dazu! Und natürlich Black Sabbath!
Ingmar: Mastodon, Pantera, Aerosmith, King Crimson

Kai: Okay, das waren nicht immer 3 aber ich sehe ein das es auch gemein war, diese Vielfältigkeit auf 3 Bands zu beschränken. Kommen wir doch mal zu der Kategorie "Live Auftritte". Wann war denn euer erster Live-Auftritt?
Dennis: In der jetzigen Besetzung waren wir 2005 auf der Kieler Woche. Der absolut erste Auftritt war jedoch 2002 im Rider´s Cafe in Lübeck.
Kai: Wie seht ihr Live-Auftritten entgegen bzw. wie bereitet ihr euch darauf vor?
Dennis: Ich würde sagen, wir lernen die Songs wieder! Wir haben ständig neue Ideen die wir ausprobieren und daraufhin vergessen wir unsere Alten und müssen sie natürlich wieder neu einproben. Vorallem die Texte!
Kai: Seid ihr bei den Auftritten eher aufgeregt oder geht ihr da ganz locker dran?
Dennis: Als ich persönlich bin sehr aufgeregt und trinke dann auch sehr wenig weil es mir direkt wieder hochkommen würde. Auch nach 10 Jahren hab ich da keine Routine, egal, wie groß oder klein das Publikum ist, ich hab immer totales Lampenfieber.
Henning: Ich bin da ganz entspannt, kann ein paar mehr Bier trinken. Mich stört das nicht groß.
Dennis: Du spielst ja auch Bass, da hast du nicht viel zu tun (allgemeines Lachen)! Na ja, im Grunde ist es so, dass die eine Hälfte am Rad dreht und die andere ganz locker bleibt, das gleicht sich super aus.
Yannick: Wer ist denn jetzt die Hälfte?
Dennis: Ich bin die eine Hälfte und ihr seid die andere (Lachen)!
Kai: Wie seht ihr eure Band denn in der Zukunft, was habt ihr für Plane?
Ingmar: Wir wollen alle studieren und in pinken Hemden auf Coktail-Party gehen (allgemeines Lachen)!
Dennis: Wir wollen einfach nur weiterhin geile Musik machen, wir machen uns keine Gedanken darum, ob wir nun vor 20000 Menschen spielen oder vor 100, wir wollen einfach unseren Spaß haben und abrocken! Außerdem werden wir weiterhin Songs schreiben, wir werden uns nach einem geeigneterem Plattenlabel umschauen, bei dem wir uns besser aufgehoben fühlen. Auch werden wir weiter Live Auftritte spielen und hoffen, dass wir dann früher oder später mal bei plus/minus Null rauskommen mit unserer Musik.
Kai: Das klingt doch nach realistischen Plänen! Würdet ihr auch an Wettbewerben teilnehmen, wie dem durch Wacken bekannten "Metal-Battle"?
Dennis: Wir haben schon bei dem ein oder anderen Wettbewerb teilgenommen, aber haben, was die Zukunft angeht, nicht wirklich Lust darauf, der Spaß steht bei uns im Vordergrund und wir lassen und nicht von irgendeiner Jury sagen, was ihnen an uns nicht gefällt. Wir spielen geile Mukke und wer anderer Meinung ist, muss uns ja nicht hören. Eigentlich wollen wir uns einen festen Platz im "Metal-Underground" sichern und dort wollen wir noch weitere 40 Jahre spielen.
Kai: Also wollt ihr noch so lange Musik machen, wie auch die Haare noch wachsen?
Dennis: Richtig! Mein Vorbild ist da Lemmy von Motörhead.
Kai: Also eher Lemmy und nicht Ozzy? Ich meine Ozzy ist seit geschätzten 200 Jahren im Geschäft und macht immernoch Musik!
Dennis: Na ja, ich kann mir Henning schon in ein paar Jahren als stotternden, alten Idioten vorstellen... (allgemeines Lachen)
Kai: Na gut, kommen wir zu meiner letzten und wichtigsten Frage! Wie ist eure Sockenfarbe?
Ingmar: Immer verschieden! Ich greif einfach in die Schublade und hol welche raus.
Dennis: Sie sind aber immer schmutzig (allgemeines Lachen)! Bei mir sind es meistens Nike oder Puma. Das was es im Kaufhaus eben gibt.
Henning: Immer Schwarz!
Yannick: Ebenfalls Schwarz.
Kai: Na gut, dann seid ihr hiermit wieder erlöst! Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch noch weiterhin viel Erfolg mit eurem "Alte Eichenkommoden-Metal"!
| Interview mit Metalety |
geschrieben von: Engelsleiche vom 07.09.09 |
![]() |
Bei Metal Refinement steht heute Metalety auf der Tagesordnung, die sich etwas Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten. |
Um einen Eindruck zu bekommen, um was für eine Band es hierbei geht, empfehle ich euch, auf ihrer MySpace Seite vorbei zu schauen: www.myspace.com/metalety

Engelsleiche: Metalety hat noch keinen großen Bekanntheitsgrad, daher wäre es natürlich erst einmal von Vorteil, wenn sich die einzelnen Bandmitglieder vorstellen würden!?
Benny: Ahjo, ich bin der Benny, spiele Gitarre und singe.
Anna: Ich bin Anna und spiel Gitarre.
Grindbart: Ich bin der Grindbart und spiele Bass.
Sven: Howdy! Ich heiße Sven und bin der Drummer von Metalety.
Engelsleiche: Es sticht natürlich heraus, dass Anna nicht den üblichen Vocalpart - den man regulär von weiblichen Bandmitgliedern kennt - übernimmt, sondern ihre Frau an der Gitarre steht. Wie kam es dazu?
Anna: Als Sängerin wüsst ich nicht wohin mit den Händen. Irgendwann vor Jahren kam ich mal auf den Trichter selber Musik zu machen, da bot sich die Gitarre an weil wir 'ne alte Akustik Klampfe zu Hause hatten und dabei ist´s auch geblieben. Macht ja auch Laune ;) Singen hat mich auch noch nie gereizt und da ich auch kein großer Fan von weiblichem Gesang bin werd ich´s so schnell auch nicht probieren, ist für uns alle aber auch besser so glaub ich.
Sven: Wir haben nach Jemanden gesucht der uns gitarrentechnisch unterstützt. Benny hat eine Anzeige im Internet geschaltet. Zufälligerweise hat sich Anna, die zu dem Zeitpunkt bei ‚Thy Spellcraft‘ gespielt hat, auf die Anzeige gemeldet. Das Witzige daran ist, dass wir im gleichen Proberaum geprobt haben.
Engelsleiche: Wir leben zwar in einer Zeit, in der die Frau emanzipiert sein darf, doch das wissen die meisten Männer noch nicht. Wie schwer ist es wirklich, als Gitarristin im Metalbereich anerkannt zu werden und gegen welchen Vorurteilen musstest du kämpfen, bzw. kämpfst du noch immer?
Anna: Ich denke schon, dass Frauen, wenn nicht grad am Gesang, es in dieser "Männerdomäne" schwerer haben weil es eben nicht alltäglich ist. Man kennt ja das Phänomen das Freundinnen oder Frauen von Musikern selber mal auf die Idee kommen Musik zu machen, was meistens schnell wieder verworfen wird. Man muss schon aufpassen, dass man nicht sofort in diese Ecke gedrängt wird, vor allem wenn der Freund auch noch Musik macht. Da muss man sich bei Leuten die man nur über den Freund kennt schon etwas durchbeißen. Auf Konzerten gibt´s natürlich auch immer wieder den einen oder anderen Spezialisten der dann besonders auf jeden Verspieler und so was achtet. Es kommt auch vor, das die Männer begeistert sind, die Freundinnen dann aber weniger... Das Ganze hat aber auch den Vorteil, dass Leute die die Band nicht kennen auf Konzerten eher gucken kommen und die Band dadurch auch aus der breiten Masse heraussticht.
Engelsleiche: ... weil es gerade soviel Spaß macht, hacken wir noch ein bisschen auf den Bandmitgliedern herum. Um auf Bandmitgliedern rumzuhacken muss es natürlich erstmal eine Band geben. Die Gründung von Metalety fand 2005 mit Benny und Sven statt, insofern ich richtig informiert bin. Die Frage stellt sich fast von allein; Wie kommt man dazu eine Band zu gründen?
Benny: Eines Tages bin ich aufgewacht und dachte mir, dass heute ein guter Tag wäre Rockstar zu werden. Keine Band wollte mich haben, da war ich dann gezwungen selbst eine zu gründen. Nee, Sven und ich haben vorher schon lange Zeit Musik gemacht. Wir hatten viel Spaß am Recorden und wollten ein kleines Studioprojekt auf die Beine stellen. Irgendwann kamen wir an einen Proberaum und entschlossen dann eine richtige Band auf die Beine zu stellen.
Sven: Wenn man Spaß am Songwriting hat und die Songs öffentlich präsentieren will, kommt man zwangsläufig nicht drum rum eine Band zu gründen. Zum Anderen macht es mir keinen Spaß die ganze Zeit alleine vor mich herzutrommeln.
Engelsleiche: Wie kam es zu dem Namen „Metalety“?
Benny: Haha, an unserem Namen scheiden sich die Geister. Sven und ich suchten eines Abends bei einem Fläschen Gerstenbrause nach einem Namen für unser Projekt und irgendwann fielen die Worte Fatality und Brutality die einigen Leuten vielleicht noch aus den Mortal Kombat - Spielen bekannt sein dürften. Als wir dann im Internet sahen, dass die Namen bereits vergeben waren, spielten wir mit den Begriffen herum und irgendwann sagte Sven dann Metalety. Irgendwie hatte der Name was, allerdings verwarfen wir den Begriff dann wieder, da wir uns schon dachten, dass wir sonst immer wieder direkt in Verbindung mit Metallica gebracht werden würden. Irgendwann wollten wir dann eine MySpace Seite einrichten und da uns zwischenzeitlich nichts Besseres einfiel, blieben wir einfach bei Metalety. Wir diskutierten danach noch einige Male über den Namen, wollten ihn erst ändern, blieben aber dann doch dabei. Mittlerweile stehen alle Bandmitglieder hinter dem Namen und wir hoffen, dass wir nicht schon abgestempelt werden, bevor jemand überhaupt unsere Musik gehört hat. Man sollte den Namen einfach mit einem Augenzwinkern sehen.
Anna: Als ich den Namen zum ersten mal gehört hab, hab ich auch nicht schlecht geguckt. Irgendwie klingt Metalety ja schon lustig, aber bleibt ganz gut hängen, denn wer vergisst so schnell so 'nen Namen!
Grindbart: Ich musste mich Anfangs ehrlich gesagt auch erst an den Namen gewöhnen. Natürlich ist er vom Prinzip her ziemlich gut, aber leider werden hier natürlich verstärkt parallelen zu Metallica gezogen. Zumindest besteht die Gefahr, dass man uns als Trittbrettfahrer oder Nachahmer abstempelt (wodurch wir uns entschlossen haben niemals einen Song von Metallica zu covern, auch wenn wir es natürlich gerne tun würden. Anders herum führt ein "kontroverser" Name jedoch auch dazu, dass man im Gespräch bleibt und die Leute sich mit der Band "Metalety" beschäftigen. Dieser positive Effekt überwiegt meines Erachtens, weswegen ich auch sehr schnell meine Meinung geändert habe und den Namen nun voll und ganz vertrete.
Engelsleiche: Anna kam erst 2007 zur Band hinzu, kurz darauf Grindbart. Warum hat die Komplettierung von Metalety so lange gedauert? - Musiker gibt es doch wie Sand am Meer.
Benny: Richtig!!! Und ein paar Eimer voll von diesem Sand haben auch bei uns vorgespielt. Entweder passte es musikalisch - aber menschlich nicht, oder umgekehrt. Ich habe eine ziemlich eigene Art von Humor, mit der man erst mal klarkommen muss. Uns war es einfach wichtig, dass alles richtig zusammen passt.
Grindbart: Ok, mag sein, dass es viele Musiker gibt, aber die Qualitätsunterschiede sind absolut immens, möchte ich mal behaupten. Ich habe schon mit unzähligen Musikern in meinem Leben zu tun gehabt und diejenigen davon, die wirklich "Musik machen" können sind auf jeden Fall in der Minderheit. Die anderen spielen einfach nur Töne…Von daher bin ich absolut froh, dass ich so eine kompetente Truppe gefunden habe, wo wirklich alle auf einem entsprechenden Niveau sind und vor allem auf der Bühne als Team zusammenarbeiten.
Sven: Passende Musiker zu finden ist gar nicht so einfach wie es sich anhört. Oftmals weiß man erst nach ein paar Monaten ob es passt. Im Gegensatz zum musikalischen Aspekt achten wir auch auf den zwischenmenschlichen Aspekt. Wenn das Verhältnis nicht passt hat man keine ausgeglichene Band. Eine ausgeglichene Band bietet die Grundlage für erfolgreiche Zusammenarbeit.
Sicherlich gibt es auch Bands die alles nehmen was bei 3 nicht in Walhalla ist, aber das ist nicht unser Ding.
Engelsleiche: Grindbart ist ein ungewöhnlicher Name, den er - Gott sei Dank - nicht seinen Eltern zu verdankten hat. Ich frage mich also, wie man auf Grindbart kommt? Da gibt es doch sicher eine nette Geschichte dazu?
Grindbart: So spektakulär ist die Geschichte eigentlich gar nicht: Da ich oft in der Gegend herum träume, bin ich manchmal etwas unaufmerksam. Als ich dann bei irgend 'ner Probe mal wieder nicht gehört habe, rief mich Benny einfach "Grindbart". Dass ich darauf reagiert habe, hat mir dann diesen Spitznamen eingebracht. Ich glaube seit dem Tag hat mich niemand im Bandumfeld mehr anders genannt :D Aber ich muss sagen, mir gefällt der Name. Daraufhin habe ich meinen Bart auch noch etwas wachsen und mir Zöpfe reinflechten lassen. Auf offener Straße wird man schon gelegentlich drauf angesprochen, was ich sehr lustig finde. Das kann sicherlich der ein oder andere Metalhead auch bestätigen denn in der Szene ist das ja eigentlich nichts so besonderes… ;)
Benny: Vorher hab ich ihn auch immer gern Wollgesichtiger oder Grindbärtiger genannt, aber auf Grindbart hat er tatsächlich direkt reagiert. Ich konnte mir auch nie merken ob man seinen Namen nun Patrick oder Pätrick ausspricht. Da ist Grindbart doch angenehmer.
Engelsleiche: Ihr musstet viele Kritiken einstecken, was eure Demo „Lost Soul“ betrifft. Vor allem der gesangliche Aspekt wurde ins Visier genommen. Wie geht man damit als Newcomer um?
Benny: So viel negative Kritik war das gar nicht. Uns war schon klar, dass der Gesang auf der Demo nicht unbedingt perfekt ausgefallen ist, so extrem schlecht, wie ihn besonders ein Online Magazin dargestellt hatte, empfinden wir ihn jedoch nicht. Ich will mich nicht rausreden, aber zu der Zeit der Gesangsaufnahmen war ich schlicht und ergreifend noch nicht erfahren genug. Persönlich nehme ich diese Kritik ganz sicher nicht, aber ernst genug um es als Anreiz zu sehen, es besser zu machen.
Anna: Wir als Band haben immer hinter dem Benny als Sänger gestanden, jeder fängt mal klein an.
Grindbart: Generell versuchen wir die Kritik, die uns entgegengebracht wird, als Feedback zu nutzen um uns zu verbessern. So haben wir die Kritiken, die wir als berechtigt empfunden haben auch niemandem übel genommen, sofern sie denn sachlich und konstruktiv waren. Wer mit solchen Sachen nicht umgehen kann ist in dem Gewerbe einfach falsch…
Sven: Ich kann mit Kritik gut umgehen. Wenn man die wichtigsten Kritikpunkte beachtet und daran arbeitet, macht man in den meisten Fällen Fortschritte. Im Gegensatz zu manchen Kritikern habe ich aber nicht vergessen, dass es sich ‚nur‘ um eine Demo handelt. Dass gerade der Gesangliche Aspekt ins Visier genommen wurde war uns klar. Auf dem Gesang wird immer gerne rumgehackt, aber wir haben auch positive Kritik eingesteckt.
Engelsleiche: Eurer erstes Album ist gerade in Arbeit, was versucht ihr im Bezug auf eure Demo besser zu machen? Konnten sich die gesanglichen Mankos ausmerzen lassen?
Benny: Die gesanglichen Mankos haben wir auf jeden Fall ausmerzen können. Ich hab viel an mir und meiner Stimme gearbeitet und verbessere mich eigentlich stetig weiter. Die Gesangsparts sind weitaus aggressiver jedoch auch melodischer ausgefallen als auf „Lost Soul“. Stellenweise haben wir sogar ein paar Growls eingebaut um die ganze Sache noch etwas abwechslungsreicher zu gestalten.
Grindbart: Wir haben für unsere Demo halt nur die Mittel benutzen können, die uns zu dem Zeitpunkt zur Verfügung standen. Inzwischen hat unser Frontmännchen aber wirklich hart an sich gearbeitet, so dass auf dem Album ein ganz anderer Benny zu hören sein wird!
Sven: Wir versuchen sicherlich das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Im Focus steht natürlich der Gesang. Wir wollen eine runde Sache abliefern was allerdings mehr Zeit und Geld in Anspruch nimmt als ich gedacht habe.
Engelsleiche: Welchen Namen soll die Platte tragen und wann soll sie erhältlich sein?
Benny: Die Platte wird den Namen „March to Hell“ tragen und vorrausichtlich am 26.02.2010 über das Label Sound Guerilla veröffentlicht.
Engelsleiche: Was ist euch lieber; die Studioarbeit oder ein Live-Auftritt?
Benny: Mir auf jeden Fall die Live-Auftritte, obwohl ich zugeben muss, dass ein ziemlich fieser Bandscheibenvorfall mir auf der Bühne doch teilweise zu schaffen machte. Aber es geht nichts über die Live Atmosphäre und direktes scherzen mit dem Publikum.
Anna: Ich nehm auf jeden Fall auch den Live-Auftritt! Es macht einfach unendlich viel Spaß vor Leuten zu spielen und zu sehen wenn die Songs ankommen und die Zuschauer Spaß haben. Das ist für mich auch ein sehr wichtiger Faktor in Sachen Motivation. In einer reinen Proberaumband würde ich auf Dauer auch nicht glücklich werden. Es ist auch immer wieder schön dadurch aus dem Alltag rauszukommen und was zu erleben. Ich mein, wer fände es nicht cool mal für die Dauer eines Auftritts Rockstar zu sein ;)
Grindbart: Da kann ich mich den anderen nur anschließen. Für mich stellt ein Auftritt grundsätzlich das oberste Ziel der ganzen Arbeit dar. Ich weiß, ich stehe mit dieser Einstellung oft recht alleine da, aber ich finde die Zeiten von Schallplatten und CDs sind einfach vorbei. Heute muss man wieder "etwas tun", um als Musiker zu gelten, so wie es bis vor 100 Jahren ja auch immer war.
Klar, das Recorden im Studio gehört auch dazu, aber für mein Verständnis dient es inzwischen eher dazu den Leuten einen kleinen Vorgeschmack bieten zu können. Letztendlich geht jedenfalls nichts über einen fetten Gig, den man zusammen mit dem Publikum feiern kann.
Sven: In erster Linie mag ich die Live-Auftritte. Es ist für mich eine Form von Selbstbestätigung wenn die Fans unsere Musik mögen. Zudem sind die Auftritte für mich auch immer Motivationsschübe.
Studioarbeit macht auch Spaß, aber es kann schon mal anstrengend werden wenn die Dinge nicht so klappen wie man es sich vorstellt. Der Faktor Arbeit überwiegt hier meist.
Engelsleiche: Wie wichtig sind euch eure Fans?
Benny: Also unsere Fans sind uns das Wichtigste überhaupt. Wie du eingangs schon erwähnt hast, sind wir eine noch recht unbekannte Band, haben aber doch eine sehr treue Fanbase aufbauen können. Wir versuchen auch viel für unsere Fans zu tun. Wir verkaufen unsere Shirts und CDs fast zum Selbstkostenpreis, bieten günstige Packages an und auch für unser Albumrelease haben wir uns für unsere Fans einige Überraschungen einfallen lassen. Das wir bei so einer Politik nicht reich werden ist uns dabei bewusst, aber egal. Die Hauptsache ist, dass unsere Fans zufrieden mit uns sind.
Anna: Ich schließ mich dem Benny da voll an. Eine Band braucht ihre Fans um zu überleben, außerdem wäre es ohne Fans auf Konzerten nicht mal ansatzweise so spaßig!
Grindbart: Also was wäre denn eine Band ohne ihre Fans? Das ist es doch, wofür man sich die ganze Arbeit macht. Um möglichst viele Leute zu begeistern und mit ihnen Spaß zu haben. Viele Dinge innerhalb einer Band sind natürlich wichtig, aber die Fans stehen immer an erster Stelle.
Sven: Dem stimme ich voll und ganz zu. Fans sind für eine Band das Wichtigste überhaupt. Wenn es vor der Bühne leer ist macht es keinen Spaß.
Engelsleiche: Wie ich mitbekommen habe, macht ihr auch mal Verlosungen ... von T-Shirts, Feuerzeugen, Buttons, CD's. Soll dies ein Anreiz für eure Fans sein, sich mit euch zu beschäftigen oder macht ihr das aus reiner Nächstenliebe?
Benny: Wir versuchen hierbei einfach unseren Fans ein bisschen was zu bieten. Das Ganze ist auch ein kleines Dankeschön für die viele Unterstützung, die uns entgegen gebracht wird. Jede Band hat mittlerweile eine MySpace-Seite und man wird geradezu mit Flyern und dergleichen zugespamt. Sich hierbei ein wenig von der Masse abzuheben und den Leuten was zu bieten ist nicht leicht.
Engelsleiche: Jeder Vollblut-Musiker träumt davon, irgendwann einmal von seiner Musik leben zu können, ist das auch euer Wunsch?
Benny: Ich träum eigentlich eher davon auch mal so ‘nen schönen Bart wie Grindbart zu haben. Naja der Traum von der Musik leben zu können ist sicherlich vorhanden, aber wir sind wohl alle realistisch genug um zu wissen, dass dies höchstwahrscheinlich ein Traum bleibt. Aber wer weiß…vielleicht werden wir ja noch alle Rockstars.
Anna: Ja wie... und ich dacht wir sind jetzt Rockstars... und das erfahr ich erst jetzt!!!
Grindbart: Hehe, natürlich träumt man gerade in seiner Jugend davon, aber je erwachsener man wird, desto erfahrener und realistischer wird man natürlich. Von daher würden wir es sicherlich nicht ablehnen, wenn es dazu käme, aber sich allzu sehr darauf zu verlassen, dass man groß rauskommt, wäre einfach zu naiv.
Sven: Von Musik leben zu können ist ein Traum den ich schon immer verfolgt habe, aber man muss auch realistisch bleiben und ein zweites finanzielles Standbein haben.
Engelsleiche: Ein Faktor, der das überleben in der Musik immer schwerer, wie auch zu gleich einfacher werden lässt, ist das Internet. Man hat die Möglichkeit etwas mehr Popularität zu erlangen und somit eine größere Fangemeinde aufzubauen. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, dass die Möglichkeiten der Ausbeutung auch größer werden. Das illegale Herunterladen von MP3's ist zwar strafbar, schreckt heutzutage aber keinen mehr ab.
Die akribische Ausbeutung kennt man meist nur von bekannten Bands, doch wie wirkt sich das Ganze auf Newcomer wie euch aus?
Benny: Jede Newcomer-Band die bei einem Label anklingelt bekommt die Auswirkungen der ganzen illegalen Internetdownloadgeschichte direkt zu spüren. Plattenfirmen haben einfach kein Geld mehr um Newcomer aufzubauen. Jeder verfügbare Cent wird eher in etablierte Bands gesteckt, anstatt sie in Newcomer zu investieren. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass das ganze illegale herunterladen purer Diebstahl ist. Es steckt extrem viel Geld, Schweiß und Arbeit in einem Album, was dadurch überhaupt nicht gewürdigt wird.
Anna: Durch die schnelle Verbreitung von Musik übers Netz wird man auch regelrecht zugebombt mit Musik aus allen Richtungen. Da so ziemlich jeder heutzutage die Möglichkeit hat am Rechner Musik aufzunehmen und zu konsumieren ist die Masse an Bands kaum noch zu überblicken, das macht es in meinen Augen umso schwerer als relativ kleine Band nicht davon geschluckt zu werden.
Grindbart: Ich hatte es ja bereits angedeutet, dass ich das etwas anders sehe, aber ich glaube ich erläutere das einfach noch mal ein bisschen. Die Möglichkeit Musik heutzutage übers Internet zu beziehen empfinde ich als großen Vorteil gegenüber früheren Generationen von Musikern. Das oberste Ziel ist doch eigentlich immer, von möglichst vielen Leuten gehört zu werden und im Internet kann man sich sehr schnell und gezielt über die Bands für die man sich interessiert informieren.
Das hören von CDs oder Mp3s ist heutzutage einfach nichts Besonderes mehr. Der Besuch eines Konzertes hingegen immer! Von daher ist es mir lieber, wenn Fans die Möglichkeit haben sich einen Vorgeschmack im Internet zu holen und daraufhin ein Konzert zu besuchen, weil ihnen die Musik gefällt. Jeder ernsthafte Fan handgemachter Musik würde dem sicherlich zustimmen, dass man auf einem Konzert wesentlich mehr geboten bekommt, als wenn man das gleiche Lied vom Band immer wieder rauf und runter hört.
Sven: Über CD Verkäufe verdient man heute im Durchschnitt nicht mehr so viel Geld wie vor 15 Jahren. Heutzutage lassen sich die Musikalben schon meist vor offiziellem Release illegal im Internet auftreiben. Wie sich das Ganze auf uns auswirkt wird sich zeigen. So eine Erfahrung haben wir noch nicht gemacht, aber es soll ja noch Leute geben die sich mit minderwertigen MP3s nicht zufrieden geben und zudem auch gerne im Booklet lesen.
Engelsleiche: Ich danke euch für das Interview und die Zeit, die ihr dafür aufgebracht hab
Benny: Ich danke dir für das Interview und allen Lesern fürs lesen.
Anna: Von mir auch! Grüße an zu Hause!!!
Grindbart: Schönen Dank auch, haut rein und Rock On!
Sven: Ich bedanke mich für das Interview und bei unseren Fans.
| Interview mit Jan W. [DIB Comics] |
geschrieben von: Engelsleiche vom 21.06.09 |
| "Dressed in Black Comics" hat eine große Fangemeide und wir hatten das Vergnügen dem Autor Jan Wingender auf den Zahn zu fühlen. Das Interview lief sehr freizügig ab und Jan W. hat uns seine sehr gesprächige Seite gezeigt |
Aus ungeklärten Umständen haben wir, vor dem eigentlichen Interview, gute 5 Minuten gelacht. Um uns gegenseitig runter zu bringen, haben wir es sogar mit Atemübungen für Schwangere versucht, doch nach Jan's Einwurf „Beckenbodengymnastik “ war alles zu spät. Wir hatten ungemeinen Spaß beim Interview, ich hoffe, ihr werden den selben Spaß auch beim lesen haben! Ich verkneife es mir im übrigen, an jeder Stelle ein „(gelacht)“ einzufügen, an der wir gelacht haben – ich müsste das Interview ansonsten um eine Seite verlängern.
Damit ihr euch ein optisches Bild machen könnt, gibts Jan W. vorab auf einem Bildchen.
Engelsleiche: Hey Jan, du hast zwar eine große Leserschaft, doch nicht jeder kennt deinen Comic, also stelle dich und dein Werk erst einmal vor.
Jan W.: Hey, ich bin der Jan. Ich mache Dressed in Black Comics und ich bin ein Vollpfosten aus Überzeugung. Mein Werk ist schwer vorzustellen, es ist eigentlich mein Hobby. Entstanden ist das Ganze, weil ich zu viel Zeit und zu wenig Hirnleistung hatte, selber Fan von Online-Comics bin und mir dachte; Das will ich auch machen. Ansonsten weiß ich nicht, wie ich DIB vorstellen soll, es geht halt grob um mich, um meine Interessen, was natürlich den Metal (Musik) miteinbezieht. Geht einfach auf meine Seite und schaut es euch an, dass ist am einfachsten.
Engelsleiche: Die Namensfindung von „Dressed In Black – Comics“ war wohl nicht all zu schwer, da die Comics anfangs wirklich nur aus Schwarz, Weiß und ein paar Grautönen bestanden. Mittlerweile findet sich auch Rot und ein paar andere Farben in dem Comic, können wir uns auf noch mehr Farbe freuen?
Jan W.: Es sind ja schon viel mehr Farben vorgekommen, z.B. Blau bei dem Bluescreen-Comic, Gelbtöne, Grüntöne – diese haben neulich den wunderbaren Geruch von vergammeltem Fleisch dargestellt. Viele Comics fangen schwarz/weiß an und gehen dann in Farbe über, aber damit würde ich bei DiB nicht rechnen. Farben werden nur eingesetzt, wenn ich Lust darauf habe, oder wenn es einfach dazu passt, aber es wird zum Großteil schwarz/weiß und in Graustufen bleiben, denke ich mal.
Engelsleiche: Wenn dies nicht der Fall wäre, würdest du wohl auch einen neuen Namen für den Comic benötigen, z.B. Dressed in Bunt?!
Jan W.: Dressed In Black hat sich eigentlich eher auf mich bezogen, seit ich 14-15 bin, trage ich nur noch Schwarz und daher kam das eigentlich. Ich habe mir damals gedacht „Ok, du willst jetzt einen Comic machen, worum soll es denn gehen? - Um dich. - Was sagt etwas über dich aus? - Dressed in Black“ ... So kam das dann, das hat mit den Farben des Comics eigentlich nichts zu tun, sonder einfach; Ich bin Metalhead, ich trage Schwarz, bis ich etwas dunkleres finde.
Engelsleiche: Viele Leser können gewisse Situationen, über die du dich künstlerisch auslässt nachvollziehen, oder haben sie schon selbst erlebt. Ist das dein Konzept die Leser bei Laune zu halten und Neue zu gewinnen, indem du ihnen einen Comic bietest, indem sie selbst die Hauptrolle spielen könnten?
Jan W.: Dazu muss ich erst einmal sagen, dass mein Konzept Konzeptlosigkeit ist. Im Grunde genommen sind es ja auch Situationen, die ich darstelle. Der Comic hat so eine Art Blog-Funktion für mich, wenn ich mich über die Bahn oder irgendein Vegetarier aufrege, der mir aufs Schnitzel gespuckt hat, weil ich ja ein blöder Fleischfresser bin, ist es das gleiche, als würde es jemand in seinem Blog posten. Es gibt viele Leser denen es genauso geht, es ist jetzt nicht darauf abgezielt. Es ist wirklich nur eine Art Blog, oder fast schon ... na gut, Tagebuch geht zu weit. Es handelt sich nur um meine Ansichten und meinen Alltag und dieser wird sich nicht so stark - zumindest in gewissen Situationen - von dem, von anderen Leuten unterscheidet.
Engelsleiche: Seit 2 Jahren amüsierst du nun schon deine Mitmenschen mit DiB-Comics, willst du das ein Leben lang weiter treiben oder ist schon ein Ende in Sicht?
Jan W.: Also ein Ende in Sich? - Erst einmal gar nicht. Ich studiere ja noch ein paar Semester und solange habe ich auch die Zeit um Comics zu machen. Die Zukunft kann ich nicht vorhersehen, aber ich will es so lange wie möglich machen. Es macht mir Spaß, auch die Reaktionen zu lesen und zu hören ... Begeisterte Leser zu treffen finde ich auch geil. Wenn ich einfach damit aufhören würde, würde mir auch etwas fehlen. Es ist ein fester Bestandteil von meinem Leben geworden, das zu machen. Also wie gesagt, ein Ende ist auf gar keinen Fall in Sicht und wenn es nach mir geht, mach ich es, bis ich ins Gras beiße.
Engelsleiche: Da freue ich mich auf jeden Fall drüber.
Jan W.: Ich denke, da werden sich einige drüber freuen.
Engelsleiche: Auf jeden Fall, ich bin ja auch so ein kleiner DiB-Fan.
Jan W.: Ach ne, ist mir nicht aufgefallen. (Ironie)
Engelsleiche: Totale Hirnrissigkeit, vollendeter Irrsinn, der Gevatter Tod, wie auch sprechende Wiesel sollten jedem ein Begriff sein, der deinen Comic liest. Wurdest du als Kind zu heiß gebadet, bist du des öfteren vom Wickeltisch gefallen oder gibt es eine plausible Erklärung für diesen Wahnsinn?
Jan W.: Der Witz an der Sache ist, ich würde selbst gerne wissen, wie ich auf diesen Scheiß komme. Das ist wirklich so. Ich denke mir manchmal, ob ich nicht wirklich einen Schaden oder irgend einen Zustand, von dem ich nichts weiss, weil meine Eltern mich damals nicht zum Psychologen gebracht haben. Das hat natürlich auch Vorteile, ansonsten wäre ich heute wahrscheinlich so ein Ritalin-Zombie. ... aber um ganz ehrlich zu sein, wie ich darauf komme, ist mir selber ein Rätsel. Es passiert einfach. Irgendwann kommen mir lustige Gedanken und ich formuliere sie zu einem Comic aus. Ich selbst bin aber der Meinung, das ich irgendwie bekloppt bin. Ich hatte als Säugling nie so stark Fieber, wodurch ein paar wichtige Gehirnzellen abgestorben sind oder so, ... ich bin auch – meines Wissens nach – nie zu heiß gebadet worden oder hatte einen Schädelbasisbruch. Wenn ich ehrlich sein soll, weiss ich auch nicht, ob ich es wissen will. Ich akzeptiere es einfach und das sollten die Leser auch tun, so ist es am einfachsten für alle.
Engelsleiche: In welchem Alter hast du dein künstlerisches Talent entdeckt und was hat dazu geführt, dass du damit an die Öffentlichkeit gegangen bist?
Jan W.: Ich habe, meiner Meinung nach, kein künstlerisches Talent. Ich mache einen Comic, aber zeichnen kann ich überhaupt nicht. Ein querschnittsgelähmter Affe mit Down-Syndrom könnte wahrscheinlich besser von Hand zeichnen, als ich. Ich mach die Comics mit dem Computer und dazu braucht man kein künstlerisches Talent. An die Öffentlichkeit gegangen bin ich 22.01.2007 – ich könnte mich jetzt auch vertun, das wäre natürlich peinlich, aber nun gut – und ich habe etwa ein halbes Jahr davor angefangen rumzubasteln. Am Anfang meines Studiums habe ich jemanden kennen gelernt, der mich auf Web-Comics gebracht hat und ich war dann so begeistert davon und habe mir gedacht „Das will ich auch!“. Ich freue mich natürlich darüber, wenn jemand sagt, dass ich künstlerisch begabt bin – ich selber sehe das aber gar nicht so.
Engelsleiche: Gab es Momente, an denen du DiB-Comics hinschmeißen wolltest, um danach ein neues Projekt zu starten?
Jan W.: Wirklich hinschmeißen nicht Es gab natürlich Phasen, wo es mir ein bisschen schwerer fiel, einen Comic zu machen - das hat man auch gemerkt, wenn ich mal ein bisschen geschwächelt habe, aber klar, das hat ja jeder einmal. Das Problem ist ja, um lustig oder witzig zu sein, muss man sich auch gut fühlen – auch wenn ich jeden Tag gerne super gut gelaunt wäre, bin ich es nicht. Ich habe auch Phasen in denen es mir nicht so gut geht, aber wirklich hinschmeißen wollte ich es nie. Meine Leser werden auch immer mehr und das ist ein unglaublicher Motivationsschub.
Engelsleiche: Wo wir gerade beim Thema zahlen sind, lass uns daran teilhaben. Von wie vielen Lesern sprechen wir?
Jan W.: Das wüsste ich selber gern. Das Problem ist, ich habe nur Statistiken darüber, wie viele Leute pro tag auf die Seite zugreifen. Ich glaube aber nicht, das alle Leser jeden tag auf die Seite gehen. Ich meine, es ist bei mir selbst so. Ich lese über 70 Web-Comics und die arbeite ich dann einmal pro Woche ab. Das werden viele andere Leute auch so machen, sie werden ja nicht nur DiB lesen. Es ist also schwer nachzuvollziehen, aber ich hatte im April erstmalig über 0,5 Millionen zugriffe auf meine Seite. Die Leserzahlen hätte ich selber gerne einmal, damit ich wüsste, woran ich bin. Wie gesagt, solange es jeden Monat mehr werden, ist es gut!
Engelsleiche: Besteht die Möglichkeit, dass du parallel zu DiB-Comics ein weiteres Projekt startest? ... einfach um den nicht vorhandenen künstlerischen Output etwas mehr auszubreiten?
Jan W.: So ein wirklich dauerhaftes Projekt habe ich nicht geplant. Vielleicht wache ich in einem halben Jahr auf und denke mir „Jetzt machst du das, das und das.“ Einen 2. Comic anfangen brauche ich nicht, ich bin ja vom künstlerischen her arg beschränkt – er würde noch mal genau so aussehen und das wäre ja auch blöd. Bei Musik ist das Problem, das ich weder ein Instrument spielen, noch singen kann. Wie gesagt, damit kann man eher nicht rechnen und falls es doch soweit kommen sollte, können die Leute davon ausgehen, dass ich DiB-Comics weiter breittreten werde.
Engelsleiche: Glaubst du, dass dein Comic einmal in Druck gehen wird, in Richtung Comic-Heftchen oder Buch?
Jan W.: Comic-Heftchen wäre etwas monatliches, das würde ich komplett ausschließen,. Ich würde allerdings nicht ausschließen, das DiB in Buchform erscheint, so wie man es schon von vielen anderen Comics kennt. Das beste aus den ersten 2 Jahren oder so etwas in der Art. Ich habe es noch nicht ins Auge gefasst, aber es würde schon im Bereich des Möglichen liegen. Wie schon gesagt, etwas monatliches oder regelmäßiges wird es nicht geben. Das würde ich auch nicht hinbekommen, aber wie gesagt – ein Buch – man soll die Hoffnung nie aufgeben.
Engelsleiche: Was machst du, wenn du einmal komplett Leer bist und keine Ahnung hast, wie der Comic weiter gehen soll?
Jan W.: Ich bin noch nie wirklich ideenlos gewesen. Ich weiss nicht, ob die Frage noch kommen wird, ansonsten nehme ich sie dir einfach vorweg: Wie kommst du eigentlich auf die Ideen? - Ich habe manchmal solche Tage, da kommen mir Geistesblitze, die mir 10-20 Ideen zu Comics bringen. Die Ideen schreibe ich mir auf und an den Tagen, an denen ich keine Idee habe, werden sie abgearbeitet. Zum Glück habe ich oft genug solche Flashs, so das ich nie wirklich ohne Ideen da stehe. Ich müsste mir ansonsten etwas spontan aus den Fingern und dieses „spontan lustig sein“ bekäme ich auch nicht hin. Da bin ich auch wirklich froh, dass ich von Ideen überflutet werde, die ich mir dann seitenweise aufschreiben kann.
Engelsleiche: Die Frage wäre noch gekommen, aber ist ja kein Problem, ich hab noch ein paar.
Jan W.: Ich habe sie ja nur indirekt beantwortet.
Engelsleiche: Du kannst sie auch jetzt direkt ausführen, wo wir schon dabei sind.
Jan W.: Also ja, wie komme ich auf die Ideen? - Das ist eigentlich auch so eine Frage, auf die ich keine Antwort hab. Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Es ist wirklich so, dass ich nicht auf die Ideen komme, sondern die Ideen kommen mehr oder weniger zu mir. Wenn ich mich körperlich, aber nicht geistig betätige, z.B. bei der Arbeit oder bei meinen nächtlichen Spaziergängen und mein Hirn sich im Leerlauf befindet, fängt es an rum zu spinnen und irgendwie passiert es einfach. Vorgestern bin ich nachts um 2 Uhr für 2 Stunden raus gegangen, weil es schön dunkel und einsam war und bin da rummaschiert – auf einmal hatte ich 6 neue Ideen im Kopf und musste natürlich ganz schnell nach Hause laufen um sie aufzuschreiben, bevor ich sie wieder vergessen hab. Ich habe keine Ahnung wie ich auf die Ideen komme, ich wüsste es gern, weil es dann für mich einfacher wäre, auf neue Ideen zu kommen, wenn ich denn so ein Ritual hätte. So muss ich mich damit zu frieden geben, das es einfach etwas ist, dass von allein funktioniert. Wie gesagt, ich glaube, ich habe einfach einen Schaden. Ich akzeptiere es einfach. Ich hinterfrage es nicht, es ist da und solange ich nicht auf solche Ideen komme wie „Hey, ich gehe jetzt runter in die Stadt und zünde das Krankenhaus an!“ würde ich sagen, ich muss mir keine sorgen machen... obwohl, wenn ich auf diese Idee käme, würde ich mir wohl auch keine Sorgen mehr machen.
Engelsleiche: Du wirst dieses Jahr auf Wacken fahren und ein paar begeistere Fans treffen, doch wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinen Lesern?
Jan W.: Der Kontakt ist mir sehr wichtig, vor allem der reale. Ich will ja wissen, was das für Leute sind, die meinen Comic lustig finden. Ich finde es einfach super. Ich suche den Kontakt ja auch, deswegen habe ich ja ICQ Nr., MSN, etc. gemacht, wobei ich das ganze in den letzten Wochen leider sehr vernachlässigen musste (aus persönlichen Gründen). Da kam dann auch mal die ein oder andere böse Mail, warum ich nie on sei oder so etwas. Der Kontakt ist auf jeden fall erwünscht, ich mochte ja auch Feedback haben. Ich antworte auch auf die Mails die ich bekomme und wenn diese dann mit „Super das du mir antwortest, hätte ich ja gar nicht gedacht ...“ zurück kommen, denke ich mir auch nur; warum soll ich mir eine E-Mail Adresse einrichten, wenn ich denn nicht auf E-Mails antworte. Bei ein paar ICQ-Konversationen kam es auch vor, das Sachen wie „Unglaublich, du sprichst ja mit mir ...“ kamen und ich nicht wusste, was das soll. Ich halte mich selbst nicht für etwas Supertolles oder Übermenschliches und deswegen verstehe ich es auch nicht. Falls mich z.B. jemand auf Wacken erkennen sollte, darf er mich auch gerne ansprechen, das ist gar kein Problem. Ich freue mich sogar drüber. Ich hatte es jetzt auch schon ein paar mal, das ich irgendwo war und mit Leuten geredet hab. Irgendwelche Leute, man wusste gar nicht voneinander, wer man ist und man redet so ... man kommt auf das Thema Web-Comic und meint dann, dass man da eben auch so einen Web-Comic macht, die Leute fragen nach und man gibt sich als DiB-Comic Autor zu erkennen. Die Leute stehen dann auch nur mit offenem Mund vor einem und „Ohhhh! - Du bist DER?“ ... irgendwie beängstigend, aber geil. Ich habe keine Staralüren, auf mich darf man zukommen, mich darf man anquatschen und mir darf man Mails schreiben.
Engelsleiche: Kein Problem, das kannst du haben. Ich hoppel dich auf Wacken zu Boden.
Jan W.: Joa, das ist ok, dann wälzen wir uns etwas im Schlamm rum!
Engelsleiche: Was würdest du an der deutschen Politik ändern, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?
Jan W.: Ich selbst bin desinteressiert an der deutschen Politik. Ich habe zu wenig spezifische Ahnung um zu sagen „das will ich ändern“. Die meisten Leute, die etwas ändern wollen, sind da immer sehr radikal und da ist auch die Frage, ob das das Richtige ist. Es gibt schon ein paar Sachen, wo ich sagen würde, das sollte man ändern – wobei ich jetzt nicht bescheid weiss, ob das eine Sache der Politiker ist, oder wie das abläuft. Aber ja doch, Sache wie: der, der Filme runterladen bekommen einen längeren Knastaufenthalt, als einer der Kinderpornos verkauft oder irgendwie so etwas. Im Grunde genommen muss ich sagen ... gut, jetzt hab ich schon zu viel geredet um diesen Satz richtig Sinn zu geben, aber ich glaube Dieter Nuhr hat mal gesagt „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“ und genau deswegen halte ich mich beim Thema Politik meistens raus. Ich gehe zwar wählen, weil ich mir einfach denke, jede Stimme zählt. Wenn ich nicht wählen gehe, bekommt meine Stimme automatisch die NPD, so nach dem Motto. Um zu verhindern das die Radikale Partei und vor allem die Rechtsradikalen, die auf dem Vormarsch sind, einfach ein bisschen auszubremsen. Wenn ich ein eigenes Konzept hätte, wie ich ein Land leiten würde (zumindest ein Land, das demokratisch ist, Diktator sein kann jeder), würde ich es machen, aber ne – hab ich ja nicht. Das ist mir auch eine sehr unangenehme Frage, muss ich sagen.
Engelsleiche: Aus spezifischen Situationen heraus wäre ich ja schon dafür, das Pfand abzuschaffen.
Jan W.: Das Dosenpfand ist natürlich total scheiße. Das ist der Vorteil, wenn man 10 Minuten zu der Luxemburger Grenze brauch. Ich kauf mir da mein pfandfreies Bier. An so etwas habe ich jetzt gar nicht gedacht beim Thema „Was würdest du an der deutschen Politik ändern?“ - Aber ja, Festivalgänger oder ein Metalhead denkt natürlich nicht daran, das Sozialsystem umzustellen, nein als erstes muss das Dosenpfand weg. Ja, sehr schön!
Engelsleiche: Ich dank dir für das Interview und ich hoffe das du weiterhin sehr viel Erfolg mit DiB-Comics haben wirst und natürlich, dass es irgendwann zum Druck kommen wird.
Jan W.: Das hast du aber schön gesagt, dann danke ich dir auch für das Interview. Wie gesagt, du warst die erste Person, die sich die Mühe gemacht hat. Ich fand es ziemlich cool ich werde das gerne öfter machen ... falls ich den Leute finde, die das Machen wollen.
| Garden Of Eden - Interview |
geschrieben von: Engelsleiche vom 17.04.09 |
![]() |
Es wird immer seltener, dass sich eine komplette Band für ein Interview zur Verfügung stellt und nicht nur ein Bandmitglied. Die Alternativ - Grungerocker von Garden Of Eden gehen also mit einem positiven Beispiel voran und stellen sich den Fragen von Metal Refinement. |
Um einen Eindruck zu bekommen, um was für eine Band es hierbei geht, empfehle ich euch, auf ihrer MySpace Seite vorbei zu schauen: www.myspace.com/gardenofedenband 
Engelsleiche: Damit unsere Leser einen Einblick bekommen um wen es hier überhaupt geht, würde ich sagen, ihr stellt euch erstmal vor.
Garden of Eden: Hi wir sind Garden of Eden aus Heidelberg und machen eigentlich Alternative-Rock:Pascal Gesang, Chris Gitarre, Olli Gitarre, Sammy Drums, Sethos Bass.
Engelsleiche: Da wir gerade beim Vorstellen sind, könnt ihr mir sicherlich einen kleinen Einblick in eure Bandgeschichte geben. 15 Jahre sind eine lange Zeit und ich habe die Vermutung, dass dies nicht nur schöne Jahre waren, oder?
Chris: Eigentlich gab es keine schlechten Zeiten für uns, wir haben immer das Beste draus gemacht, auch wenn es ma nicht so gut lief oder der ein oder andere aus der Band ausgestiegen ist. Wir würden alles noch mal genau so wieder machen, allerdings mit dem Wissen was wir heute haben.
Engelsleiche: Wie kamt ihr zur Musik?
Olli: Ich habe einem Kumpel beim Gitarre spielen zugesehen und zugehört, danach wollte ich das auch probieren und bin dabei geblieben. An dieser Stelle danke und viele Grüße an Tobi Kern aus Böhl Iggelheim :-)
Sammy: Viele Instrumente ausprobiert und Schlagzeug spielen war das was ich einigermaßen davon dann beherrschte.
Chris: Oh Ja, das hört man vor allem bei deinem Triangelsolo auf der neuen Platte „uuuaaaahhhh“. Eigentlich wollte ich Sänger werden, das hat aber irgendwie nicht wirklich geklappt, so blieb nichts anders übrig als Gitarre zu spielen.
Pascal: Ich würde eher sagen Chris is noch auf der Suche nach dem richtigen Instrument (amüsiertes grinsen). Mein damaliger Flötenunterricht hat mich so gekickt da wollt ich unbedingt Rockstar werden. Allerdings könnte der Auslöser auch der Geigenunterricht oder das Trompete spielen gewesen sein. Naja auf jeden Fall nachdem das mit dem Schlagzeug spielen auch nicht geklappt hat und das Singen noch furchtbarer war, dachte ich oh das Singen sollte ich doch noch ein bisschen verbessern und bin dann dabei geblieben.
Sammy: Ja, deswegen spiel ich auch Drums, weil Pascal eigentlich kein Schlagzeug spielen kann und ich nicht singen kann das ergänzt sich ganz gut (grinsen).
Sethos: Mucke is mir irgendwie in die Wiege gelegt worden, ich hab mit Orgelspielen angefangen, dann mit Drums weitergemacht, Gitarre gespielt und bin beim Bass spielen hängen geblieben (grinsen)
Chris: Im wahrsten Sinne des Wortes (grinsen)
Engelsleiche: Gibt es ein Erlebnis oder ein Ereignis, das ihr gerne wiederholen würdet, oder das euch noch enger zusammengeschweißt hat?
Sammy: Ja z.B. unser Gig in London, bei dem wir in einem kleine Pub mitten in London gespielt haben es war eng und schweißig. Soviel zum Thema enger zusammengeschweißt (grinsen)
Sethos: Der schlimmste Moment is bei solchen Reisen vor allem, wenn man am Flughafen am Kofferband steht und auf sein Instrument wartet bis es ausgeladen ist, das kostet ne Menge Nerven und ne Menge Angstschweiß!
Sammy: Oder unser Band-Trip nach Holland der auf jeden Fall wiederholt wird , zu dem man auf unserer MYSPACE Seite auch ein Video mit einem unserer neuen Songs vom kommenden Album sehn kann .
Chris: Jeder Gig bzw. jedes gemeinsame Erlebnis schweißt eine Band immer mehr zusammen.
Engelsleiche: Eure Band war auf Samplern vertreten, auf denen auch The Rasmus und andere Bekannte Künstler ihr Können unter Beweis gestellt haben. Das Ganze war sicherlich ein gelungener Erfolg für euch, doch stellt sich mir die Frage, warum ihr noch kein Label habt?
Olli: Eigentlich werden wir das ständig gefragt, vor einiger Zeit waren wir noch der Meinung, das wir gar kein Label wollen.
Sethos: Naja aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise wäre das heutzutage allerdings nicht schlecht um uns finanziell zu unterstützen.
Chris: Nein im Ernst. Die Sampler Beiträge haben einiges gebracht an Bekanntheitsgrad und haben uns sogar einen Verlagsdeal mit einem Song eingebracht. Das mit dem Label is wahrscheinlich eher so eine Versäumnis-Geschichte von unserer Seite , wir wollten damals eigentlich nur Mucke machen und große Konzerte spielen, was wir dann ja auch mit "Die Happy" , "Silbermond", "Wir sind Helden" uvm. gemacht haben. Wir haben uns wenig Kopf um die Vermarktung bzw. Label gemacht und uns nicht wirklich darum gekümmert, sondern haben dabei auf einige Personen in unserem engen Umfeld vertraut, das die das für uns hätten machen sollten, was dann aber gehörig in die Hose ging. Heutzutage sieht das schon ein bisschen anders aus, bei der Kohle und Arbeit die wir in unser neues Album gesteckt haben, würden wir gern bei einem kleinen Label, Vertrieb und Booking Agentur unterkommen, damit wir wieder ne Menge Konzerte spielen können und unsere Mucke noch bekannter machen können.
Engelsleiche: Ihr vergleicht euch selber mit Bands wie Creed, Nirvana und Pearl Jam. Pascal hat wirklich eine aussergewöhnliche Stimme, doch denkt ihr, dass ihr genauso weit kommen werdet, wie die Bands, mit denen ihr euch identifiziert?
Pascal: Oh danke (grinsen). Vergleichen is so nicht ganz richtig und wäre auch Quatsch und frevelhaft. Diese Bands haben uns Alle in irgendeiner Form beeinflusst da wir mit deren Mucke aufgewachsen sind. Wir machen uns nicht wirklich einen Kopf darum, ob wir genau so weit kommen wie die Bands die uns beeinflusst haben, sondern wir machen unser Ding und schauen ma wie weit wir damit kommen. Entweder die Leute finden es geil oder eben nicht.
Engelsleiche: Euer Album steht kurz vor der Vollendung, doch was für Erwartungen habt ihr an dieses Album und welchen Titel wird es tragen?
Chris: Das Album ist bereits im Kasten, allerdings wird es vor September oder Oktober nicht zu haben sein, da wir uns momentan wie vorhin schon erwähnt um Vertriebe , Label und Bookingagenturen bemühen ein frühere Veröffentlichung wäre momentan deswegen nicht sinnvoll.
Pascal: Unsere Erwartungen an dieses Album sind jetzt schon übertroffen was die Songs und vor allem die Aufnahmequalität betrifft, da es das Beste ist, was wir bisher aufgenommen haben. Ich weiss das sagt jede Band von Ihrem neuen Album. Außerdem wird das das erste Album sein ,um das wir uns richtig Vermarktungstechnisch kümmern werden und schauen wir mal was das so bringt. Wir hoffen, das es unseren langjährigen Fans genau so wie den neuen Fans so gut gefällt wie uns selbst (grinsen)
Chris: Einen Titel hat das Album allerdings noch nicht, in diesem Punkt sind wir noch nicht wirklich zu einem Ergebnis gekommen.
Engelsleiche: Musiker, die das musizieren im Blut haben, müssen Musik machen. Ich behaupte einfach mal, dass ihr Musiker seid, doch gab es für euch jemals den Punkt, an dem ihr alles hinwerfen wolltet?
Chris: Ja es gab viele solcher Punkte in den letzen 15 Jahren
Pascal: An diesem Punkt sind wir jeden Donnerstag wenn wir versuchen zu proben (lachen).
Chris: Der Unterschied glaube ich von einem Musiker zum Nichtmusiker ist, das man als Musiker gar nicht anders kann, trotz aller widrigen Umständer macht man weiter, die Konzerte und die Livererfahrung sind der Motor der das alles am Laufen hält. Einmal Bühne immer Bühne so ist das bei uns jedenfalls wir können uns ein Leben ohne Band oder Mucke nicht mehr vorstellen.
Engelsleiche: Man sagt zwar, dass man im Heute und nicht im Morgen leben sollte, doch interessieren sich unsere Lesen sicherlich dafür, was wir von euch noch zu erwarten haben?
Pascal: Was die Leute auf jeden Fall zu erwarten haben, is ein geiles Album und geile Konzerte sofern Sie diese besuchen. Alles andere wird man dann sehn.
Engelsleiche: Fühlt ihr euch in der Konstellation, die ihr gerade an den Tag legt, wohl?
Sammy: Auf jeden Fall ! Es könnten momentan nicht besser sein !
Engelsleiche: Wie läuft das komponieren ab? Habt Ihr ein bestimmtes System, oder fließt es einfach aus euch heraus?
Sethos: Irgend einer bringt meist ein Riff mit in den Proberaum, fängt an zu spielen und der Rest jammt dann dazu. So entstehen die meisten Songs. Es gibt aber auch Tage an denen man einfach im Proberaum anfängt irgendwas zu spielen und am Ende der Probe hat man einen fertigen Song , das is auch schon vorgekommen.
Engelsleiche: Sind alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligt, oder gibt es eine Art Aufgabenverteilung?
Sammy: Grundsätzlich sind bei uns alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligt, gefällt einem Bandmitglied der neue Song nicht fliegt er normalerweise auch wieder raus.
Chris: Scheiß Demokratie (grinsen)
Sammy: Wir sind keine Band die mit 20 Songs ins Studio geht und davon dann 10 nimmt, wie sortieren vorher beim Schreiben schon aus und treten die Songs vorher schon in die Tonne.
Engelsleiche: Habt ihr unseren Lesern noch etwas mitzuteilen?
Garden of Eden: Kauft unser neues Album, wenn es veröffentlicht wird ! Ihr werdet es nicht bereuen!!
Engelsleiche: Ich danke euch für das Interview und wünsche euch, dass mit dem kommenden Album ordentlich durchstarten könnt!
Garden of Eden: Danke ebenfalls für das Interview.
| Heavenfall - Interview mit Roman |
geschrieben von: Engelsleiche vom 14.04.09 |
![]() |
Wann hat man schon das Vergnügen bei Power - Progressiv Metallern, unter die Oberfläche zu schauen? (Anm.v.Andreas: Na wenn man sie fragt.) Metal Refinement hat die sozial engagierte Band "Heavenfall" mal genau unter die Lupe genommen. |
Um einen Eindruck zu bekommen, um was für eine Band es hierbei geht, empfehle ich euch, auf ihrer MySpace Seite vorbei zu schauen: www.myspace.com/heavenfallmusik

Engelsleiche: Da euch viele noch nicht kennen, würde ich vorschlagen, ihr stellt euch erst einmal vor.
Heavenfall: Hallo wir sind Heavenfall, Vocals Roman, Vocals Daniel, Bass Thoddo, Gitarre Andy, Gitarre Chris, Keys Ralf und Schlagzeug Mitja.
Engelsleiche: Jeder Musiker erreicht einen Punkt im Leben, an dem er merkt, dass er Musiker ist. Wann wurde euch klar, dass ihr zum musizieren berufen seid und dass ihr, in der jetzigen Konstellation, eine Band gründen möchtet?
Heavenfall: Bei jedem von uns ist es schon ganz früh passiert, Roman war früher auf einer Musikschule zum Beispiel, Mitja spielte auch schon in seinen Kinderjahren Drums, Andy hat ca. mit 14 Jahren angefangen Gitarre zur spielen.
Engelsleiche: Euer Bandname „Heavenfall“ hört sich ganz schön dramatisch an, wie kam es zu diesem Namen?
Heavenfall: Gute Frage ... hmm mal überlegen, wer war noch mal von uns auf dem Klo und kam mit den Namen zurück. (amüsiertes Grinsen) Nein im Ernst der Name hat uns einfach gut gefallen, weil es zu unserer Musik passt und vor allem zur unseren Texten.
Engelsleiche: Am 23.10.09 findet das „METAL FOR MERCY“ statt und ihr werdet daran teilnehmen. Wie kommt es, dass ihr euch für die „Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern e.V.“ angeschirrt?
Heavenfall: Für uns geht es in ersten Linie mit unseren Musik was zu bewirken und deswegen spielen wir sehr gerne bei solchen Benefizveranstaltungen. Letztes Jahr haben wir schon mehrere gespielt und natürlich verzichten wir jedes mal auf das Geld damit es, wie dieses Jahr bei Metal For Mercy, den Kindern zur Gute kommt.
Engelsleiche: Euer Album „SEVEN SINS“ werdet ihr auf dem „METAL FOR MERCY“ präsentieren. Die Tracks, die es bisher von euch zu hören gibt, sind vom instrumentellen Können, wie auch textlich und stimmlich einwandfrei. Die Messlatte ist hoch angesetzt. Mit welchen Erwartungen steht ihr der Veröffentlichung gegenüber?
Heavenfall: Als erstes Danke, dass du unsere Tracks gut findest. Die Aufnahmen haben wir selber gemacht und die klingen natürlich nicht toll und sind schon ein wenig älter. Auch das Lied Seven Sins ist nur ein Ausschnitt aus unserem Album was im Herbst erscheint (ist noch nicht fertig abgemischt). Wir wollten schauen wie die Resonanz ist um zu sehen ob die Richtung die wir im Moment gehen auch bei unseren Fans gut ankommt. Wir hoffen das unser Album gut ankommt und wir unsere Leute nicht erschrecken (Lachen).
Engelsleiche: Da ich eure Lyriks schon lobe, bleibt natürlich die Frage, ob sie eurer eigenen Feder entstammen? Wenn ja, schreibt einer die Texte oder wirken alle bei der Entwicklung mit?
Heavenfall: Danke. Also die Texte schreiben fast alle bei uns, Roman zwischen durch, aber auch Daniel.
Engelsleiche: Gehen wir einmal davon aus, dass ich euch einen Sandkasten, ein paar Schaufeln und Backformen geben würde ... würdet ihr mir einen Kuchen backen? Würde eine solch kindliche Spielerei überhaupt noch für euch in Frage kommen?
Heavenfall: Ja klar Roman kann sogar kochen (Lachen)
Engelsleiche: Wie geht es mit „Heavenfall“ weiter? Welche Pläne gibt es für dieses, für nächstes und die folgenden Jahre?
Heavenfall: Also für dieses Jahr planen wir jetzt die ganzen Gigs für Herbst und freuen uns schon total auf MFM sowie die Konzerte danach. Für uns ist es wichtig Live zu spielen, weil wir eine Live-Band sind. Wir brauchen diesen Kick und hoffen, dass es noch viele Jahre so bleibt.
Engelsleiche: Auf welchem Festival könntet ihr euch den ultimativen Gig vorstellen?
Heavenfall: Wacken oder Summer Breeze oder Bang Your Head.
Engelsleiche: Da ihr sicherlich noch nicht von der Musik leben könnt, gehe ich davon aus, dass ihr ein Privatleben habt und dieses auch pflegt. Erklärt unseren Lesern doch einmal, was Metaller machen, wenn sie nicht im Studio, oder auf der Bühne sind.
Heavenfall: Privatleben???? Was ist das ? Haben wir nicht. Es gibt für uns nur Heavenfall (Grinsen). Nein 4 Leute sind im kaufmännischen Bereich tätig, 2 in handwerklichen Bereich und einer ist selbständig.
Engelsleiche: Für mich ist Musik mein Sauerstoff, ich könnte nicht ohne sie leben. Wenn ich nicht gerade die Anlage, den PC oder den MP3-Player an habe, singe oder summe ich vor mich hin... einfach um eine Melody im Ohr zu haben. Wie sieht es bei euch aus, könntet ihr von heute auf morgen eure Instrumente nieder legen?
Heavenfall: NEVER !!! Bis der Tod uns scheidet.
Engelsleiche: Glaubt ihr, dass es eine Band mit einem jüngeren Altersdurchschnitt, in der heutigen Zeit, einfacher hätte?
Heavenfall: Nee, es kommt ja nicht aufs Alter drauf an, sondern auf die Musik.
Engelsleiche: Gibt es noch etwas, was ihr der Welt unbedingt mitteilen wollt?
Heavenfall: Ach ja, Roman hat gefragt ob er auch mal in Baden Württemberg spielen darf...? Jetzt im Ernst, wir würden gerne mal bei euch in der nähe spiele.
Engelsleiche: Ich hätte nichts dagegen. Ich kann mich mal umhören, ob jemand Interesse an einer guten Live Band hätte.
Heavenfall: Und jetzt noch was: Kommt alle zum Metal For Mercy Festival. Es werden nicht nur gute Bands da auftreten, sondern man tut was Gutes mit seiner Teilnahme. Bei uns kann man natürlich auch Karten dafür erwerben, mehr davon auf unseren MySpace Seite: www.myspace.com/heavenfallmusik, meldet euch bei Roman.
Engelsleiche: Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, Metal Refinement einige Fragen zu beantworten und ich wünsch euch natürlich viel Erfolg mit eurem kommenden Album.
Heavenfall: Hey, wir haben zu danken, dass ihr Interesse an unseren Musik habt.
| Nailed to Obscurity - Interview |
geschrieben von: Engelsleiche vom 25.03.09 |
Die sympathischen Death - Black Metaller von Nailed To Obscurity haben sich heute etwas Zeit genommen, um Metal Refinement einige Fragen zu beantworten.
Um einen Eindruck zu bekommen, um was für eine Band es hierbei geht, empfehle ich euch, auf ihrer MySpace Seite vorbei zu schauen: www.myspace.com/nailedtoobscurity .
Engelsleiche: Nailed to Obscurity gibt es seit knappen 5 Jahren und ihr habt schon 3 Bandmitglieder ausgewechselt, wie kam es dazu?
Nailed to Obscurity: Als wir die Band gründeten, hatten wir kaum Kontakt zu der Metalszene hier in der Region, weil sie damals irgendwie eingeschlafen war. Es gab nur selten Konzerte oder man bekam nicht viel davon mit. Dazu kommt dann noch, dass wir hier aus einer sehr ländlichen Gegend kommen und man in den kleinen Städten oder Dörfern kaum gleichgesinnte antrifft. Somit kannten wir zum damaligen Zeitpunkt auch keine anderen Musiker, die unseren Musikgeschmack teilten und in einer Metalband spielen wollten. Also nahmen wir, wen wir kriegen konnten, obwohl wir unterschiedliche Ziele verfolgten, sich unsere Musikgeschmäcker unterschieden und teilweise die Fähigkeiten an dem Instrument noch nicht ausreichten, um die Musik so umzusetzen, wie sie eigentlich sein sollte. Dementsprechend schwierig gestalteten sich dann die Anfänge der Band und so kam es zwangsläufig dazu, dass Bandmitglieder die Band verließen, oder sogar verlassen mussten, was sich bis auf eine Ausnahme allerdings über einen längeren Zeitraum hinwegzog.
Alex, der ja nahezu von Anfang an dabei war, lernten wir eher zufällig kennen, da er mit unserem ersten Bassisten verwandt ist. So hatten wir schnell einen neuen Sänger. Jann, der Saverio nach ca. 2 Jahren am Schlagzeug ersetzte, lernten wir über die Arbeit kennen und Carsten, der als letztes dazukam, fragten wir direkt, da er damals schon bei Battue spielte und da die Szene wieder in Schwung gekommen war, hatten wir dort auch mehr Kontakte.
Engelsleiche: Eure Musik ist nicht massenverträglich, seht ihr das als ein Handikap in der heutigen Musikwelt?
Nailed to Obscurity: Sicher ist es schwerer, die richtigen Leute mit seiner Musik zu erreichen, wenn man zu einer Minderheit gehört. Andererseits ist die Metalszene selbst ja so groß, dass man dort auch genügend Publikum erreichen kann. Besonders durch Plattformen wie Myspace, stellt dies ja mittlerweile kaum mehr ein Problem dar. Außerdem geht es ja in erster Linie um die Musik und da machen wir halt, was uns gefällt und wenn es uns gefällt, dann auch sicher anderen Leuten. Alles andere ist erstmal zweitranging. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass unsere Musik nur schwer von den Leuten in eine Schublade gesteckt werden kann und wir deshalb auch innerhalb der unterschiedlichsten Genres auf Gehör stoßen – von Death-, Black- und Thrashmetal über Progrock bis Gothic sind Menschen im Publikum vertreten. Das sehen wir als einen großen Vorteil für uns, was sich aber einfach so ergeben hat und nicht wirklich geplant war. Das liegt sicher auch daran, dass wir innerhalb der Band einen weitgefächerten Geschmack haben.
Engelsleiche: Ihr habt bisher eine Demo „Our Darkness“, wie auch ein Album „Abyss“ auf den Markt geworfen ... wie sind die Scheiben angekommen?
Nailed to Obscurity: „Our Darkness“ war eine komplette Proberaum-Produktion, weshalb der Sound eher bescheiden war. Außerdem waren wir damals noch in der alten Konstellation mit Ausnahme von Alex, der damals schon eingestiegen war, weshalb wir vieles musikalisch nicht so gut umsetzen konnten. Da wir die CDs auch selbstständig vervielfältigten, gab es auch nur eine sehr kleine Auflage von der Demo und so etwas wie Myspace hatten wir damals noch nicht. Deshalb gab es auch nicht viel Resonanz zu der Demo, weil sie einfach kaum jemanden erreichte. Was zu uns durchdrang war aber überwiegend sehr positiv und das, obwohl wir selbst schon nach einiger Zeit nicht mehr so zufrieden damit waren. Als wir dann „Abyss“ aufnahmen, waren wir schon in der neuen Konstellation, wobei Carsten nur einen Monat vor dem Studiotermin in die Band kam (!). Neben den neuen Songs enthielt das Album auch unsere Lieblingsstücke von „Our Darkness“ in neuen, überarbeiteten Fassungen. Auch der Sound war nun um Welten besser, da wir das Album im Soundlodge Studio produzierten. Dementsprechend besser vielen auch die Resonanzen aus und da es diesmal eine große Auflage gab, gab es auch viel mehr Meinungen dazu. Die Reviews zu „Abyss“ waren durchweg positiv bis sehr positiv – auch in bekannteren Magazinen. Aber auch von unseren Fans, oder auch Leuten, die zufällig über unsere Seite stolpern, kriegen wir oft nette Dinge zu hören. Das motiviert uns natürlich.
Mittlerweile haben wir weitere Songs von „Our Darkness“ etwas aufgemöbelt und spielen sie wieder regelmäßig live, da das Material zu schade ist, um es einfach in Vergessenheit geraten zu lassen.
Engelsleiche: Wie wichtig ist euch der Kontakt zu euren Fans?
Nailed to Obscurity: Natürlich sehr wichtig. Die Fans sind schließlich die Menschen die sich mit unserer Musik beschäftigen und sich damit auch identifizieren können. Sie geben der Musik die Seele und tragen sie auch weiter. Es ist Begeisterung für die Musik des Einzelnen und die Energie der Masse, die uns immer aufs Neue beflügelt bei Liveauftritten alles zu geben. Ohne sie könnten wir keine Konzerte geben, würden kein Feedback bekommen und somit hätten wir auch weniger Spaß an der ganzen Sache. Natürlich macht das Musizieren an sich schon Spaß, aber das Gefühl etwas dafür zurückzubekommen ist einfach nur geil. Wir versuchen auch immer Kontakt zu den Fans aufzubauen, indem wir durch Myspace in Kontakt mit ihnen treten und natürlich versuchen wir immer mehr Fans zu gewinnen.
Hier in der Region haben wir schon eine richtige Fanbase und das macht uns schon ziemlich stolz, weil wir anfangs nicht gedacht hätten, dass wir mit unserer Musik überhaupt jemanden begeistern können.
Engelsleiche: Wollt ihr als Musikstars durchstarten, oder legt ihr euch auch noch einen 2. Karriereweg zur Seite? - Wenn ja, was habt ihr für Berufsziele?
Nailed to Obscurity: Bei der Fülle an guten Bands ist es heute natürlich schwer sich einen Platz an der Spitze zu erkämpfen, um dann auch allein von der Musik leben zu können. Definitiv ziehen wir alle von Nailed to Obscurity in Betracht diesen Schritt zu gehen, nur werden letztendlich die Fans und auch die Musikindustrie entscheiden ob es möglich ist diesen Weg zu gehen. Wir haben natürlich alle einen mehr oder weniger gut geplanten Weg für unsere Zukunft, der nichts mit der Band zu tun hat. Wir machen Abitur, studieren, oder machen eine Ausbildung beziehungsweise haben sie bereits abgeschlossen. Was wir in 5-10 Jahren machen werden, wissen wir noch nicht, aber wenn es mit der Musik nicht klappt, werden wir auch so unseren Platz finden. Die Musik betrachten wir als Hobby und unser Traum wäre es, dieses zu unserem Beruf zu machen. Es ist in dem Musikgenre, in dem wir uns bewegen, natürlich schwierig so erfolgreich zu sein um davon seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Allerdings haben wir alle diesen Traum noch nicht zu Grabe getragen und arbeiten hart daran vielleicht irgendwann diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Was uns erwartet wird die Zukunft zeigen.
Engelsleiche: Steht ihr noch immer so zur Musik, wie am Anfang?
Nailed to Obscurity: Unsere Einstellung zur Musik ist geblieben, jedoch haben sich unsere Geschmäcker im Laufe der Zeit verändert bzw. weiterentwickelt. Auch deshalb, weil wir uns gegenseitig beeinflussen. Spaß macht uns das Musizieren wie am ersten Tag, sonst würden wir auch gar nicht weitermachen. Als lukratives Geschäft können wir die Musik gar nicht ansehen, da wir für die meisten Gigs draufzahlen, unsere Instrumente teuer sind und die Produktionen viel Geld kosten, was wir natürlich alles aus eigener Tasche zahlen. Da viele nicht bereit sind originale CDs zu kaufen, erstrecht nicht von Underground-Bands, schaffen wir es auch nicht, unsere Kosten zu decken. Natürlich verkaufen wir auch CDs, aber das reicht längst nicht, um alle Kosten zu decken, die wir haben.
Engelsleiche: Ihr habt schon mehrere Bandmitglieder ausgetauscht, wird das zukünftig auch so weiter gehen oder habt ihr die perfekte Konstellation erreicht?
Nailed to Obscurity: Es wird auf keinen Fall so weitergehen. Diese Konstellation ist Nailed to Obscurity und jedes einzelne Bandmitglied hat mittlerweile seine Position und seine Aufgaben in der Band gefunden und ist in dieser und in menschlicher Hinsicht so gut wie unersetzlich. Es passt einfach: Wir haben das gleiche Ziel mit der Band, setzen die gleichen Prioritäten, keiner steht jemandem im Weg und wir haben Spaß und sind dabei gute Freunde.
Vor der aktuellen Konstellation befanden wir uns ja eher in einer Findungsphase und richtig durchgestartet sind wir erst mit der aktuellen.
Engelsleiche: Würdet ihr Werbung für Damenunterwäsche machen?
Nailed to Obscurity: Nur wenn sie uns so gut gefällt, dass wir sie auch privat tragen würden. Da sind wir recht anspruchsvoll, denn wir tragen ausschließlich feinste Spitze.
Engelsleiche: Wird es ein weiteres Album geben? Wenn ja, wie wird es heißen und wann wird es veröffentlicht werden?
Nailed to Obscurity: Das wird es auf jeden Fall geben. Wir arbeiten derzeit schon an neuem Material, sind aber noch nicht soweit, dass wir großartig etwas darüber sagen können. Auch nicht wann es rauskommen wird, da wir zu Zeit noch nach einem günstigen Termin suchen und uns noch nicht für ein Studio entschieden haben. Es wird sicher noch eine Weile dauern, aber die Planung geht voran und sobald etwas feststeht, werden wir das auch bekannt geben. Eines steht aber auf jeden Fall fest: Das Warten wird sich lohnen.
Engelsleiche: Wie geht ihr mit den Menschen um, die nichts mit eurer Musik anfangen können und euch deswegen kritisieren?
Nailed to Obscurity: Geschmäcker sind verschieden, aber man sollte in der Lage sein Musik auch objektiv zu betrachten. Oft ist das leider nicht der Fall und dann wird unsere Musik schnell mal schlecht gemacht oder als Lärm etc. bezeichnet, weil sie einfach generell keine Ahnung davon haben und nur das als Musik bezeichnen, was im Fernsehen, Radio oder den Diskotheken läuft. Solche Kritik lässt uns ziemlich kalt, weil sie einfach nicht berechtigt ist. Zum Glück kommt es viel öfter vor, dass auch Leute, die absolut nichts mit Metal zu tun haben, unsere Musik als gut gemacht, ernstzunehmend, etc. bezeichnen, auch wenn es ihren Geschmack nicht trifft. So etwas zu hören ist eigentlich immer sehr schön, weil man auch außerhalb der Szene erstgenommen wird.
Engelsleiche: Gibt es ein Festival, auf dem ihr unbedingt einmal spielen wollt?
Nailed to Obscurity: Da gibt es sicher einige. Alleine in Deutschland gibt es ja eine Menge sehr guter Festivals. Auf ein einziges können wir uns da nicht festlegen.
Engelsleiche: Habt ihr unseren Lesern noch etwas mitzuteilen?
Nailed to Obscurity: Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns unterstützen und die anderen Leser, die noch nichts von uns gehört haben, auffordern mal in unser Album reinzuhören und unsere Konzerte zu besuchen.
Engelsleiche: Dann bedanke ich mich für das Interview und wünsche euch zukünftig viel Erfolg!
Nailed to Obscurity: Auch wir haben zu danken!
| Children Of Bodom - Interview mit Henkka (Bass) |
geschrieben von: Andreas vom 15.12.08 |
![]() |
Am 15.12.2008 hat unser Luxemburgexport, Jeannot, Children Of Bodom Bassist Henkka "T. Blacksmith“ Seppälä vor dem Konzert in der Rockhal/Luxemburg zum Interview getroffen. Oben gibts die deutsche Übersetzung zu lesen, der unten das Original in Englisch folgt. |
DEUTSCH
Jeannot: Wie war die Tour soweit?
Henkka "T. Blacksmith" Seppälä: Großartig. Es ist die größte Tourauf der wir jemals waren. Es ist unglaublich jede Nacht, überall, soviele Leute zu sehen. Es ist eine fantastische Chance für so große Menschenmengen zu spielen.
Jeannot: Was war der beste Ort auf dieser Tour?
Henkka: Ich würde sagen Paris. Wir spielten an zwei Nächten in Folge in Paris im Zenith und da passen etwa 10000 Leute rein und es war fantastisch.
Jeannot: Wie würdest du Children of Bodom jemandem beschreiben, der sie nicht kennt?
Henkka: Nun, es ist Metal-Musik (lacht). Recht melodisch, recht heavy mit kreischendem Gesang. Ich denke, es gibt keine einfache Weise das zu beschreiben. Also ich würde sagen es ist eine Kombination auf verschiedenen Arten Metal. Aber das Schlüsselwort ist kreischender Gesang, dass ist etwas, dass es recht gut definiert.
Jeannot: Das ist das erste Mal in Luxemburg, glaube ich?
Henkka: Ja.
Jeannot: Hattest du Gelegenheit etwas vom Land zu sehen, oder generell, hattest du die Gelegenheit etwas von da zu sehen, wo ihr spielt?
Henkka: Ja, wenn du früh aufwachst hast du im Grunde den ganzen Tag frei. Vor der Show habe ich nur ein paar Interviews. Heute bin ich ziemlich spät aufgewacht, gestern wurde ein wenig gefeiert und ich hatte Computerkram zu erledigen, also konnte ich nicht raus gehen. Was eine Schande ist, denn es interessiert mich wirklich, mir alle neuen Orte anzusehen, ich war hier vorher noch nie, deswegen... Ich habe gehört, es ist eine schöne Stadt, unglücklicher Weise habe ich sie mir nicht angesehen. Aber vielleicht das nächste Mal, wenn wir vorbei kommen, oder im Sommer, wenn ich Urlaub in Europa mache, kann ich durch Luxemburg fahren und es mir nochmal ansehen.
Jeannot: Nun zu eurem aktuellen Album, es wurde 2007 veröffentlicht (Andreas: Die Aufnahmearbeiten wurden Dezember 2007 abgeschlossen, veröffentlicht wurde das Album April 2008), also müssen wir nicht viel darüber reden, aber könntest du den Namen "Blooddrunk" (Engl., etwa "bluttrunken") erklären?
Henkka: Es hat etwas mit selbstzerstörerischem Verhalten zu tun und irgendwie damit, süchtig danach zu sein schlechte Gefühle durch sich selbst zu verletzten zu erleichtern. Was natürlich eine schlechte Sache ist. Und Alexi hatte in der Vergangenheit einige Probleme und hat sich sowas angetan, was eine richtig üble Sache ist. Im Grunde gehts bei der ganzen Geschichte also darum, diese Art Angewohntheit los zu werden. Und natürlich ist Selbstzerstörung keine gute Sache aber es ist im Grunde eine Geschichte darüber, wie man damit umgehen und dann therapeutische Sachen aus verschiedenen Dingen heraus ziehen kann. Heutzutage ist es für Alexi zum Beispiel das Gitarrespielen , bei dem er die negativen Dinge an sich heraus lassen kann. Er muss sich nicht mehr selbst verletzen.
Jeannot: Also seit ihr mit der CD zufrieden?
Henkka: Ja. Ja. Es war... ja, wir sind wirklich zufrieden und das ist in der Regel der Fall wenn man ein neues Album aufnimmt. du fühlst dich so leer, steckst all die Mühe rein und wenn es fertig ist fühlst du dich erleichtert und ja, I steh auf die Songs, bin also richtig zufrieden.
Jeannot: Die CD ist etwas anders "Are You Dead Yet?" gegenüber. Was war eure Motivation etwas, nun, anders zu machen?
Henkka: Es war nicht geplant etwas anders zu machen. Wir haben einfach das gemacht, was wir immer tun und manchmal klingt das ein wenig anders, schätze ich. Jedes Album haben wir auf die gleiche Weise gemacht. Gleiche Art zu komponieren, gleiche Art aufzunehmen und manchmal hört sich das ein wenig anders an, denke ich.
Jeannot: Die nächste Frage wäre gewesen "hat sich der Modus des Songschreibens verändert" aber jetzt denke ich nein.
Henkka: Ne, wir waren immer gleich seit dem ersten Album.
Jeannot: Ziehst du es vor im Studio zu arbeiten oder live zu spielen?
Henkka: Ich mags nicht im Studio zu sein. Es ist zu stressig, zu viel harte Arbeit, weisst du. Es ist soviel sich auf eine Sache konzentrieren, es ist... ich mags nicht. Ich ziehe auf Tour sein echt vor.
Jeannot: Vorher habt ihr auf großen Festivals gespielt, heute abend ist es eine Clubshow, wo ihr vor 5000, glaube ich, Leuten spielt. Ist es ein Unterschied für dich auf einem großen Festival oder "nur" eine Clubshow zu spielen?
Henkka: Na ja, das hier ist schon ein großer Laden. Es ist ein großer Unterschied, ja. Ich finde, je kleiner die Show um so intensiver ist das Feeling. du kannst [im Publikum] ihre Hände anfassen, [die Leute] berühren und sie richtig nah sehen. Und es ist verschwitzt und, weisst du, ich denke Metal ist einfach am besten in kleinen Läden. Aber dann auf Festivals sind normaler Weise so viele Leute und natürlich neue Leute und die Leute sind zur Sommerzeit betrunken, jeder hat eine tolle Zeit und damit ist auch das eine Menge Spaß.
Jeannot: Was sind eure Zukunftspläne?
Henkka: Morgen nach Hause fahren und Weihnachten und Neujahr ist frei und dann eine Headliner-Tour im Januar, Februar in Europa mit Cannibal Corpse.
Jeannot: Also keine neue CD?
Henkka: Nein, wir werden noch auf Tour sein. Wir werden durch Europa touren, dann die USA, dann Sommerfestivals und dann vielleicht noch 'ne Tour nach dem Sommer. Und DANN gehen wir nach Hause und denken über neues Material nach.
Jeannot: Also nicht wirklich Urlaub für euch?
Henkka: Nein, nicht wirklich. Ab und an ein paar Wochen zu Hause, das reicht.
Jeannot: Habt ihr ein Geheimnis wie ihr den Tourstress übersteht?
Henkka: Touren ist nicht so stressig. Weisst du, es ist eher so, dass es jeden Tag das gleiche ist, du wahcst auf und dann siehst du den Terminplan und es läuft 'ah nichts los, dann ist Abendessen, dann ist...OK'. Es ist sehr simpel, alles ist für dich geregelt, es ist [ein] sehr einfaches Leben. Wenn also alles glatt läuft gibt es absolut keinen Stress. Das einzige, auf das wir ein bisschen aufpassen müssen, ist, dass das man nicht jeden Tag trinkt, denn es wird [dann] schwer für deinen Körper, Leistung zu bringen. Für mich ist es rauszugehen und mir die Stadt anzusehen, mit meiner Familie und meinen Freunden verbunden zu sein und es dann einfach locker angehen zu lassen und eine gute Zeit zu haben und Shows zu spielen und mit all den anderen Bands abzuhängen. Das ist das Geheimnis (lacht).
Jeannot: Kannst du dich an deinen ersten Gig erinnern?
Henkka: (denkt angestrengt nach)
Jeannot: (unterbricht) Vielleicht mit Children, sondern dein aller erster Gig.
Henkka: Irgendwie nicht (nachdenklich)... aber ich erinner mich an ein paar dieser ersten Shows, als wir in örtlichen Schulen oder so gespielt haben. Vielleicht war meine erste Show in einer Schule auf Schulparties. Aber mit dieser Band haben wir in kleinen Jugendheimen gespielt, dort waren also die ersten [Gigs]. Es war richtig, richtig aufregend, ich war richtig, richtig nervös. Auch wenn es [nur] vielleicht nur 30 Leute waren, oder so. (seufzt) Echt nervöse Zeiten.
Jeannot: Was ist dein Lieblings-Nichtmetal-Song?
Henkka: (denkt nach und macht lustige Geräusche) I denke das wäre... vielleicht wäre das Kenny Rogers - Condition.
Jeannot: Warum?
Henkka: Es ist einfach ein guter Song. Ist 'n sehr entspannter irgendwie countrymäßiger Song, er hat ein sehr entspanntes Feeling.
Jeannot: Was ist das größte no go auf Tour, etwas das Du nicht tun könntest? Wo Du meinst, dass ist schrecklich.
Henkka: (lacht leise)
Jeannot: Vielleicht, ich weiss nicht... in den Tourbus scheissen.
Henkka: (grinst) Das kannst Du nicht tun, das ist nicht erlaubt. (denkt nach) Na ja, natürlich ist es das Schlimmste, wenn Du richtig krank wirst und ein Headliner-Set spielen musst. Das ist das absolut Grausamste. Wenn Du Fieber hast - ich habe in der Regel eine Bronchitis - und dann musst Du auf die Bühne und 90 Minuten spielen, ist es richtig, richtig hart. Das wäre das no go.
Jeannot: Nun zur Letzten... Sammelst Du etwas?
Henkka: (lacht leise und nachdenklich) Gute Frage. Aber ich glaube nicht.
Jeannot: Musikinstrumente... keine Ahnung...
Henkka: Nicht wirklich, nein. Oh, warte mal, ich denke nach. (denkt eine halbe Sekunde nach) Eine Sache die mir jetzt auffällt ist, dass ich eine Menge Fussball-Trikots habe und ich werfe sie nie, ich schätze also das ich sie sammel, aber ich gehe nicht gezielt hin und kaufe sie. Aber wann auch immer ich eins finde, oder sehe, oder mir jemand eins gibt, bewahre ich es auf, deswegen hab ich irgendwie einen Haufen an Fussballtrikots. Das ist so ziemlich das einzige, was ich aufbewahre.
Jeannot: Hast Du eine Lieblingsmannschaft?
Henkka: Nicht wirklich. Ich liebe die finnische Nationalmannschaft und dann habe ich natürlich in der finnischen Liga mein Team, FC Honka. Natürlich find ich Mannschaften wie Barcelona und Liverpool, Manchster United, toll, aber ich habe nicht wirklich eine Lieblingsmannschaft.
Jeannot: OK, danke für das Interview und alles Gute mit der Tour.
Henkka: Danke, ich hoffe Du bist bei der Show dabei.

ENGLISCH
Jeannot: How was the tour so far?
Henkka "T. Blacksmith“ Seppälä: It's been great. It's been the biggest tour we've ever been on.So it's been amazing to see so many people every night everywhere. It's an amazing opportunity to play such big crowds.
Jeannot: So what was the best place on this tour.
Henkka: I think Paris.We played two nights in a row in Paris at Zenith and it holds like more than 10000 people and it was amazing.
Jeannot: How would describe Children Of Bodom to someone who doesn't know you?
Henkka: Well, it's metal music (laughs), quite melodic, quite heavy with screaming vocals. There is no easy way to describe it I think. So, I think it's a combination of different kinds of metal. But the key word's screaming vocals that is one that defines it quite a lot.
Jeannot: This is the first time in Luxembourg I think?
Henkka: Yes.
Jeannot: Did you get the chance to see something from the country or generally did you get to see the chance to see something from where you play?
Henkka: Yeah if you wake up early you got the whole day off pretty much. Before the show I just have some interviews. Today I woke up pretty late, yesterday was a little bit partying and I had some computer stuff to do so I didn't go out. Which is a shame because Im really interested to see all new places, I've never been here before so... I heard it's a nice city so unfortunately I didnt' see it. But maybe next time we come or maybe summer time when I got a holiday in Europe I can drive through Luxembourg and see it again.
Jeannot: So no party today?
Henkka: I don't know (laughs).
Jeannot: Now about your latest album, it was released in 2007 (Andreas: Recording was finished in 2007, it was released in 2008) so we don't have to talk much about it but could you explain the name "Blooddrunk"?
Henkka: It's something to do with self-destructive behavior and being kinda like addicted to relief bad feelings by hurting yourself. Which is a bad thing of course. And Alexi had some problems in the past and he did this kinda stuff to himself which is really a bad thing. So basically the whole thing is about getting rid of this kind of habbits. So basically is a positive song, you know, even though it sounds a little bit bad. And of course self-destruction is not a very good thing but it's pretty much a story about how you can deal with it and then try to get therapeutic things from different stuff. For example nowadays, for Alexi, it's guitar playing that makes him release the bad things about him. He doesn't have to hurt himself anymore.
Jeannot: So are you happy with the CD?
Henkka: Yeah. Yeah. It was... yeah, we're really happy and usually that's the case when you do a new album. You feel so empty, put all the effort in it and when it's ready you feel reliefed and yeah, I love the songs so I'm really happy.
Jeannot: The CD is a bit different to "Are You Dead Yet?". What was you motivation to do something, well, different.
Henkka: There was no meaning to do anything different. We just did the same thing we have always done and sometimes it sounds a little bit different I guess. Each album we have done the same way. Same way of composing, same way of recording and sometimes it sounds a little bit different I guess.
Jeannot: The next question would have been "has the mode of song writing changed" but now I don't think so.
Henkka: No, we've always been the same since the first album.
Jeannot: Do you prefer working in the studio or playing live?
Henkka: I don't like being in the studio. It's too stressy it's too [much] hard work, you know. It's so much concentrating on one thing, it's... I don't like it. I totally prefer to be on tour.
Jeannot: Before you played big festivals, tonight it's a club show where you play 5000, I think, people. Is it a difference for you playing a big festival or playing "just" a club show?
Henkka: Well, this is a big place anyway. It's a big difference, yeah. I think the smaller the show the more intense is the feeling. You can even grab their hands and touch them and see them like very close to you. And it's sweaty and you know I think metal is just best in small places. But then on festivals there are usually so many people and of course there's new people and people and people are, you know, drunk in summer time, everybody is having a good time so it's also a lot of fun.
Jeannot: What are your future plans?
Henkka: Go home tomorrow and Christmas and New Year's Eve off and then a headlining tour in Europe in January, February with Cannibal Corpse.
Jeannot: So no new CD?
Henkka: No, we still gonna be touring. We're gonna tour Europe, than USA, than summer festivals and then maybe some tour after the summer. And THEN we'll go home and start thinking about the new stuff.
Jeannot: So not really holidays for you?
Henkka: No, not really. Once in a while a couple of weeks at home, that's enough.
Jeannot: Do you have a secret to survive the touring stress.
Henkka: Touring is not that stressy. You know, it's more like every day is the same, you wake up and then you see the schedule and then you go 'ah nothing goin' on, that time is dinner, that time... OK'. It's very simple, everything it has done for you, it's very simple life. So, if everything goes well there is no stress at all. Only thing we have a little bit to see to is that you don't drink every day cause then it gets hard for your body to perform. For me it's like to go out and see the city and being connected to family and friends and then just take it easy and have a good time and play shows and hang out with all the other bands. That's the secret (lauhgs).
Jeannot: Can you remember your first gig?
Henkka: (thinks hard)
Jeannot: (interrupts) Maybe not with Children but your first gig ever.
Henkka: Actually I don't (thoughtful)... but I remember a couple of those first shows when we played in local schools or whatever. Maybe my first show was in a school on school parties. But with this band we played small youth clubs, so these were the first ones there. It was really, really exciting, I was really, really nervous. Even though there were like maybe 30 people or so. *sighs* Really nervous times.
Jeannot: What is your favorite non-metal song?
Henkka: (thinks and makes funny noises) I think it would be... it maybe would be Kenny Rogers - Condition.
Jeannot: Why?
Henkka: It's just a good song. It's a very laid back kinda country style song it has a very laid back feeling to it.
Jeannot: What is the biggest no go on tour, something you couldn't do? Where you think it's horrible?
Henkka: (chuckles)
Jeannot: Maybe, I don't know... shitting in the tour bus.
Henkka: (grins) You cannot do that, you're not allowed. (thinks) Well, of course the worst thing is when you get really sick and have to play headlining sets. That's the most horrible thing. If you have a fever - I usually have bronchitis - and then you have to go on stage and play 90 minutes it's really, really tough. That would be the no go.
Jeannot: So the last one... are you collecting something?
Henkka: (chuckles) Good question. But I don't think so.
Jeannot: Music instruments... I don't know...
Henkka: Not really, no. Oh, hold on I think about it. (thinks for a half second) One thing that I just realized I have a lot of football shirts and I never throw them away so I think those I collect but I don't actively go and buy them. But whenever I find one or see one or someone gives me one I save it so I have like a bunch of football shirts. That's pretty much the only thing I save.
Jeannot: Do you have a favorite team?
Henkka: Not really. The Finnish national team is the one I love the most and then of course in the Finnish league I got my team, FC Honka. Of course I love teams like Barcelona and Liverpool, Machester United but I don't really have a team.
Jeannot: OK, thanks for the interview and good luck with your tour.
Henkka: Thanks, I hope you are at the show.
| Tankard - Interview mit Gerre |
geschrieben von: Andreas vom 20.05.07 |
Bevor die Tankard Best-of-CD “BEST CASE SCENARIO: 25 YEARS IN BEERS" heraus kam, lief bei uns ein Tankard-Special bei dem unter anderem auch einer der neueingespielten Songs - (Empty) Tankard - lief und es gab ein Email-Interview mit Gerre, dass nun unzensiert seinen Weg auf die Homepage (vormals nur im Forum) findet.
Metal Refinement: Beachtliche 25 Jahre gibt es euch nun schon, herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum. Wenn Du zurück blickst, was siehst Du dann? Seit ihr mit dem, was ihr erreicht habt, zufrieden, oder fehlt euch etwas? Wie würdest Du die Entwicklung von eurem ersten Plattenvertrag bis heute beschreiben?
Gerre: Besten dank für die glückwünsche, ich denke mal, dass wir im großen und ganzen sehr stolz auf das sein können, was wir erreicht haben. Uns gibt es jetzt seit einem viertel jahrhundert, wir haben immer noch großen spass an der mucke, spielen auf der ganzen welt und sind total unabhängig, da wir alle jobs haben und nicht von der musik leben müssen. Der einzige wehrmutstropfen dabei ist natürlich, dass wir nicht ganz so viele gigs spielen können, wie angebote reinkommen. So wie es jetzt laüft, kann es allerdings gerne noch lange weiter gehen......
Metal Refinement: Ich vermute mal, an die Rente denkt ihr noch lange nicht. Was steht für euch noch auf dem Plan und was sind Wünsche, die ihr euch noch erfüllen wollt?
Gerre: erstmal weiterhin scheiben auf dem niveau der letzten drei veröffentlichungen rausbringen und dann überall dort spielen wo wir noch nie waren. Für dezember diesen jahres zum beispiel ist südamerika geplant, das sind dann so geschichten, auf die man sich wie ein kleiner junge freut!
Metal Refinement: Wo auch immer ich etwas über euch lese, eure Fannähe wird immer wieder betont. Wird man euch auf dem Rock Hard Festival, auf dem ihr am 27. Mai spielt, nach der Show noch auf dem Gelände antreffen und mit euch anstoßen können?
Gerre: fannähe ist ein gutes stichwort, wir sind doch auch selber alles fans, daher ist es doch ganz normal mit den leuten, die eintritt für unsere konzerte zahlen, das eine oder andere bierchen zu trinken. Soweit ich weiss, haben wir nach unserem auftritt in gelsenkirchen noch ne autogrammstunde, da werden wir sicher auch ein paar bierchen am start haben. Ansonsten wird man uns sicherlich irgendwo auf dem gelände antreffen, stehend oder liegend..........wer weiss das schon????
Metal Refinement: Am 31. August kommt eure Best-of-CD “BEST CASE SCENARIO: 25 YEARS IN BEERS" raus, bei der ihr nicht einfach ein paar Klassiker zusammengewürfelt, sondern die Songs komplett neu eingespielt habt. Was erwartet die Hörer bei den neu eingespielten Versionen?
Gerre: fetter moderner sound, hier und da ein paar kleine abänderungen, im großen und ganzen haben wir allerdings nicht allzu viel an den songs rumgedocktert, einfach fröhlich und frei runtergerotzt, ich sag euch, dass hat wirklich tierischen spass gemacht.......
Metal Refinement: Bei der Limited Edition der Best-of liegt als zweite Scheibe ein Tribute-Album bei, auf denen anderer Bands eure Songs covern. Ich muss gestehen, dass ich die meisten Bandnamen vorher noch nicht gesehen habe, was mich auf die Fragen bringt: Bekommt ihr öfters Demos von jüngeren Bands oder Konzerteinladungen zugeschickt? Fördert ihr Newcomer-Bands?
Gerre: ich bin ja selber großer cd-sammler und habe auch allen möglichen kram von demo-bands zu hause, da sind richtig geile sachen dabei, leider haben wir nur sehr wenig einfluss drauf, wer bei uns als vorband spielt, das sind in der regel die veranstalter, die das entscheiden. Ich würde gerne bands fördern, habe mich sogar mal als manager versucht, habe aber momentan fast gar keine zeit, ich bin froh, wenn ich einigermaßen mit der fanpost hinterherkomme..............übrigens sind auf der tribute cd wirklich viele geile sachen dabei, das ehrt uns natürlich auch total. Insgesamt wird die doppel-cd ein wirklich fettes teil, glaube ich......
Metal Refinement: Welches eurer Alben bedeutet euch selbst am meisten und was verbindet ihr damit?
Gerre: das ist eine sehr schwierige frage. Für mich persönlich ist die zombie attack immer noch ein meilenstein, weil es einfach die erste war. Das war schon ein sensationelles gefühl, deine erste eigene amtliche veröffentlichung in den händen zu halten. Dann denke ich, war b-day eine sehr wichtige scheibe, da sie in puncto songwriting und produktion uns mehrere schritte nach vorne gebracht hat und für eine art wende in der bandgeschichte gesorgt hat. Seitdem geht es nämlich stetig aufwärts!!!!
Metal Refinement: Das Genre Metal bringt immer wieder mal eine neue Untergruppe hervor. Was haltet ihr als alteingesessene Thrash Metaller von den Stilrichtungen Nu Metal und Metalcore?
Gerre: manche sachen sind sehr interessant und es ist doch auch normal, dass immer mal wieder eine neue musikrichtung kreiert wird und andere zusammengemischt werden. Ich persönlich stehe dem offen gegenüber, aber wenn ich ganz ehrlich bin, geht nix über die bands aus den achtzigern, mit denen bin ich halt nun mal groß geworden..........
Metal Refinement: In vielen Eurer Songs gehts fröhlich um Alkohol. Was trinkt ihr eigentlich am liebsten? Wirf doch zum Beispiel mal Deine Lieblingsbiermarke in den Raum.
Gerre: das ist doch alles nur image, ich trinke den ganzen tag nur mineralwasser mit viel calcium (wegen der athrose) und cola light, neuerdings eher cola zero....... [Anm.d.Autors: Ja, ich trinke seit diesem Interview auch nur noch kohlensäure freies Mineralwasser, weils besser für den Magen ist ;)]
Metal Refinement: Kennst Du lustige Mischgetränke, die man definitiv nicht ausprobieren sollte, die Du uns aber trotzdem dank meiner Frage kund tust?
Gerre: apfelwein mit cola, weizenbier mit bananensaft oder ouzou mit aufgelösten fisherman bonbons, letzteres ist mir mal in griechenland auf tour wiederfahren, komisch, dass mich in dieser nacht kein bandkollege mehr knutschen wollte........
Metal Refinement: Habt ihr mal über ein Tankard Comic nachgedacht? Euer Humor und euer Maskottchen "Alien" würden mit Sicherheit einiges für lustige Geschichten und Bilder hergeben. (Wenn es sowas gibt und ich zu blöd war, das Teil zu finden: Wo finde ich es?)
Gerre: wir hatten mal irgendwann ne anfrage von jemanden, dann aber nie mehr was von ihm gehört, die idee ist sehr geil, aber keiner von uns hat wirklich zeit, sich auch noch darum zu kümmern.............also fang an zu zeichnen!!!!!
Metal Refinement: Gibt es eine Interviewfrage, die noch nie gestellt wurde und bei der Du Dich fragst "Warum zum Teufel will das eigentlich niemand wissen??"? Wenn es sie gibt, sei bitte so nett und schieb direkt die Antwort mit dazu.
Gerre: was machst du eigentlich gegen deinen dünnpfiff, der dich seit deiner geburt fasst in den wahnsinn treibt??? Antwort: ich habe mir von den letzten gemaeinnahmen einen hypermodernen katheter zugelegt, jetzt brauch ich auch während den shows keine angst mehr zu haben......
Metal Refinement: Warum gibts im Shop auf eurer Homepage kein Tankard-Klopapier? Das würden sowohl Freunde wie Feinde kaufen, hätte also quasi jeden Menschen als Zielgruppe. (Hoffe nun eine Frage gestellt zu haben, die Du noch nicht in einem anderen Interview zu hören bekammst.)
Gerre: danke für deine anregung, du willst also gleich beim thema bleiben????.....wir waren eine der ersten bands, die bettwäsche rausgebracht hat, was auch wirklich gut angekommen ist, aber klopapier??????? Ich glaube, dass läuft nicht, da nehmen die leute doch lieber unsere booklets!!!!!
Metal Refinement: Zum Abschluss liefere ich Dir noch den Klassiker aller Interview-Fragen: Hast Du noch irgendetwas, was Du euren Fans zum Abschluss mitteilen möchtest?
Gerre: besten dank für den unermüdlichen support in den letzen 25 jahren, wir sehen uns hoffentlich auf tour zwecks gemeinsamen abfeierns!!!!!!!!!!
| Paul Di'Anno |
geschrieben von: Andreas vom 18.05.07 |
Anlässlich seines Auftritts auf dem Rock Hard Festival 2007 lief bei uns im Rahmen der Warmup Shows ein Paul Di'Anno Special und der werte Herr war auch so nett, ein Email-Interview auszufüllen.
DEUTSCHE ÜBERSETZUNG (das Original in Englisch gibts weiter unten)
Wenn Du den Paul Di'Anno von vor 10 Jahren und die Person die Du jetzt bist in einem Satz beschreiben solltest, was würdest Du sagen?
Fetter, weiser und besser. Ernsthaft: Besserer Sänger und dankbarer.
Auf Deiner Website sah ich, dass Du recht heftig tourst. Wie hälst Du Dich fit und wie bewahrst Du Dich vor einem Burnout?
Ich bekomme aus genau diesem Grund keinen Burnout; ich toure die ganze Zeit. Touren hält mich fit. Es ist alles harte Arbeit. Und ich liebe harte Arbeit.
Wenn sich eine Band dafür bewirbt, Deine Background-Band zu sein, was können sie erwarten? Wie ist der Prozess, über den Du eine Band auswählst? [Anm.d.Auth: Paul Di'Anno hat in den unterschiedlichen Ländern, in denen er Auftritt meist einen Band aus dem Auftrittsland]
Meine Background-Band zu sein ist kein sonniger Urlaub. Ich erwarte Disziplin, Arbeitsethos und eine höllengroße Trinkfestigkeit... hehe... Scheisse, nein: Sie müssen die Songs von Herzen [spielen] können, nicht auf die Note genau.
Als ich las, dass Du auf dem Rock Hard Festival (Gelsenkirchen) ein spezielles Iron Maiden-Set spielst, habe ich mich gefragt, ob Du nur Maiden-Songs spielst, oder auch Zeug von Deinem aktuellen Album "The Living Dead", dass mir persönlich sehr gefällt. Was werden die Leute bei Deiner Show hören?
Ein paar deutsche Märsche, kombiniert mit dem einen oder anderen Schlager natürlich... Erwähn nicht den Krieg, Kumpel!!!
Was ist a) Dein Lieblingsbier, b) Deine Lieblingsart Muschi?
Brooklyn Brown Ale oder Newcastle Brown Ale / Eine rasierte Muschi ist immer eine gute Muschi (wie Mikael Fässber, mein schwedischer, perverser Sauhund von Gitarist sagt...)
Wenn Du der Herrscher der Welt wärest, was würdest Du tun? (Hoffentlich die Bierpreise verringern...)
Kriegsherren sagen, sie können sich verpissen und krepieren!
Wie ist das Hotelgeschäft und wie kamst Du auf die Idee, eins zu besitzen? Ich las auf Wikipedia, dass Du eins betreibst, wo liegt es?
Old news. Alles verkauft und ich habe einen gesunden Gewinn gemacht. Besaß ein paar in Italien und Brasilien.
Es ist deutlich, dass Du Brasilien liebst. Könntest Du ein paar Bands nennen, die kaum einer kennt, aber von denen Du denkst, die Leute sollten sie kennen?
Nicht wirklich. Brasilien ist ein großartiges Land, aber es gibt nur ein paar erwähnenswerte BAnds. Bruijeria und die gewalltigen Sepultura.
Könntest Du Dir vorstellen, in einer Band zu singen, die einen Stil wie Sepultura spielt?
Ja. Gelegentlich... Großartige Band, großartige Freunde und ich steh auf sie, aber nicht die ganze Zeit.
Ich habe in einem anderen Interview gelesen, dass Dein Sohn in einer Hardcore-Band spielt. Jemals darüber nachgedacht, mit ihm und seiner Band etwas aufzunehmen, wie bei einem Vater und Sohn Projekt?
Bescheuert, sowas überhaupt zu sagen... Die Arbeit meines Sohnes ist seine und meine ist meine.
Gibt es irgendeine Frage, die Dir noch nie in einem Interview gestellt wurde und Du fragst Dich "Warum zum Teufel fragt das niemand?"? Wenn nicht, nimm die Standardfrage eines Interviews als Ersatz: Irgendwelche letzten Worte für Deine Fans?
Danke fürs Dasein...Liebe euch alle. Alles Gute.
An dieser Stelle wurde ich noch von Paul gebeten, auf seine MySpace-Seite aufmerksam zu machen, was ich doch gerne tue: www.myspace.com/diannothebeast
UNEDITIERTER ORIGINALTEXT
- If you were to describe the Paul Di'Anno from 10 years ago and the person you are right now in one sentence each, what would you say?
Fatter, Wiser and Better. Seriously: Better singer and more appreciative,
- On your website I saw that you are touring quite heavily. How do keep fit and how do you keep from burning out?
I don´t burn out from the very same reason; I tour all the time. Touring keeps me fit. It´s all hard work. And I love hard work.
- If a band applies for being your backing band, what can they expect? What is the process through which you choose a band?
Being my backing band is not a holiday in the sun. I demand discipline, work ethic and a hell of alot of drinking stamina....hehe...Shit no: They have to know the songs by heart, not by note!
- When I read that you are playing the Rock Hard Festival (Gelsenkirchen/Germany) with a special Iron Maiden set, I was wondering whether you're going to play only Maiden songs, or also stuff from your latest album "The Living Dead" which I personally like a lot. What will people hear at your show?
Some German marsch tunes, combined with the occasional schlager of course...Don´t mention the war mate!!!!
- Whats your favourite a) beer, b) kind of fanny?
Brooklyn Brown Ale or Newcastle Brown Ale / Shaved Fanny is always a good fanny (as Mikael Fässberg, my Swedish perverted cunt guitarist says...)
- If you were the world's leader what would you do? (Hopefully lower beer prices...)
Tell warmongers to fuck off and die!
- How's hotel business and how did you get the idea to own one? I read the you run one on wikipedia, where is it located?
Old news. All sold and I made a healthy profit. Owned some in Italy and Brazil.
- It's clear that you love Brazil. Would you name a few bands that are hardly known here of whom you think that people should know about?
Not really. Brazil is a great country, but there´s only a few bands worth mentioning. Bruijeria and the Mighty Sepultura.
- Could you imagine yourself singing in band that plays a style like Sepultura?
Yes. Occasionaly...Great band, great friends and I dig them, but not all the time.
- I read in another interview that your son is playing in a hardcore band. Ever thought about recording something with him and his band like a father and son project?
Daft thing to even say...My son´s work is his and mine is mine.
- Is there a question that you've never been asked in an interview and you wonder "why the fuck does nobody ask that"? If not take the standard final question of an interview as a substitute: Any last words for your fans?
Thanks for being around...Love you all. Godspeed.
Make sure to mention my website please: www.myspace.com/diannothebeast
XXX Paul
| Crucified Barbara - Interview mit Sängerin Mia Coldheart |
geschrieben von: Andreas vom 27.04.07 |
Mia, die Sängerin der supersympathischen Band Crucified Barbara, hat sich etwas Zeit genommen um uns ausführlich einige Interviewfragen zu beantworten. Ihr bekommt das Interview ins Deutsche übersetzt und weiter unten den Originaltext in Englisch.
DEUTSCHE ÜBERSETZUNG
Hallo Mia und vielen Dank, dass Du das Interview hier mit machst. Um unsere Leser ein wenig zu erleuchten, erzählst Du uns, was die Geschichte hinter dem Namen "Crucified Barbara" ist? Ich hörte, das ist in Schweden nicht nur ein weiblicher Vorname...
Barbara ist kein weit verbreiteter Name in Schweden, aber es ist der Sammelbegriff für aufblasbare Gummipuppen. Die Band hat sich den Namen 1998 gegeben (ich war da noch nicht in der Band, also gib mir nicht die Schuld!!), auf dem Roskilde Festival in Dänemark haben die Mädels einen Kerl gesehen, der eine an ein Kreuz genagelte Gummipuppe herum schleppte. Sie fanden das lustig und wollten einen Song darüber schreiben, aber am Ende wurde der Bandname daraus. Heute ist es "nur" unser Name, aber letztens hab ich ein Interview aus etwa dieser Zeit im Internet gefunden, wo sie [Anm.d.Auth.: die Mädels] den Namen und die Symbolik drumherum sehr deutlich erklärt haben. Ich schätze, jeder hat die Bedeutung vor langer Zeit vergessen, was auch immer sie war, haha. Ich musste gut lachen, als ich sie gefunden hab. Ich muss mal danach suchen und es als Textbaustein für Interviews benutzen, anstatt die Story immer wieder zu erzählen!
Wie war es letztes Jahr mit Motörhead zu touren und habt ihr eure Coverversion von "Killed By Death" gespielt? Wenn ja, wie hat die Menge reagiert?
Wir hatten natürlich eine geile Zeit! Motörhead und die ganze Tourgruppe waren klasse und es war einfach nett mit ihnen abzuhängen, sie haben uns viel besser behandelt, als wir verdient haben!! Wie gut kann das Leben sein, im (Wrack, aber immer noch ein) Tourbus aufwachen, zum Catering rausgehen und gutes Essen futtern, im Ankleideraum herumhängen und für ein paar Stunden Ukulele spielen, dann auf einer Hammerbühne für eine richtig gute Menge spielen, Clutch UND MOTÖRHEAD sehen und dann ordentlich die ganze Nacht lang feiern, über einen Monat!!! Eine Menge schöne Erinnerungen und Lektionen! Es ist schon seltsam, ein Cover des Headliners zu spielen, aber sie wollten, dass wir auf dem letzten Gig Killed By Death spielen, in London an der Brixton Academy. Phil [Anm.d.Auth: Phillip "Wizzo" Campell] hat sich angeboten, selbst die Leadgitarre zu spielen - wie cool ist das mal! Aber am Ende hat er den falschen Song gespielt, also hatte ich nichtmals meine Gitarre. Perfekt! Es war so lustig, er meinte kurz vor dem Gig "Bist Du sicher, dass Du möchtest, dass ich spiele, ich möchte euch nicht die Show vermaseln, weil es so ein wichtiger Gig für euch ist" und gestand dann, dass er nicht geübt hatte!! Seinen eigenen Song.. haha.. wir haben niemals besser geklungen, als in dieser Nacht, absolut! Das Publikum war bei den meisten Shows richtig gut, man hatte uns gesagt, dass kaum jemand früh auftauchen würde, aber das taten sie und wir hatten sogar einige Moshpits bei ein paar Veranstalltungsorten. Das war einfach WOW!
Als ich das erste mal gesehen habe, dass eine reine Girlband einen Motörhead covern würde, hatte ich noch gar nichts von euch gehört und hab den Track mit etwas wie einem ungläubigen Lächlen gestartet. Aber es hat mich ehrlich umgehauen, was ihr da hingelegt habt. Wie seit ihr dazu gekommen, einen Motörhead-Song zu covern und was habt ihr dabei gedacht?
Wir hatten vor, vor dem Album eine Single (Losing The Game) zu veröffentlichen, das war im Dezember 2004. Und wir wollten noch einen weiteren Track darauf haben, also entschlossen wir ein cover aufzunehmen. I meine es war Klara, die mit der brillianten Idee ankam, Killed By Death zu spielen. Es ist etwas riskant, so einen Song, von so einer Band, zu nehmen.. aber wir waren jung und mutig und hatten nichts zu verlieren, dachten einfach, wir könnten eine gute Version davon liefern. Und glücklicherweise mögen die Leute sie. Ich hoffe, bald schreien die Leute mehr bei unseren eigenen Songs und dann erst bei Killed By Death haha.. [Anm.d.Auth: Ich glaube, darum müssen die Mädels sich nicht wirklich lange Sorgen machen...]
Die Songtexte durchgehend vermute ich, dass "Play Me Hard" und "Rock n Roll Bachelor" zusammen hängen. Ein übler Typ, der irgendwem von euch mal passiert ist, oder ist geht es "einfach" um einen bestimmten Typ Mann?
Als ich den Text für "Rock’n’roll Bachelor" schrieb, hatte ich keine bestimmte Person im Kopf, mehr ein Stereotyp. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus verschiedenen Beziehungen und Menschen, die ich kennengelernt habe. Wir haben tatsächlich eine Menge Fanpost von Mädchen - und Jungs - bekommen, die schrieben, dass sie sofort an ihren Ex denken mussten, als sie den Song hörten. Es gibt eine Menge Arschlöcher da draussen!!! "Play Me Hard" ist über den gleichen Typen, aber aus dem "Blickwinkel" seiner mishandelten Gitarre, die Mr. Bachelor hauptsächlich zum Angeben und um Mädchen vorzumachen, er wäre in einer Band, hat. Aber wenn es drauf ankommt, kann er kein bisschen spielen und die Gitarre ist natürlich wegen ihrer Situation deprimiert. Traurige Geschichte, aber das passiert jeden Tag da draussen.
Was ist die Geschichte hinter "I wet myself" [Anm.d.Auth: etwa "Ich hab mir in die Hose gepinkelt"]? Ich schätze, wenn die Story buchstäblich so wie im Songtext lief, war das ein seltsamer Moment. Mir gefiel der Teil am Ende mit "Also sagte ich: Hey Jungs, ich hab mir in die Hose gemacht und es macht Spaß, solltet ihr auch mal ausprobieren" verdammt gut, brachte mich herzhaft zum lachen. Geht doch nichts darüber, etwas wie das hier mit einem guten Humor zu nehmen :-).
Die Idee, über sich in die Hose machen zu schreiben, kam uns einfach. Ich weiss nicht warum, aber ich denke das ist ein lustiges Thema. Die genaue Situation ist natürlich erfunden, es mag ein kleines bisschen Wahrheit drinstecken, aber das überlassen wir eurer Fantasie! (Und erzählt den Kindern nicht, der Weihnachtsmann würde nicht existieren!)
Wie seid ihr auf eure Metal-Namen gekommen (Nicki Wicker, Ida Evileye, Klara Force, Mia Coldheart)?
Ich hab früher immer gesagt, dass unsere Namen von einer höheren Macht erhalten haben, als wir alle zur gleichen Zeit auf einem großen Berg im kalten Norden in einer stürmischen Nacht geboren wurden.. Aber es war eher so, dass wir 2001 Bandjacken gemacht haben, unsere ehemalige Sängerin war echt gut mit sowas, also machte sie uns pinke, glänzende Jacken mit dem Logo auf dem Rücken. Dann machte sie Namensschilder für die Brust und uns wurde bewusst, dass wir Künstlernamen brauchten, um es Wert zu sein, diese Jacken zu tragen. Also haben wir die Namen erfunden. In vergangen Tagen war mein Bühnenname madcrap [Anm.d.Auth: etwa "Verrückte Kacke" oder "Durchgedrehte Kacke"] aber ich konnte nicht mehr damit leben als ich alt und grau wurde und feststellte, dass es im Leben nicht nur um durchgeknallten Scheiss geht, daher hab ich ihn nach einer Zeit geändert. Aber ich hatte ihn lange genug, dass er auf der Platte gelandet ist [Anm.d.Auth: Nicht auf der Special Edition, da steht schon Mia Coldheart im Booklet], also jedes Mal wenn ich "the crap is mad" singe und es laut [aus den Lautsprechern] herausschreit, fange ich an zu lachen. Jeden verdammten Gig.. Aber es ist ein guter Meilenstein in unserer Geschichte. Und die Namen passen wirklich gut zu uns, wie ich denke, denn sie haben auch einen Teil von jedermans Persönlichkeit an sich. Wenn jemand meine alte, pinke madcrap-Jacke haben möchte, lass es mich wissen :-)
Reviewschreiber und anderes Pressvolk neigt dazu, neue Bands mit anderen Bands zu vergleichen, um den Lesern eine Vorstellung des Sounds zu vermitteln. Ich habe gelesen, wie ihr mit unterschiedlichen Girlbands verglichen wurdet, aber ehrlich, ich denke euer Sound ist näher dran an Sachen wie Backyard Babies, als an anderen Girlbands, die ich kenne. Für mich besteht der grundlegende Sound aus Oldschool-Hardrock, mit ein paar Punkelementen und ordentlich Metalriffs. Glücklich mit dieser Beurteilung oder möchtest Du jetzt meine Arsch treten?
Die Leute wollen Bands immer in Genres stecken und Musik vergleichen und es ist sehr interessant zu hören, was die Leute über uns sagen, denn wir hören soviele total unterschiedliche Sachen. Wir haben alles gehört, von The Donnas bis Megadeth, also nehmen wir es nicht zu ernst. Ich finde es schwierig über deine eigene Musik zu reden und ein Etikett drauf zu packen. Insbesondere da wir Rock und Metal vermischen, wählen die Leute die Einflüsse die sie "wissen" das wir sie haben, von ihrem Blickwinkel aus betrachtet. Backyard Babies ist ein guter, ich finde nicht, das unsere Musik gleich ist, aber sie sind eine arschtretende Band, also ist das ein Kompliment! Dein Arsch ist dieses Mal gerettet!
Ich habe Dich am Anfang des Films, der auf der DVD bei der Special Edition eures Album dabei ist, singen gehört. Öhm... wird das nächste Album Nightwish-Style? Sah so aus, als hättest Du recht viel Spaß gehabt *hihi* [Anm.d.Auth.: Klara saß am Klavier und Mia hat Operngesang imitiert]
Ich wäre nie eine gute Sängerin in einer Nightwish-mäßigen Band, denn ich mags nicht, mir die Haare so oft zu kämmen und ich bin nicht so sorgsam mit meiner Stimme, daher kann ich meistens kein bisschen so singen.. Also keine Sorge, wir bleiben im Dreck!
Bei "In Distortion We Trust" gibt es ein paar nette Growls, können wir davon auf dem nächsten Album mehr erwarten? Ich wette, eine Menge unserer Zuhörer würde ein paar hier und da eingeworfene Grunzer lieben und ich finde, es passt perfekt zu eurer Arschtreter-Einstellung, solange mans nicht übertreibt.
Die Grunz-Parts wurden von einer Freundin von uns namens Aurora Parmacek gemacht und bei Liveauftritten macht sie Nicki. Sie wird tatsächlich richtig gut darin, haha. Ich würde sehr gerne, aber ich hab die Technik dafür noch nicht herausgefunden, es zu tun ohne mir die Stimme für 2 Wochen kaputt zu machen, aber ich versuchs weiter. Ich bin sicher, wir werden zumindest einiges an nettem Krach auf das Album packen. Vielleicht fang ich an mehr Steroide zu essen, denke, dann wird es leichter. Und die Mädchen mögen mich mehr, wenn ich Bart habe, also stört mich der Bi-Effekt auch nicht wirklich.
Das Album "In Distortion We Trust" war eure erste Studio Erfahrung und ich schätze, ihr habt seit dem eine Menge gelernt, durch all eure Touren um die Welt. Was bringt ihr auf dem neuen Album mit in die Arbeit ein, was wird anders sein?
Bessere Songs und besseres Spiel [an den Instrumenten]! Vielleicht werden diejenigen, die den Punkeinfluss mochten, eine Träne weinen, aber es ist nur Wasser und wird trocknen. Wir fokusieren uns jetzt mehr auf Melodien und werden das nächste Album nicht veröffentlichen, bevor wir 100% mit den Songs und der Produktion zufrieden sind.
Wird es darauf eine echte Ballade geben? Mochte den Gesang auf der Akustikversion von "My Heart Is Black" und ich finde, es wäre großartig, mehr von der flexibilität Deiner Stimme auf dem nächsten Album zu hören.
Danke! Eine Ballade war die erste Sache, die wir für das kommende Album beschlossen haben, also ja, natürlich müssen wir eine Ballade auf dem nächsten haben. Ich habe das Gefühl, dass ich meine Stimme stark weiter entwickelt habe, seitdem wir das Album aufgenommen haben. Ich hatte für mehr als ein paar Monate lang keinen Rock gesungen, als wir das Studio betreten haben, deswegen hoffe ich jetzt, 3 Jahre später, dass die Leute einen Unterschied merken, ansonsten werde ich aufhören und anfangen, Kräuter zu verkaufen! [Anm.d.Auth: Das hoffe ich doch mal nicht, aber sollte sie aufhören, versuch ich die Adresse ihres Ladens herauszufinden ;-)]
Was sind eure Gedanken darüber, dass ihr das zweite Mal auf dem Rock Hard Festival spielt?
Natürlich freuen wir uns darauf, wieder auf dem Rock Hard zu spielen. Es war letztes mal so nett, wir hatten so viel Spaß und es fühlte sich wie zu Hause an. Das Publikum war großartig, obwohl sie direkt aus dem Bett zu unserem Auftritt kamen. Da wir dieses Jahr nicht auf dem Sweden Rock sein können, ist das Rock Hard der perfekte Ausgleich für uns!!!
Kennst ihr irgendwelche der anderen Bands, die dort spielen, persönlich und werdet ihr das Festival auch als Zuhörer genießen und mit den Leuten vor der Bühne feiern?
Wir sind stolz und glücklich, die Bühne und den Umkleideraum mit unserer Lieblingsband und Partyfreunden "Bullet" [Anm.d.Auth: Spielen als erste Band und eröffnet somit direkt vor Crucified Barbara das Festival], die wir seit vielen Jahren kennen, zu teilen. Und ich habe mit 2 der Jungs von Hammerfall bei einem Sweden Rock-Spaß-Happening gespielt, es wird also lustig, sie wieder zu treffen. Wir hätten unheimlich gerne unsere Freunde von "Hardcore Superstar" am gleichen Abend spielen gesehen, aber unglücklicherweise werden wir zu der Zeit, zu der sie die Bühne betreten, bereits zu Hause sein. Ich bin mit sicher, es wird einiges an Party auf dem Festival geben, aber ich werde versuchen mich nicht vom letzten Jahr zu wiederholen. Ich hatte eine Menge Spaß dabei, die ganze Nacht wirklich bescheuerte Festival-T-Shirts mit einem verrückten Kerl von der Rock Hard Crew (Du weisst, wer gemeint ist, haha) zu machen, so dass ich alle Bands verpasst habe und die Mädchen wahren SOWAS von Sauer auf mich, weil ich verschwunden war. Ich habe versucht zu erklären, dass ich auf wichtiger Mission wäre und war auch gut besoffen und total verirrt. Aber jetzt sind wir älter und weise, wird also nie wieder vorkommen!!?
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diese Fragen zu beantworten. Hast Du irgendwelche finalen Worte für unsere Leser und Zuhörer?
Danke für das Interview! Und für die Geduld alles durchzulesen! Wir freuen uns darauf, für alle verrückten deutschen Rocker zu spielen und hoffen, ihr bleibt alle am Ball, während wir am neuen Album arbeiten, denn es wird der Hammer, hehe. Wir sehn uns da draussen!!
ORIGINALTEXT
Barbara is not a common name in Sweden, but it’s the name of all blow up dolls around here. The band took the name in 1998 (I wasn’t in the band then so don’t blame me!!), on the Roskilde Festival in Denmark the girls saw a guy carrying a blow up doll nailed to a cross. They thought it was fun and wanted to write a song about it but it ended up as the band name. Now days it’s “just” our name, but I actually found a long interview on internet from around that time where they explained the name and the symbolism around it very clear. I think everybody has forgotten the meaning whatever it was, long time ago haha. I had a good laugh when I found it. I have to search for it again and use it as a template on interviews instead of writing this story over and over again!
What was it like to tour with Motörhead last year and did you play your cover version of "Killed By Death"? If yes, how did the crowd react?
We had a blast, of course! Motörhead and the whole tourparty were so fun and nice to be around, they treated us much better than we deserved!! How good can life be, waking up in a (wreck but still a-)tourbus, going out to the catering and eat good food, hang out in the dressingroom and play some ukelele for some hours, then play on awesome stages for a really good crowd, watching Clutch AND MOTÖRHEAD and then good party the whole night long, for one month!!! Lots of good memories and lessons! It’s quite weird to play a cover of the headliner but they wanted us to play Killed By Death on the last gig, in London at Brixton Academy. Phil offered himself to play the leadguitar –how cool isn’t that! But he ended up playin on the whole song, so I didn’t even have my guitar. Perfect! It was so funny, he said right before the gig, “are you sure you want me to play, I don’t want to mess up the show for you guys cause it’s such an important gig for you” and then he confessed he hadn’t practiced!! On his own song.. haha.. we have never sounded better than that night for sure! The crowd was really good on most of the shows, we had heard that people won’t show up early but they did, and we even had some moshpits goin on at some venues. That was just WOW!
When I first saw that an all girl band would cover a Motörhead song I hadn't heard anything from you before and started the track with something like a disbelieving smile. But I was honestly blown away how you pulled it off. How did it happen that you got to cover a Motörhead song and what where your thoughts on this?
We were goin to release a single before the album, (Losing the game) which was in december 2004. And we wanted to have another track on it so we decided to record a cover. I think it was Klara who came up with the brilliant idea to do Killed By Death. It’s a bit risky to do a song like that, from a band like that.. but we were young and brave and had nothing to loose, just thought we could do a good version of it. And lucky enough people likes it. Soon I hope people will scream more for our own songs and than Killed By Death on the gigs haha…
Going through the lyrics I guess Play Me Hard and Rock n Roll Bachelor are connected songs. Some bad guy happened to anyone of you or is it "just" about a certain type of guy?
When I wrote the lyric for Rock’n’roll bachelor I didn’t have any particular person in mind, more a stereotype. I would say it’s a mix of different relationships and people I’ve met. Actually we get a lot of fanmails from girls –and boys- writing that they immideately thought of their ex when they heard the song. -There’s a lot of assholes out there!!! Play Me Hard is about the same guy but seen from the “eyes” of his mistreated guitar, that mr Bachelor mostly keeps for showing off and to tell girls he’s in a band. But he can’t play at all when it comes to it, and the guitar is of course depressed about it’s situation. Sad story, but it happens everyday out there.
What's the story behind "I wet myself?" If the story went literally as in the lyrics I guess that was kinda a strange moment. I enjoyed the part at the end with "So I said: hey guys, I wet my pants and it's fun, you should try it too" quite a lot, made me laugh heartily. Ain't nothing like taking something like that with a good humor :).
We just came up with the idea of writing about peeing in the pants, I don’t know why but it’s a funny subject I think. That specific situation is quite made up though, it might be some truth in it but we’ll just leave that to your imagination! (and don’t tell the kids that Santa doesn’t excist!)
How did you come up with your metal names (Nicki Wicker, Ida Evileye, Klara Force, Mia Coldheart)?
I used to say that we got our names from a higher power when we were borned all at the same time, up on a big mountain in the cold north, a stormy night.. but it was more like we were making band jackets in 2001, our former singer was really good at that stuff so she made us some pink shiny jackets with the logo on the back. Then she made name signs for the chest and we realized that we had to have artistnames to be worthy to wear these jackets. So then we came up with the names. In the old days my stage name was madcrap but I couldn’t live with that when I got old and grey and realised that life isn’t all about being a crazy shit so I changed it after a while. But I had it long enough to put it on the record unfortunately so everytime I sing that the crap is mad and it’s shouting out loud, I start to laugh. Every damn gig.. But it’s a good mark in our history. And the names suits us pretty well I think, cause they’ve got a piece of everybodies personality in it as well. If someone wants my old pink madcrap jacket just let me know :-)
Reviewers and other press folks tend to compare new bands to other bands to give the readers an idea of the sound. I've read you being compared to various girl bands but honestly I think your sound is more close to stuff like Backyard Babies than to any girl band I know. For me the basic sound is old school hardrock, with a couple of punk elements and lotsa Metal riffs. You happy with this assessment or you wanna kick my ass now?
People always want to put bands in genres and compare music and it’s very interesting to hear what people say about us cause we hear so many totally different things! We heard everything from The Donnas to Megadeth so we don’t take it too serious. I think it’s difficult to talk about your own music and put a label on it. Especially since we mix rock with metal, people choose what influences they “know” we have from their point of view. Backyard Babies is a good one, I don’t think our music are the same but they are a kick ass band so it’s a complimant! You’re ass is saved this time!
I heard your singing at the beginnig of the movie on the DVD included in the special edition of your album. Um... is the next album going Nightwish-style? Looked like you were having quite some fun *heehee*
I would never be a good singer in a nightwish-style band, cause I don’t like to comb my hair that often and I don’t take good care of my voice, so most of the time I can’t sing like that at all… So don’t worry, we’ll stay in the dirt!
There are some nice growls in "in distortion we trust", can we expect more of that on your next album? I bet a lot of our listeners would love a couple of growls thrown in here and there and I think it suits your kick ass attitude perfectly if not overdone.
The growling part is made by a friend of ours called Aurora Parmacek, and on the livegigs Nicki use to do it. She’s actually getting really good at it haha. I would love to but I still don’t have found out the technique to do it without destroying my voice for 2 weeks but I’ll keep trying. I’m sure we’ll put some nice noise on the album at least. I might start eating some steroids, then I think it will be easier. And the girls use to like me better when I have beard so I’m not really bothered about that bi-effect either.
The album "In distortion we trust" was your first studio experience and I guess you have learned and experienced a lot since then and through all your touring around the world. What do you bring into work on the new album, what's going to be different?
Better songs and better playing! I think the sound of the Barbs hasn’t changed that much but we have more experience now, and I don’t think anyone who liked the first album will be dissapointed! Maybe the ones who liked the punk influences will cry a tear but it’s only water and it will dry. We focus more on melodies now and won’t release the next album ‘til we’re 100% satisfied with the songs and the production.
Is there going to be a real ballade on it? Loved the singing on the acoustic version of (My Heart Is Black) and I think it would be awesome to hear more of your voices flexibility on the next album.
Thank you! A ballad was the first thing we decided about the upcoming album ,so yes of course we have to have a ballad on the next one. I feel that I have developed my voice a lot since we recorded the album , I had not been singing rock for more than a few months when we entered the studio so now 3 years later I really hope people will notice some difference, otherwise I’m gonna retire and start selling herbs! [Author edit: I honestly don't hope so but if she does I'll try to find out the address of her shop ;-)]
What are your thoughts on playing the Rock Hard Festival the 2nd time?
Of course we’re looking forward to playing Rock Hard again. It was so nice last time, we had so much fun and it felt like being home. The crowd was awesome even though they went straight from bed to our gig! Since we can’t be at Sweden Rock this year, RockHArd is the perfect substitute for us!!!
Do you know any of the other bands playing there personally and are you going to enjoy the festival also as listeners and party with the folks in front of the stage?
We are very proud and happy to share stage and dressing room with our favourite band and party friends in BULLET, that we’ve known for many years. And I’ve played with 2 of the guys from Hammerfall at some fun Sweden Rock happenings so it’s gonna be fun to meet them again. We would have loved to see our friends from Hardcore Superstar playing at the same night but unfortunately we’ll be home at the time they hit the stage. I’m sure there will be some party at the festival, but I will try not to repeat myself from last year. I had a lot of fun making really fucked up festival t-shirts with a crazy guy from the RockHard crew (You know who you are haha) the whole night so I even missed all bands, and the girls were SO angry at me cause I had disappeared. I tried to explain that I was on an important mission and I was also shitfaced and totally lost. But now we’re all older and wiser, so that would never happen again!!?
Thanks a lot for taking the time to answer these questions. Do you have any final words for our readers and listeners?
Thanks for the interview! And for the patience to read it all through! We’re looking forward to play for all crazy german rockers, and hope you all stay tuned while we’re working on the new album cause it will be a blast hehe. See you out there!!
| Agoraphobia - Bandvorstellung und Interview |
geschrieben von: Andreas vom 11.12.06 |

Die erste Band, von der wir je eine Promo-CD erhielten, war Agoraphobia. Es gab dann auch gleich ein Interview und eine CD Vorstellung, in der fast das komplette Album gespielt wurde. Im folgenden könnt ihr ein paar Infos über die Band und das Interview lesen.
Agoraphobia wurde ursprünglich 1989 im Raum Heidelberg als Death Metal Band gegründet und avancierte als Urgestein der lokalen Szene schnell zur Kultband. Nach der Auflösung 1993 fand man diverse Bandmitglieder u.a. bei Crematory, Pyogenesis, Liquido, und My Early Mustang wieder.
Nun, 12 Jahre später und musikalisch gereift, reformierten die zwei Ur-Gitarristen Agoraphobia in neuer Besetzung und in einem neuen, modernen Gewand, welches Death Metal, Hardcore und Thrash Metal auf ganz eigene Art und Weise vereint! Durch stetiges Ineinandergreifen von agressivem Schreigesang und tief-bösen Growls verleihen die zwei Shouter der Musik Agoraphobias ihre ganz persönliche und brachiale Note.
Unterlegt von einem groovigen und gut strukturiertem Grundgerüst, das jeden Fuß und Nackenmuskel zum Mitwippen anregt, verbinden Agoraphobia Tradition und Moderne indem old school Death/Thrash Elemente auf eine neue, eigenständige Weise mit modernen Harmonien und Melodien verschmelzen.
Agoraphobia sind einzigartig, strotzen vor Energie und überzeugen live, sowie auf der Selbstproduzierten CD "SICK!"
Besetzung:
Maik Wacker – Core (Scream) Vocals
Christian Horsinka – Death (Growl) Vocals
Michael Schmitt – Guitars
Heinz Steinhauser – Guitars
Jens Payer – Bass
Heiko Sogl – Drums
Homepage: http://www.agoraphobia.de/
Metal Refinement: Eure Wurzeln wurden 1989 gepflanzt und daraus wuchs erstmal ein Death Metal Bäumchen. Was waren damals eure ersten Vorstellungen, wo ihr mit der Musik hin wolltet und was hat euch dabei beeinflusst?
Heinz Steinhauser: Wir wollten damals natürlich berühmt werden und haben davon geträumt in professionellen Studios aufzunehmen und auf großen Festivals zu spielen. Beeinflusst haben uns natürlich solche Bands wie DEATH, NAPALM DEATH, METALLICA, SLAYER, CARCASS, BOLT THROWER, OBITUARY, AUTOPSY.... Das waren die Bands dieser Jahre und es war einfach nur geil, beim Hören der "Idole" vom eigenen Erfolg zu träumen :-)
MR: Agoraphobie (engl. agoraphobia) ist die Angst vor öffentlichen Plätzen, Menschenmengen und Reisen über größere Distanz oder auch Angst vor dem allein Reisen. Wie seit ihr darauf gekommen, diesen Begriff als Bandnamen zu wählen?
HS: Das war damals die Idee von Bob und Andi, meine ich. Ich denke den ersten Kontakt mit dem Namen hatten sie, als PROTECTOR einen Song mit gleichem Namen brachten. Der hat ihnen dann einfach gut gefallen und Bob malte damals gerne Schriftzüge. So entstand dann das Logo, welches wir heute immer noch verwenden. Danke Bob!!! Im Cover zu "sick" haben wir versucht die Stimmung der Krankheit bildhaft einzufangen. Das Cover ist eine Collage mehrerer Einzelbilder, welche uns sehr beschäftigt haben.
MR: 1993 habt ihr Agoraphobia erstmal aufgelöst, erzählst Du mir ein wenig darüber, wie es zu dem Zeitpunkt bei euch aussah und was euch durch den Kopf ging?
HS: Ja, das war leider nicht ganz so schön. Irgendwie hatten wir nie so recht ein einheitliches Bandfeeling gefunden. Ist uns einfach nicht so recht gelungen. Agoraphobia war damals eher eine Band aus zwei Meinungslagern, wodurch wir nicht alle am gleichen Strang zogen und wir uns schließlich auseinander gelebt hatten. Wir waren damals auch zu jung um die persönlichen Gedanken im Sinne der gemeinsamen Zielrichtung etwas zurückzunehmen. Aber wir sind trotz dem Split immer irgendwie emotional miteinander verbunden geblieben.
MR: Nach eurer Auflösung fand man die Mitglieder der Erstbesetzung über die Jahre verteilt in den Bands Crematory, Pyogenesis, Liquido und My Early Mustang wieder. Das ist wirklich eine bunte Mischung, wenn man sich die unterschiedlichen Stile der Bands anhört, habt ihr alle noch Kontakt und tauscht euch musikalisch aus?
HS: Der überschaubare Teil des Musikbusiness, in welchem wir uns bewegen, ist wie eine große Familie. Man kennt sich, man respektiert sich, hat die CD´s der Kollegen und ab und zu sieht man sich und trinkt einen zusammen. Es ist einfach immer spannend, mit den Jungs zusammen zu treffen und die Erfahrungen auszutauschen. Ein musikalischer Austausch findet allerdings nicht statt. Jeder macht da so sein Ding und hat Spaß daran. Dadurch bleibt alles so spannend und auch voller neuer Überraschungen.
MR: 12 Jahre später gibts Agoraphobia wieder und ihr liefert einem modernen, satten Sound, dass ich da glatt an die Story "Phönix aus der Asche" denke. 12 Jahre ist schon eine lange Zeit, was war der Knackpunkt, an dem ihr Gedacht habt "Hey, es wird Zeit für eine neue Agoraphobia?"
HS: Ha, ha... Das war zu Anfang eine reine Bierlaune von Michael und mir. Wir trafen uns auf einer Ackerparty und schwelgten nach mehreren Bierchen in Erinnerungen bis mich Michael fragte, ob wir das nicht, rein zum Spaß, wieder machen sollten. Ich war sofort begeistert und so trafen wir uns danach zum Reden und Planen. Daraus entstand dann wieder Agoraphobia (Release II). Heute haben wir das Bandfeeling, von welchem wir damals gar nicht wussten, dass es zum gemeinsamen Musizieren einfach dazugehören muss. Wir lachen viel miteinander, ohne die Ernsthaftigkeit unserer Message aus dem Auge zu verlieren.
MR: Wie läuft bei euch das Songwriting ab, wie entsteht euer neuer Sound?
HS: Wenn ich dir dieses Geheimnis verrate, dann muss ich dich leider danach umbringen :-) Ne, Blödsinn :-).. Michael, welcher auch sein eigenes Studio besitzt, verbringt sehr viel Zeit damit, Ideen und Riffs aufzunehmen. Auch steuere ich von Zeit zu Zeit einige Riffideen bei, welche ich zuhause auf Minidisc aufnehme. Daraus bastelt Michael dann die Grundgerüste unserer Songs, auf welche Maik dann zusammen mit Christian, Heiko und Michael den Gesang abstimmt. Maik hat immer sehr geile Textideen, welche immer sehr genau unseren Geschmack treffen. Splatter gibt dann dem Ganzen mit seinen tiefen Growls noch den gewissen Death-Touch und Fuzzy scheppert den Bass dazu. Danach bekommt jeder eine CD mit den rohen Songs und dann wird fleißig miteinander geprobt und gefeilt, bis die Song stehen und dann erneut im eigenen Studio noch einmal richtig aufgenommen werden. Das ist immer ein spannender Prozess bei dem wir alle eine Menge Spaß miteinander haben und eine Menge Bier vernichten :-) Ja und was unseren Sound angeht, da müssen wir mal kräftig vor den Jungs und Mädels von ENGL auf die Knie fallen. Die haben mit ihren Fireball Verstärkern voll unseren Anspruch von Sound und Druck erfüllt. Das habt ihr gut gemacht, weiter so :-)
MR: Das Album "sick" habt ihr komplett selbst produziert. Hat das einen bestimmten Hintergrund?
HS: Ja wir alten Säcke haben nun einmal etwas Übung im Musizieren, ha, ha... :-) Ich und meine Späße:-) Nein, wir haben über die Jahre so viel Zeit und Geld in dieses Hobby investiert, dass wir nun in der glücklichen Lage sind alles selber machen zu können. Wir haben quasi unser eigenes Tonstudio und sehr viele Freunde welche uns mit der Grafik und dem Merchandise helfen. So könnten wir für ein Plattenlabel ein ernstzunehmender Partner sein, doch hat sich bisher noch niemand dazu bereit erklärt uns dahingehend zu unterstützen. Wir würden sehr gerne unsere Musik über ein Label vertreiben lassen, auch ohne dabei selbst etwas verdienen zu wollen. Unser großer Wunsch ist es einfach nur Spaß miteinander zu haben und auf größeren Festivals zu spielen.
Ich bedanke mich im Namen von Metal Refinement für das Interview. Man wird sicherlich noch einiges von Agoraphobia bei uns mitbekommen!








